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Lebensmittelabfälle vermeiden - wir zeigen, wie es geht

in einem Korb liegen ein verschimmeltes Brötchen, zwei verfaulte Äpfel und eine eingetrocknete Zitronezum Vergrößern anklicken
Falsch oder zu lange gelagert werden Lebensmittel zu Lebensmittelabfall
Quelle: CCat82 / Fotolia.com

In kaum einem anderen Bereich ist Abfallvermeidung so leicht wie bei Lebensmitteln.

Lebensmittel haben einen bedeutenden ökologischen Rucksack: Anbau und Ernte, Transport, Einkauf und Beseitigung verursachen den Klimawandel mit und verbrauchen Wasser, Energie und Boden. Ihr Verhalten bestimmt, wie groß die Umweltbelastungen bei der Erzeugung, beim Verbrauch und bei der Entsorgung von Lebensmitteln sind.

Der Anbau aller Lebensmittel, die ein Mensch pro Jahr einkauft, füllt die Fläche eines halben Fußballfeldes. 84 Badewannenfüllungen Wasser müssen dafür aufgewendet werden. CO2 wird dabei so viel produziert wie bei einem Hin- und Rückflug von Frankfurt nach New York.
Ein großer Teil von Lebensmittelabfällen fällt derzeit in der Landwirtschaft beim Anbau und der Ernte von Obst, Gemüse und Getreide an. Für Europa produzierte, angeblich mangelhafte Lebensmittel landen im Abfall. 5 Prozent der gesamten Treibhausgasemissionen Deutschlands entstehen durch Lebensmittelverluste.

Auch in den Haushalten, werden viele Lebensmittel weggeworfen. In privaten Haushalten werden pro Person jährlich rund 430 Kilogramm Lebensmittel eingekauft, 17 Prozent bzw. 82 Kilogramm werden zu früh entsorgt.
Das entspricht zwei vollen Einkaufswagen Lebensmittel im Wert von rund 230 Euro. Werfen Sie die in den Müll , verschwenden Sie Ackerland, Transportkapazität und erzeugen CO2 beim erneuten Anbau und dem neuen Transport. Um das zu vermeiden, geben Mindesthaltbarkeitsdatum und Verbrauchsdatum eine Orientierung beim Wegwerfen. Doch nicht alle Lebensmittel, die abgelaufen sind, müssen in den Abfall. Hier sollten Sie sich vor allem auf ihre eigenen Sinne verlassen. Die Wegwerfmenge reduziert sich, wenn Sie sich nicht von Sonderangeboten und Familienpackungen verführen lassen, sondern geplant und nicht zu viel einkaufen. Die richtige Lagerung im Kühlschrank lässt die Ware länger gut aussehen. Mit interessanten Rezepten kann die Resteverwertung am Ende zu einem Geschmackserlebnis werden. Wenn Sie ihre Lebensmittel selber nicht mehr essen können, z.B. weil Sie spontan Urlaub machen, können Sie diese auch an Freunde, Bekannte oder Nachbarn verschenken. Dies ermöglicht das Portal „foodsharing“, bei dem Sie Lebensmittel „nehmen“ und „geben“ können.

Wenn Lebensmittel wirklich verderben, gehören sie in die Biotonne. 2015 sollen alle Haushalte in Deutschland damit ausgestattet werden.

Auch das gehört zum umweltfreundlichen Lebensmitteleinkauf: Ware aus der Region ist für die CO2-Bilanz günstiger als Ware aus Übersee. Verbrauchen Sie mehr Fleisch, dann erzeugen Sie mehr klimaschädliches Kohlendioxid und verbrauchen mehr Wasser als diejenigen, die mehr Obst und Gemüse essen.

 

Lebensmittelverschwendung

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  1. Welches sind die Quellen der Lebensmittelverschwendung in Europa?

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 Bioabfall

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