Wie krank machen Umwelteinflüsse?

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Lärm und Schadstoffe können ernste Erkrankungen verursachen und sogar die Lebenszeit verkürzen.
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Umweltschutz ist gut für unsere Gesundheit. Doch er kostet oft auch Geld oder muss um Akzeptanz kämpfen. Etwa wenn zur Senkung der Feinstaubbelastung in Umweltzonen Fahrverbote ausgesprochen werden. In einem UBA-Forschungsprojekt wurden daher die Gesundheitsschäden durch bestimmte Umwelteinflüsse sowie der Nutzen umweltpolitischer Gegenmaßnahmen so weit wie möglich beziffert.

Mit Hilfe der Methode zur Schätzung umweltbedingter Krankheitslasten der Weltgesundheitsorganisation WHO wurde erstmals für Deutschland systematisch untersucht, wie viele gesunde Lebensjahre uns bestimmte Umweltbelastungen wie Feinstaub, Lärm oder Ozon kosten. Das Ergebnis liefert gewichtige Gründe für mehr Umweltschutz und kann der Politik helfen, sich gezielt um die Umweltprobleme mit den größten Gesundheitsrisiken zu kümmern. In der vorliegenden Studie ist dies der Feinstaub, gefolgt vom Verkehrslärm. Die Methode ist jedoch nicht unumstritten, und die Datenlücken gerade für neue Schadstoffe sind groß. Das UBA hat deshalb bereits zwei weitere Studien zum Thema gestartet. Die Wissenschaft muss bestehende Datenlücken sukzessive schließen. Mit seinem Umwelt-Survey leistet das UBA selbst einen Beitrag dazu.