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Europäische Umweltagentur

Letzte Änderung: 10.08.2010

Die Europäische Umweltagentur (EUA) ist eine von der Europäischen Union 1994 gegründete Einrichtung mit Sitz in Kopenhagen/Dänemark, die 1995 ihre Arbeit aufgenommen hat. Ihre Aufgabe ist es u.a., europäische Umweltdaten zu sammeln und der Öffentlichkeit zur Verfügung zu stellen. Die nationale Anlaufstelle („National Focal Point“) der Agentur in Deutschland befindet sich im Umweltbundesamt.

Signale 2010 - „Biologische Vielfalt, Klimawandel und wir“

„Signale“ ist eine Publikation der Europäischen Umweltagentur (EUA). Sie erscheint jährlich und enthält aktuelle Beiträge zu wichtigen umweltpolitischen Themen. 2010 liegt der Schwerpunkt auf Klimawandel und Biodiversität.

Biodiversität - Bunte Vielfalt des Lebens:
Ein Ökosystem ist eine Gemeinschaft von Pflanzen, Tieren und Mikroorganismen und umfasst auch deren Interaktion mit der Umwelt. Von der flüchtigen Begegnung zwischen einer Biene und einer Blütenpflanze auf einer Sommerwiese bis hin zu den gewaltigen und kontinuierlichen Wechselwirkungen zwischen Luft, Wasser und Boden – Ökosysteme verkörpern die Grundlagen des Lebens auf der Erde.

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Alpen – Auswirkungen des Klimawandels in Europa:
„Normalerweise verändern sich Berge nur langsam. Doch hier in den Alpen bringt fast jede Jahreszeit neue Veränderungen mit sich. Die Alpen haben sich seit meiner Kindheit dramatisch verändert, und wer weiß, wie sie aussehen werden, wenn meine Tochter erwachsen ist“, sagt Sebastian Montaz, Bergführer in den französischen Alpen.

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Sundarban - Auswirkungen des Klimawandels weltweit:
In den letzten 20 Jahren sind an der Mündung des Ganges in Bangladesch vier Inseln im Meer verschwunden, wodurch 6 000 Menschen ihr Obdach verloren. Der steigende Meeresspiegel bringt auch Salzwasser ins Landesinnere und beeinträchtigt so die Fruchtbarkeit des Bodens.

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FischzuchtDer steigende Meeresspiegel bringt Salzwasser ins Landesinnere und beeinträchtigt so die Fruchtbarkeit des Bodens. Einige Einwohner haben sich angepasst und nutzen ihr Ackerland für die Fischzucht. Andere versuchen es mit salzwasserresistenten Gewächsarten.
© EUA

 

 

KlimaflüchtlingKlimaflüchtling RuhulKhan hat in den letzten Jahren drei Häuser verloren.
Seine früheren Häuser befanden sich links auf dem Bild, einem Gebiet, das nun vom Wasser bedeckt ist.
© EUA

 

Boden – die vergessene Ressource:
Der Boden ist Hauptbestandteil landschaftlicher Ökosysteme und erfüllt wichtige Funktionen für Mensch und Umwelt. Die Vielfältigkeit dieser Funktionen ist verblüffend und macht deutlich, welch kostbares Gut das Gemisch aus Mineralen, Pflanzenresten, Wasser und Luft, der Boden ist!

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Meeresumwelt – Meere in Bedrängnis:
Die Ozeane der Erde sind riesige „blaue“ Kohlenstoffsenken (bzw. Speicher für Kohlendioxid). Genau genommen sind sie sogar die größten Kohlenstoffspeicher unseres Planeten, die weit vor den an zweiter Stelle rangierenden terrestrischen Speichern, einschließlich der Wälder, liegen. Diese natürlichen Senken haben seit Jahrtausenden wirksam funktioniert und abrupte, durch Treibhausgase verursachte Klimaänderungen abgefedert. Doch heute nimmt das Kohlendioxid in der Atmosphäre rascher zu, als der Boden und die Ozeane es absorbieren können.

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ArtkisArtkis: Wahrscheinlich ist, dass sich mit dem Rückgang des Eises viele andere Wirtschaftstätigkeiten in der Arktis verstärken werden. Die Menschen können in Zukunft weiter im Norden fischen, Öl- und Gasressourcen werden erschlossen, und dank der Zunahme eisfreier Gewässer und dünnerer Eisdecken kann der interkontinentale Güterverkehr Einzug halten.
© EUA

 

 

Dorf auf der Insel Amassalik an Grönlands OstküsteArtkis: Dines Mikaelsen aus Tasilaaq, einem Dorf auf der Insel Amassalik an Grönlands Ostküste, hat die Anzeichen der Erwärmung wahrgenommen. „Vor fünf Jahren gab es im Norden von Grönland noch keine Fliegen.“ Jetzt gibt es sie auch dort. „Hier kommen die Fliegen jetzt einen Monat früher an“, sagt Dines.
© EUA

 

Von städtischen Räumen zu städtischen Ökosystemen
„Die Idee lebender Wände und vertikaler Gärten ist sehr alt und lässt sich bis zu den hängenden Gärten von Babylon zurückverfolgen. Es ist erstaunlich, dass wir diese Technik bisher nicht besser genutzt haben, aber der Klimawandel drängt uns jetzt, unsere Gewohnheiten zu ändern“, so Prof. Jacqueline McGlade, Exekutivdirektorin der EUA.

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