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UBA-Podcast. Umweltschutz zum Hören

Kopfhörer, Quelle: UP images © www.fotolia.deDer Podcast des Umweltbundesamtes (UBA) vermittelt Ihnen in Form von Interviews, Radiobeiträgen oder O-Tönen Wissenswertes  zu verschiedenen Themen rund um den Umweltschutz. Mit dem neuen Serviceangebot will das UBA aktuelle, zum Teil komplexe Sachverhalte veranschaulichen, Umweltschutz hörbar machen. Wir bieten Ihnen die Audiodateien als Streaming-Datei im Flash-Format und zum Herunterladen als MP3-Datei an. Um die Audio-Podcasts auf Ihrem Rechner abzuspielen, benötigen Sie für die Streaming-Datei den Adobe-Flashplayer, für die MP3-Dateien beispielsweise den Windows Media Player 9. Viele neuere Browser enthalten bereits das Flashplayer-Add-On/Plugin.

Wir wünschen Ihnen viel Spaß beim Hören!

 

„Bis hierher und nicht weiter“

Interview mit Hans Joachim Schellnhuber

07.12.2009

Prof. Dr. Hans Joachim Schellnhuber; Copyright: DBU Die Hinweise der Wissenschaft häufen sich, dass wir uns bedenklich nahe an kritische Kipppunkte im Klimasystem heranbewegen. Eine weitere Erwärmung um 1,5 bis 2 Grad Celsius würde den grönländischen Eisschild destabilisieren, sagte Klimaforscher Hans Joachim Schellnhuber im Interview mit dem UBA. Falls das Grönlandeis komplett kollabieren sollte, würde der Meeresspiegel um sieben Meter ansteigen. „Wir sind an einem Punkt angelangt, wo wir uns sagen müssen: bis hierher und nicht weiter“, so Schellnhuber. Er appelliert an die Teilnehmer des Klimagipfels in Kopenhagen völkerrechtlich verbindlich festzulegen, dass die Erderwärmung nicht über zwei Grad steigen darf und dass der Scheitelpunkt des CO-Ausstoßes deutlich vor 2020 liegen muss. Prof. Schellnhuber ist Direktor des Potsdam-Instituts für Klimafolgenforschung und Vorstandsvorsitzender des Wissenschaftlichen Beirats Globale Umweltveränderungen der Bundesregierung.

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„Wir brauchen einen Wachstumszyklus mit klima- und naturverträglichen Technologien“

Interview mit Ernst Ulrich von Weizsäcker

01.09.2009

Ernst Ulrich von WeizsäckerDer Biologe und Physiker Professor Ernst Ulrich von Weizsäcker gilt als einer der wichtigen Vordenker des Konzeptes einer nachhaltigen Entwicklung. In seinem bekanntesten Buch „Faktor vier“ beschreibt er, wie wir mit einem halbierten Naturverbrauch doppelten Wohlstand erreichen können. „Wir brauchen einen Wachstumszyklus mit klima- und naturverträglichen Technologien“, fordert er im Interview mit dem UBA. Dazu gehöre auch die Ressourceneffizienz. Der Umweltexperte plädiert für die Einführung einer Primärstoff-Importsteuer. Das würde die Sekundärrohstoffmärkte ökonomisch sehr interessant machen und die Abhängigkeit von Importen vermindern.

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„Weichen richtig stellen und erst dann die Züge fahren lassen“

Interview mit Andreas Troge

29.07.09

Prof. Dr. Andreas Troge
Prof. Dr. Andreas Troge

Andreas Troge verließ nach 14 Jahren an der Spitze das UBA. Ende Juli legte er aus gesundheitlichen Gründen auf eigenen Wunsch das Amt nieder. Vor wie auch während seiner Amtszeit suchte der promovierte Volkswirt und fand die wirtschaftlichten Chancen für ökologisches Handeln. Es sei eine Aufgabe des Staates, das Umsteuern der Wirtschaft mit anzuschieben. „Wer will, dass sich Eisenspäne in die richtige Richtung drehen, der muss den Magneten an eine andere Stelle setzen“, so Troge. Der Umweltschutz habe sich gewandelt: von einer reinen Spezialistenpolitik als Reparaturbetrieb für falsche Entscheidungen in der Vergangenheit hin zu einer vorausschauenden Umweltpolitik, die bereits heute die Weichen für künftige Entwicklungen richtig stellt.

