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Veranstaltung im Hörsaal des UBA-Dessau: auf dem Podium sitzen 2 Männer und 2 Frauen, im Zuschauerraum sitzen Leute mit Tagungsmappen, auf eine Leinwand wird projiziert "Kommunal mobil, Nachhaltige Mobilität - Kommunen trauen sich was"zum Vergrößern anklicken
„Kommunal mobil“-Fachtagung „Nachhaltige Mobilität – Kommunen trauen sich was“ 2011 im UBA Dessau
Quelle: Anja Hendrischk / UBA

Veranstaltungsreihe „Kommunal mobil“

Die Kommunen weisen untereinander viele Gemeinsamkeiten aber auch Unterschiede auf. Es gibt zahlreiche gute Beispiele die andere Kommunen ebenfalls nutzen können und Erfahrungen, welche Wege in die Sackgasse führen. Auf gemeinsamen Fachveranstaltungen können sich die Kommunen und Vertreterinnen und Vertreter von Ländern, Bund und EU über ihre Erfahrungen und zu den neuesten Entwicklungen austauschen und voneinander profitieren. Eine Plattform dafür bietet die Veranstaltungsreihe „Kommunal mobil”.

Beteiligungsprozesse - unterschätztes Potenzial in der Verkehrsplanung (2013)

Gemeinsame Fachtagung des Umweltbundesamtes und des Deutschen Instituts für Urbanistik unter Mitwirkung des Deutschen Städtetags, 26.-27.09.2013

„Beteiligungsprozesse – unterschätztes Potenzial in der Verkehrsplanung“ war das Thema der nun schon vierten Tagung der Reihe "kommunal mobil". In der letzten Zeit stieg das Interesse an den Verfahren zur Bürgerbeteiligung. Auch Projekte, die der umweltfreundlichen Mobilität dienen, lösen häufig Kontroversen aus. Wie Beteiligungsprozesse den Rückhalt von Verkehrsprojekten in der Bevölkerung verbessern und gleichzeitig auch das dort vorhandene Wissen in die Planung einbringen wurde auf der Tagung in guten Beispielen aus der kommunalen Praxis vorgestellt.

Dabei wurde gezeigt:

  • welche Beteiligungs- und Kooperationsformen es überhaupt gibt und welche Kommunikations- und Beteiligungsverfahren für welchen Planungsprozess geeignet sind,
  • welche Rolle die Interaktion über die neuen Medien spielt und wen man wie am Besten - oder überhaupt - erreichen kann,
  • dass Bürgerbeteiligung gerade bei der Verkehrsentwicklungsplanung eine besondere Bedeutung hat, da hier mittel- bis langfristig Aussagen zur Entwicklung des Verkehrs in einer Kommune getroffen werden und
  • was im Hinblick auf Bürgerbeteiligung heute rechtlich notwendig ist und was darüber hinaus machbar ist.

Nachhaltige Mobilität: Kommunen trauen sich was (2011)

Gemeinsame Fachtagung des Umweltbundesamtes und des Deutschen Instituts für Urbanistik, 24.-25.01.2011

In den Kommunen zeigen sich die positiven und negativen Wirkungen der gelebten Mobilität. Dies setzt Kreativität frei, neue Wege zu gehen – sich etwas zu trauen. Sich etwas zu trauen heißt auch, Chancen zu nutzen. Dazu müssen Chancen zunächst als solche erkannt werden. Im nächsten Schritt gilt es dann, Umsetzungswege zu finden. Die dritte Tagung der Reihe „kommunal mobil“ konnte in beiden Bereichen Anregungen geben.

Die Tagung war folgenden Schwerpunkten gewidmet:

  • Klimawandel – Chance Lebensqualität neu zu entdecken
  • eMobilität – Chance für neue Bewegung
  • Stadtentwicklung – mobil mit weniger Auto
  • Kommunikation – wichtiger Baustein für eine neue Kultur der Mobilität

Die vorgestellten positiven Beispiele aus der Praxis haben gezeigt,

  • dass städtischen Verkehr klimafreundlich zu gestalten nicht mit Einschränkungen für die Bewohner verbunden sein muss,
  • dass Elektromobilität für eine nachhaltige Mobilität mehr zu bieten hat als der aktuelle Hype erwarten lässt und
  • dass Kommunen den Trend zu weniger Autoverkehr unterstützen können und erfolgreiche Kampagnen für eine neue Mobilitätskultur in der Stadt ihre Bürger wirklich ansprechen.

