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Letzte Änderung: 05.03.2013
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Nachhaltigkeitsstrategien und Instrumente, Klimaschutz und Energie, Verkehr und Lärm – der Fachbereich I bearbeitet vielfältige Themen. Dabei gewinnen die Strategien einer "Nachhaltigen Entwicklung" mit dem Ziel, künftig deutlich weniger Rohstoffe und Energie in umweltbelastende Stoffe umzuwandeln, zunehmende Bedeutung.
Der Klimaschutz ist eine der größten aktuellen Herausforderungen der Menschheit. Sie wird nur zu meistern sein, wenn die Energieversorgung in Industriestaaten wie Deutschland stärker auf erneuerbare Energien ausgerichtet und eine bessere Energieeffizienz erreicht wird. Im Fachbereich I kümmert sich daher eine Abteilung um diese Themen. Schwerpunkte bilden dabei die Weiterentwicklung der Abkommen zum internationalen Klimaschutz, die langfristigen Szenarien künftiger Energieversorgung, die Förderung der Erneuerbaren Energien, die Möglichkeiten zum Energiesparen bei Elektrogeräten und in Gebäuden sowie die Aufbereitung von Energie- und Emissionsdaten in Deutschland.
Der motorisierte Straßenverkehr gehört zu den großen Herausforderungen des Umweltschutzes in unserer Zeit. Für viele ist der eigene PKW aber nicht nur Fortbewegungsmittel, sondern auch Ausdruck eines individuellen Lebensgefühls. Im Fachbereich I werden deshalb neben den technischen Möglichkeiten zur Verringerung der von Kraftfahrzeugen ausgehenden Umweltbelastungen auch die psychologischen Möglichkeiten, die Bürgerinnen und Bürger zum Umsteigen auf umweltverträglichere Verkehrsmittel bewegen können, untersucht. Ziel ist es, alle Verkehrsträger künftig leiser, rohstoffsparender, abfall- und abgasärmer zu machen und so die Umweltbelastung insgesamt soweit zu verringern, dass zum Beispiel die Luftqualitätsziele erreicht werden. Das betrifft nicht nur den Straßenverkehr, sondern auch den Luft- und Wasserverkehr sowie mobile Maschinen und Geräte außerhalb des Verkehrs.
Um die Umweltschutzziele zu realisieren, bedarf es geeigneter Instrumente. Ihre Gestaltung aus rechts-, wirtschafts- und sozialwissenschaftlicher Sicht bildet einen weiteren Arbeitsschwerpunkt des Fachbereiches. Konkret geht es z. B. darum, Instrumente zum Klimaschutz, zur Verbesserung der Luftreinhaltung, zur Verringerung der Flächeninanspruchnahme und zum Ressourcenschutz zu erarbeiten. Auch die Konsolidierung und Vereinfachung des Umweltrechts durch ein Umweltgesetzbuch oder andere Regelungsansätze stehen weiter auf der Tagesordnung.
Der Themenbereich "Umweltverträglichkeitsprüfung umweltbedeutsamer Planungen und Projekte" wird hier in rechtlicher und methodisch-inhaltlicher Hinsicht bearbeitet. Dazu gehört auch Prüfung und Genehmigung aller von Deutschland ausgehenden Tätigkeiten in der Antarktis.
Wirksamer Umweltschutz benötigt zuverlässige Daten. Der Fachbereich I sammelt diese bundesweit, führt sie zu aussagekräftigen Zahlenreihen und Grafiken zusammen und veröffentlicht sie regelmäßig in den Publikationen wie zum Beispiel in den „Daten zur Umwelt”. Ein wichtiger Arbeitsbereich im Fachbereich I stellen auch die Dokumentationsdatenbanken und Faktendatenbanken dar. Zu nennen sind das Umweltportal Deutschland PortalU , der Umweltdatenkatalog UDK und das geographische Informationssystem Umwelt GISU sowie Umweltforschungsdatenbank UFORDAT, Umweltliteraturdatenbank und der Umweltthesaurus UMTHES.
Die internationale Zusammenarbeit im Bereich des Umweltschutzes hat in den letzten zwei Jahrzehnten eine immer größere Bedeutung erhalten. Die wichtigsten Kooperationspartner sind die Institutionen der Europäischen Union und der Vereinten Nationen, die OECD sowie die Länder Mittel- und Osteuropas. Das Umweltbundesamt ist auch die deutsche Anlaufstelle für die Europäische Umweltagentur .
Im Zuge der Erweiterung der Europäischen Union (EU) unterstützt das UBA die Beitrittskandidaten aus Mittel- und Osteuropa unter anderem im Rahmen des Twinning-Programms. Ziel der Projekte ist es, die beitrittswilligen Länder bei der Umsetzung der EU-Umweltpolitik zu unterstützen. Im Rahmen von Partnerschaften entsenden die Behörden der Mitgliedsstaaten Experten, die den zukünftigen EU-Partnern bei der Einführung des Gemeinschaftsrechts Hilfestellung geben.
Mit dem Programm der Beratungshilfe für den Umweltschutz in Mittel- und Osteuropa, der Russischen Föderation, der Ukraine sowie ausgewählten Staaten der Kaukasusregion und Zentralasiens wird das Ziel verfolgt, den Prozess der Einführung anspruchsvoller Umweltstandards mit zu gestalten. Mit den der jeweiligen Situation in den einzelnen Ländern angepassten Projekten soll von deutscher Seite der "Umwelt für Europa" - Prozess und das in der Umweltministerkonferenz im Jahre 1993 in Luzern vereinbarte Umweltaktionsprogramm für die Region unterstützt werden. Das Umweltbundesamt ist mit der Durchführung des Beratungshilfe- Programms vom Bundesumweltministerium beauftragt.
Ein sparsamer Umgang mit den Umweltressourcen ist das wichtigste Ziel der raumbezogenen Umweltplanung. Die Themen und Aufgaben reichen von der nachhaltigen regionalen Entwicklung über die Siedlungsentwicklung bis zum ökologischen Bauen und der Lokalen Agenda 21.