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Lärm macht krank

Kinder und Erwachsene gleichermaßen betroffen

07.05.2009

Frau hält sich die Ohren zu - style-photographs  © www.fotolia.de
Lärm ist im Alltag allgegenwärtig
und kann uns mehr stressen, als wir
unmittelbar wahrnehmen.

Niemand bleibt in Deutschland von Lärm verschont. Ein Großteil der Bevölkerung fühlt sich von Lärm belästigt oder leidet unter einem zu hohen Geräuschpegel. Dr. Wolfgang Babisch ist Experte für Lärmwirkungen und erklärte im Interview mit dem UBA, wie sich Lärm auf die Gesundheit auswirkt. „Das generelle Problem bei diesem Thema ist die Tatsache, dass wir Menschen unsere Ohren nicht verschließen, also nicht ‚weghören’ können.“ Für die meisten Menschen sei neben Lärm durch Flug- und Schienenverkehr, der allgemeine Straßenverkehr am störendsten. Auf Platz 2 käme Nachbarschaftslärm. Schon bei einer täglichen Schallbelastung von durchschnittlich 85 Dezibel entstehe ein gesundheitliches Risiko für den Betroffenen. Dabei sind wir unser gesamtes Leben mehr oder weniger freiwillig Lärm ausgesetzt. „Grundsätzlich kann man sagen, dass Kinder sowie Erwachsene gleichermaßen von den negativen Wirkungen des Lärms betroffen sind. Alle Lärmbelastungen, die man im gesamten Leben erfährt, summieren sich im Alter. Also, je mehr man dem Lärm ausgesetzt ist, desto eher wird man schwerhörig.“

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„Umweltschutz ist Investition“

Interview mit Klaus Töpfer

07.11.2008

© Rat für Nachhaltige Entwicklung - Der ehemalige Direktor des UN-Umweltprogramms
Sieht in der globalen Erwärmung
Chancen für den technischen
Fortschritt - Prof. Dr. Klaus Töpfer
© Rat für Nachhaltige Entwicklung
Der ehemalige Direktor des UN-Umweltprogramms, Klaus Töpfer, sieht den Klimawandel als eine Chance, mit neuen Lösungen alte Probleme zu bewältigen. „Wir brauchen eine neue Energiestruktur“, sagte er im Interview mit dem UBA am Rande einer Veranstaltung in Berlin. „Und wir müssen mit Energie wesentlich effizienter, aber auch mit allen anderen natürlichen Ressourcen, mit Wasser, den Böden, den Wäldern und mit der Produktivität unserer Meere sparsamer umgehen.“ Der alte Gegensatz zwischen Ökologie und Ökonomie müsse überwunden werden. Töpfer stellte fest: „Wir leben in einer Welt, die massiv gespalten ist in Arm und Reich." Es sei nicht hinnehmbar, dass der Wohlstand der Wenigen die Lebensmöglichkeiten der Vielen in Frage stelle. "Wir müssen unsere Verhaltensweise ändern, und wir mir müssen dazu beitragen, dass sich auch andere nachhaltig entwickeln und die Armut überwinden."

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Der Preis des Traums vom Fliegen

06.08.2008

Externe Umweltkosten des Flugverkehrs werden nicht bezahlt

FlugzeugDer rasant wachsende Luftverkehr belastet zunehmend Mensch und Umwelt. Vor allem Anwohner im unmittelbaren Umfeld von Flughäfen leiden unter Lärm und Luftschadstoffen wie Stickoxiden und Feinstaub. Forscher gehen davon aus, dass die Luftfahrtindustrie trotz neuer Technologien ihren Ausstoß an Treibhausgasen steigern wird. Dieser Trend könnte die Klimaschutzziele der Bundesregierung gefährden. Gemäß dem Verursacherprinzip soll der Flugverkehr für die verursachten Umweltbelastungen aufkommen. Wie die externen flughafennahen Umweltkosten des Flugverkehrs ermittelt werden und diese dem Verursacher gerecht anzulasten sind, stand im Fokus einer internationalen Konferenz, zu der das Umweltbundesamt (UBA) im Mai einlud. Im Anschluss an die Veranstaltung bat das UBA drei Teilnehmer zu Wort: Dr. Werner Reh, Leiter der Verkehrspolitik des Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland; Prof. Dr. Nikolaus Herrmann, Leiter des Referats „Grundsatzfragen des Luftverkehrs“ im hessischen Verkehrsministerium; Prof. Dr. Frank Fichert, Hochschule Heilbronn.

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