Klimaschutz im Stadtverkehr (2008)

Gemeinsame Fachtagung des Umweltbundesamtes, des Deutschen Instituts für Urbanistik und des Deutschen Städtetages, 20.-21.11.2008

Um 40 % geringer als 1990 sollen nach dem Beschluss der Bundesregierung die CO2-Emissionen in Deutschland bis 2020 ausfallen. „40 % weniger CO2 – Städte am Start” unter diesem Motto trafen sich 80 Wissenschaftler und Verantwortliche aus den Stadtverwaltungen bei der zweiten Tagung der Veranstaltungsreihe „kommunal mobil”, um die Möglichkeiten der CO2-Minderung im Stadtverkehr auszuloten.

Ein Viertel der CO2-Emissionen des gesamten Verkehrs in Deutschland entstehen gegenwärtig durch den innerörtlichen Straßenverkehr. Ohne das Engagement in den Städten und Gemeinden können die Klimaschutzziele nicht erreicht werden.

Die Tagung war folgenden Schwerpunkten gewidmet:

  • 10 % mehr Bus und Bahn: Mobilitätsmanagement und ÖPNV
    Zur Ausschöpfung der Umsteigepotenziale muss die Angebotsseite stimmen.
  • 10 % mehr Muskelkraft: Radfahren und zu Fuß Gehen
    Das Potenzial des Rad- und Fußgängerverkehrs ist noch lange nicht ausgeschöpft.
  • 10 % weniger Verkehr: Zurück in die Städte
    Vorhandene innerörtliche Flächen nutzen birgt ein erhebliches Einsparpotenzial.
  • 10 % geringere Kosten: Kosteneffizienz und Finanzierbarkeit
    Knappe Kassen erfordern Maßnahmen die viel bewirken aber wenig kosten.

40 % weniger CO2 – diese Aufgabe ist für die Städte nicht einfach zu bewältigen. Die positiven Beispiele aus der Praxis haben aufgezeigt, dass es in vielen Themenfeldern dazu Möglichkeiten gibt.

Handlungsspielräume für Mobilität, Gesundheit, Umweltschutz (2006)

Gemeinsame Fachtagung des Umweltbundesamtes, des Deutschen Instituts für Urbanistik und des Deutschen Städtetages, 9.-10.10.2006

Die Auswirkungen des motorisierten Straßenverkehrs auf die Gesundheit der Bevölkerung und die natürlichen Lebensgrundlagen erfordern technische Innovationen, neue Konzepte und Instrumente in der Verkehrswegeplanung und in der kommunalen Verkehrspolitik. Die bislang ergriffenen Maßnahmen erweisen sich vielfach als wenig zielführend, als aktionistisch oder als zu schwach.

Bei den Kommunen besteht als hauptsächlich Betroffene akuter Handlungsdruck. Einerseits schränken knappe Kassen, Veränderungen im Zuge der demografischen Entwicklung und neue Rechtsvorschriften die kommunalen Handlungsmöglichkeiten ein. Andererseits erfordert die geänderte Gesetzeslage bezüglich der Grenzwerte für Feinstaubimmissionen und die Aufstellung von Lärmkartierungen konkrete Maßnahmen seitens der Kommunen.

Die Fachveranstaltung diente dem Erfahrungs- und Meinungsaustausch auf der Basis fundierter Forschungs- und Praxisprojekte, an denen das Umweltbundesamt und das Deutsche Institut für Urbanistik maßgeblich beteiligt waren. Handlungsoptionen für die künftige Zusammenarbeit zwischen Kommunen, Bund und EU wurden identifiziert.

Dazu gehören bessere, auf den Kenntnisstand, die Praxistauglichkeit und das Interesse der Entscheidungsträger vor Ort abgestimmte Informationen und Arbeitshilfen, die stärkere Einbeziehung der Vertreterinnen und Vertreter der Kommunen bei der Erarbeitung europa- und bundesweiter Richtlinien und die direktere Verzahnung der kommunalen Aktivitäten mit denen auf nationaler und europäischer Ebene.

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