Verkehrsplanung

Rheintal: auf dem Wasser ein Ausflugsdampfer und ein Transportschiffzum Vergrößern anklicken
Eine nachhaltige Verkehrsplanung stärkt umweltfreundliche Verkehrsträger.

Ausflugsdampfer und Binnenschiff auf dem Rhein

Quelle: Bernd Kroeg / Fotolia.com

Verkehr entsteht, wenn wir für unsere täglichen Aufgaben und Bedürfnisse Wege zurücklegen müssen. Motorisierter Verkehr ist mit hohen Belastungen für Mensch und Umwelt verbunden. Die Herausforderung für die Verkehrsplanung besteht darin, die gesellschaftlich notwendige Mobilität umweltverträglich zu gestalten.

Inhaltsverzeichnis

 

Umweltorientierte Gesamtverkehrsplanung

Der Verkehr belastet die Umwelt durch Treibhausgase, Lärm, Luftschadstoffe und Flächenverbrauch. Mit den prognostizierten Verkehrszunahmen im Güterverkehr und beim Luftverkehr werden sich diese Belastungen weiter erhöhen. Die beschlossenen Umweltziele in Deutschland und Europa sind durch die Entwicklung des motorisierten Verkehrs gefährdet. Die dauerhafte Verkehrsinfrastruktur und die langen Nutzungszyklen bestimmter Fahrzeuge wie Bahnen, Flugzeuge und Schiffe legen für viele Dekaden das Verkehrsgeschehen fest. Um den Verkehr nachhaltig und umweltschonend zu gestalten, ist es deshalb außerordentlich wichtig, langfristig zu denken und vorausschauend zu planen. Für eine nachhaltige Verkehrsentwicklung in Deutschland wird daher eine umweltorientierte Gesamtverkehrsplanung benötigt, die die Zielstellung "Hohe Mobilität mit geringerem Verkehrsaufwand" verfolgt.

 

Bundesverkehrswegeplan nachhaltig gestalten

Auf Basis eines nachhaltig tragfähigen Gesamtverkehrskonzeptes kann ein Bundesverkehrswegeplan entwickelt werden, der die Umweltziele für den Verkehr unterstützt. Das UBA hat viele Vorschläge entwickelt, wie der Umweltschutz bei der Weiterentwicklung der planerischen und methodischen Instrumente des Bundesverkehrswegeplans besser berücksichtigt werden kann. In der Grundkonzeption für eine nachhaltige Bundesverkehrswegeplanung empfehlen unsere Gutachter einen dreistufigen planerischen Prozess.

 

Geschwindigkeitskonzept mit verträglichen Tempolimits

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) und die dazugehörende Verwaltungsvorschrift bestimmen, was auf Straßen, Fuß- und Radwegen erlaubt ist und welche Verkehrsregeln die Behörden anordnen können. Mit der Höchstgeschwindigkeitsregelung für Autobahnen, Außerorts- und Innerortsstraßen entscheidet die StVO indirekt auch über die Dimensionierung und Auslegung der Straßen und der Fahrzeuge, die auf ihnen fahren. Das UBA schlägt ein abgestimmtes Geschwindigkeitskonzept für eine StVO-Novelle vor. So können wir gleichzeitig dem Flächenverbrauch und der Lärmentwicklung entgegenwirken und den Klimaschutz, die Verkehrssicherheit sowie die Lebensqualität in Städten und Gemeinden verbessern.

 

Kommunen planen Siedlungs- und Verkehrsentwicklung

Mehr Handlungsmöglichkeiten für den umweltverträglichen Fuß- und Radverkehr sowie eine ausreichende Finanzierung eines leistungsfähigen Öffentlichen Personennahverkehrs wünschen sich viele Kommunen. Dies würde es der integrierten Verkehrsentwicklungsplanung erleichtern, die kommunalen Ziele für den Verkehr, die Stadtentwicklung, den Lärmschutz und die Luftreinhaltung zu erreichen. Das UBA unterstützt Städte und Gemeinden mit Vorschlägen zu kostengünstigen und wirksamen planerischen Maßnahmen. Sie können zu geringerem Verkehrsaufwand, kürzeren Wegen, attraktiveren öffentlichen Räumen und gesünderem Leben in Stadt und Region führen. Mit der Veranstaltungsreihe "kommunal mobil" bietet das UBA eine Plattform für den Austausch der Kommunen über Erfahrungen und neuesten Entwicklungen im Bereich kommunaler Verkehrsplanung.