Neue Wege zu einer klimaangepassten Stadtplanung am Beispiel des Modellgebietes "Bochum-OSTPARK" (Plan4Change)

  • Hände auf Plänen: Klimaanpassungmaßnahmen in die Stadtplanung integrieren.
    Difu/Plan4Change
  • Acht Personen stehen mit einem großen Plan auf einer Wiese.
    Ortsbegehung des zukünftigen OSTPARKs
  • Diagramm, das sieben verschiedene Akteursgruppen aufzeigt.
    Akteursbeteiligung zur klimaangepassten Planung
  • Auf einer Karte werden durch verschiedene Farben Temperaturunterschiede im Planungsgebiet gezeigt.
    Mikroskalige Untersuchung verschiedener Bebauungsszenarien mit ENVI-Met
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Eine nachhaltige Anpassung an die Folgen des Klimawandels ist durch eine konsequente Planung und Umsetzung von Maßnahmen auf regionaler und lokaler Ebene möglich. Obwohl Anpassungskonzepte, Handlungsleitfäden oder Internet-Tools vorliegen, scheitert eine Umsetzung häufig in der Praxis des Planungsalltags. Das Projekt "Plan4Change" setzt genau an dieser Stelle des Übergangs von der Theorie in die Praxis an.

Das 2012 fertiggestellte Klimaanpassungskonzept der Stadt Bochum wird anhand des konkreten Planungsvorhabens "Bochum-OSTPARK" beispielhaft in die Praxis umgesetzt. Hierzu wird das Planungsverfahren von Oktober 2014 bis September 2017 durch das Deutsche Institut für Urbansitik (Difu), die Ruhr-Universität Bochum (RUB) und Eimer Projekt Consulting (EPC) kontinuierlich begleitet und bewertet. Insbesondere bei wichtigen planerischen Weichenstellungen des Planungsverfahrens arbeiten die Experten eng mit den kommunalen Planern der Stadt Bochum sowie Dritten zusammen. Als Ergebnis werden Handlungsempfehlungen für weitere Vorhaben der Stadt Bochum sowie andere interessierte Kommunen aufbereitet.

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Zahlreiche Maßnahmen, die der Klimaanpassung dienen, sind bei den aktuellen Planungen für die neuen Wohnstandorte berücksichtigt. Dies sind zum Beispiel die Freihaltung einer für das Innenstadtgebiet relevante Frischluftschneise, eine klimaangepasste Gebäudestellung, die Ausgestaltung von Gründächern und eine dezentrale, oberflächliche Entwässerung.

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Ja

Zusätzliche Nutzen über die Anpassung an den Klimawandel hinaus

Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Durch eine klimaangepasste Planung des OSTPARKS sollen lebenswerte neue Stadtquartiere mit hoher Wohn- und Aufenthaltsqualität entstehen. Konkrete Maßnahmen, die dazu beitragen, sind die Freihaltung einer Frischluftschneise, Überflutungsschutz, die starke Durchgrünung des Gebiets mit beschatteten Aufenthaltsflächen, Gründächer und offene Wasserflächen.

Klimaschutz: Einsparung von Treibhausgasemissionen oder Entfernung von Treibhausgasen aus der Atmosphäre

Die Sicherung eines hohen Grünanteils und die Vereinbarkeit von Maßnahmen zu Klimaschutz und Klimaanpassung (zum Beispiel durch die Vereinbarkeit bzw. Empfehlung von Solaranlagen auf Gründächern) tragen zum Klimaschutz bei.

Wer war beteiligt?

Breite Öffentlichkeit, Grundstücksbesitzer, Kommunen, Landwirte, Presse, Stadtwerke

Politik

Formen der Beteiligung

Workshops, Informationsveranstaltung, Fragebogen, Integration des Themas Klimaanpassung in Planungsforen für die Bürger (Öffentlichkeitsbeteiligung im Rahmen des Planungsverfahrens)

Kooperationspartner

Deutsches Institut für Urbansitik (Difu) Ruhr-Universität Bochum (RUB) Eimer Projekt Consulting (EPC)

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Stadt Bochum, Stadtplanungsamt
http://www.bochum.de/ostpark
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, Planungsinstrument (z.B. Planfeststellungsverfahren)

Kooperation: Ämterübergreifende Zusammenarbeit bei der Planung des Gebiets, Kooperation mit den externen Fachplanern und Investoren Informationsbereitstellung und Sensibilisierung: Berechnung und Abstimmung von stadtklimatischen Modellierungen (EnviMET) zur Ausgestaltung der Planung, zur Information und Sensibilisierung von Bürgern, Politik und Verwaltung Planungsinstrument: Festsetzungen und Empfehlungen im Rahmen der Bauleitplanung

Finanzierung Bund

Die Evaluation der Planung in Hinblick auf Klimaanpassungsaspekte im Projektzeitraum ist ein Kernbestandteil des Projekts. Dazu werden die einzelnen Planungsschritte in Hinblick auf die Integration von Klimaanpassung analysiert und bewertet.

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