MüZe – Monitoring von Zecken- und Mückenvektoren in Nordhessen

  • Personen stellen Mückenfalle im Wald auf
    Aufstellen der Mückenfalle
  • Personengruppe läuft am Waldrand
    Mückenfalle
  • Personen beim Monitoring im Wald
    Mückenfalle Einweisung
  • Fachwerkhaus mit Wasserbecken
    Mückenfalle Ort Mühle
  • Personen stehen im Wald
    Hessenschau Mückenfalle
<>

Aufgrund der klimabedingten Erwärmung und der damit verbundenen Vermehrung von Gliederfüßer (Arthropoden) steigt das Infektionsrisiko für den Menschen. Um das Infektionsrisiko der nordhessischen Bevölkerung bewerten und angemessene präventive Strategien entwickeln zu können, wird die Verteilung und Ausbreitung potentieller Mücken- und Zeckenvektoren untersucht. Dazu ist ein Vorhersagemodell entwickelt worden, welches eine bessere zeitliche und räumliche Vorhersage der Beziehung zwischen Klimawandel und der Neuerkrankungen durch Vektoren (Zecken und Mücken) übertragener Krankheiten in Nordhessen erlaubt. Der besondere Ansatz des Programms zum Monitoring von Zecken- und Mückenvektoren in Nordhessen liegt dabei in der engen Einbeziehung der regionalen Bevölkerung in die Forschung, indem das Monitoring von Mücken und Zecken von der regionalen Bevölkerung verantwortlich übernommen wird. Die direkte Beteiligung interessierter Laien führt über eine Multiplikation ihres Wissens zu einer Sensibilisierung der Bevölkerung für vektorassoziierte Krankheiten und dient als nachhaltige Anpassungsstrategie an veränderte Infektionsrisiken. Erwartet werden weiterhin Erkenntnisse über Vektorverbreitung und Erregerlast sowie über die Machbarkeit infektionsepidemiologischer Forschung unter Beteiligung der Bevölkerung, einschließlich der Übertragbarkeit dieses kooperativen Ansatzes auf andere Regionen. Zusätzlich soll der Wissensstand über die mögliche Verbreitung und Infektiosität von Vektoren, die Etablierung eines von der Bevölkerung getragenen Vektormonitorings und die Entwicklung von Klimaszenarien zur Abschätzung des Infektionsrisikos für die Bevölkerung verbessert werden.

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Nach den bisherigen Erfahrungen ist eine Sensibilisierung der Bevölkerung für die infektiologischen Risiken des Klimawandels und eine Stabilisierung des Überwachungssystems gelungen. Die Maßnahme ist ein gutes Beispiel für die Kooperation zwischen Wissenschaft und Bevölkerung, um Erkenntnisse für die Anpassung der Infektionsprävention an den Klimawandel zu gewinnen. Es wird ein wichtiger Beitrag für die epidemiologische Forschung geleistet und Laien bekommen über praktische Erfahrungen Einblicke in die systemökologischen, humanbiologischen und infektiologischen Effekte des Klimawandels. Eine Sensibilisierung der lokalen Bevölkerung für die gesundheitsgefährdenden Effekte des Klimawandels und damit einhergehende Präventionsmöglichkeiten wurden erreicht.

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Nein

Wer war beteiligt?

breite Öffentlichkeit

Formen der Beteiligung

die Bevölkerung wird aktiv eingebunden

Kooperationspartner

Beteiligte Institutionen sind Hessen-Forst, Museumslandschaft Hessen Kassel, Naturkundemuseum Kassel, Gesundheitsämter Nordhessens, Regierungspräsidium Kassel und Obere Naturschutzbehörde. Umsetzungspartner dieser Maßnahme sind in erster Linie Ärztenetzwerke, Landkreise, die Stadt Kassel, das Regierungspräsidium Kassel, Krankenkassen, Schulen aus Nordhessen, Apotheker und freiwillige Sammler aus der Bevölkerung der Landkreise

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Regionalmanagement Nordhessen GmbH
http://www.regionnordhessen.de/
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, Kein Instrument (Maßnahme beinhaltet keine Steuerungsinstrumente)
Teilen:
Artikel:
Drucken Senden