Lärmschutz

Lkws fahren auf der Autobahn hinter einer Lärmschutzwand.zum Vergrößern anklicken
Reichen die vorbeugenden Maßnahmen gegen Lärm nicht aus, müssen weitere Lärmschutzmaßnahmen folgen.
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Lärm macht krank, mindert das Wohlbefinden von Menschen, reduziert Immobilienpreise und Einnahmen von Kommunen und verursacht allein in Deutschland jährlich mehrere Milliarden Euro Folgekosten.

Maßnahmen gegen Lärm

Vor allem in Städten und großen Ballungsräumen ist Lärm eines der größten Umwelt- und Gesundheitsprobleme. Dabei ist der Straßenverkehr die Hauptlärmquelle, gefolgt vom Schienen- und Luftverkehr. Aufgabe der kommunalen Planungen muss es daher sein, Maßnahmen zur Vorbeugung und zum Schutz gegen Lärm zu entwickeln und umzusetzen.

Das internetgestützte Podium „Lärm und Stadt“ des UBA bietet Informationen zum Themenkreis. Dort können auch Diskussionsbeiträge, Anmerkungen und Tipps eingebracht werden.

Projekt 1: Umsetzung der Umgebungslärmrichtlinie - wie weit sind wir Deutschen?

Am 18. Juli 2002 trat die Richtlinie des Europäischen Parlaments und des Rates über die Bewertung und die Bekämpfung von Umgebungslärm in Kraft. Das grundsätzliche Ziel der Richtlinie lautet: „Die Gewährleistung eines hohen Gesundheits- und Umweltschutzniveaus ist Teil der Gemeinschaftspolitik, wobei eines der Ziele im Lärmschutz besteht.” Hierfür ist es notwendig „schädliche Auswirkungen, einschließlich Belästigung, durch Umgebungslärm zu verhindern, ihnen vorzubeugen oder sie zu mindern.“ Die Umgebungslärmrichtlinie ging mit einer Änderung des Bundes-Immissionsschutzgesetzes (BImSchG) in deutsches Recht über. Weitere Informationen finden Sie auf der Themenseite: Umgebungslärmrichtlinie.

Die im Jahr 2007 durchgeführte Lärmkartierung in Deutschland nach EG-Umgebungslärmrichtlinie hat gezeigt, dass in vielen Städten und Gemeinden die Aufstellung eines Aktionsplanes für zu hoch belastete Gebiete notwendig ist. Die Studie „ Lärmbilanz 2010“ stellt den Stand der Lärmaktionsplanung in Deutschland dar, analysiert die bisherigen Erfahrungen und gibt Empfehlungen. Beispielsweise sollten Kommunen weiterhin bei der Durchführung der Lärmaktionsplanung und der Umsetzung lärmmindernder Maßnahmen unterstützt werden.

Projekt 2: Weiterentwicklung von Lärmkarten für eine bessere Umweltkommunikation

Die Information und Beteiligung der Öffentlichkeit ist ein wesentlicher Bestandteil der EU-Umgebungslärmrichtlinie. Für die Unter­richtung der Öffentlichkeit über die Lärmsituation sind Lärmkarten ein wichtiges Werkzeug. Auf der Basis dieser Lärmkarten können zusammen mit der Öffentlichkeit die Lärmauswirkungen bewertet und wirksame Lärm­minderungsmaßnahmen im Rahmen der Lärmaktionsplanung entwickelt werden. Lärmkarten sind jedoch von Bürgerinnen und Bürgern nicht immer einfach zu verstehen. In einem Forschungsvorhaben des UBA wurden daher diese Karten analysiert und Vorschläge zur besseren Gebrauchstauglichkeit erarbeitet.

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Materialien

Projekt 1 & 2