DWA-Audit "Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet"

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Die Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft, Abwasser und Abfall e.V. (DWA) hat mit dem DWA-Merkblatt M551 Audit "Hochwasser - wie gut sind wir vorbereitet", Dezember 2010, einen Rahmen für ein Audit zur Hochwasservorsorge im lokalen Kontext vorgelegt. Zielgruppe sind Kommunen und Verbände nicht allein in ihrer öffentlich-rechtlichen Zuständigkeit sondern als Projektionsfläche für alle Anforderungen an eine fach-und zuständigkeitsübergreifenden Hochwasservorsorge in der lokalen Verantwortungs- und Risikogemeinschaft insgesamt. Mit der Teilnahme am Audit werden Kommunen und Verbände in die Lage versetzt, den Status der lokalen Hochwasservorsorge zu identifizieren, zu analysieren und gezielt Verbesserungen einzuleiten. Die Teilnahme am Audit ist freiwillig. Die Durchführung liegt bei von der DWA autorisierten Auditoren aus Ingenieurpraxis, Hochschulen und Verwaltung.

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Die operationelle Umsetzung der ersten Audits beginnt im April 2011

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Nein

Zusätzliche Nutzen über die Anpassung an den Klimawandel hinaus

Ökonomische Ziele: z.B. Innovation, Erhöhung der Wettbewerbsfähigkeit von Unternehmen oder Regionen

Technische Massnahmen des Hochwasserschutzes sind in ihrer Wirkung auf ein bestimmtes Bemessungsniveau begrenzt. Vor dem Hintergrund der erwarteten Auswirkungen des Klimawandels auf Hochwasser kommt der lokalen nicht-technischen Hochwasservorsorge, die sich insbesondere um eine Begrenzung der Schadenspotentiale bemüht, eine immer weiter wachsende Bedeutung zu.

andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung

Das Audit unterstützt die Sensibilität für die Bedeutung des Wasserrückhalts für eine nachhaltige Hochwasservorsorge durch eine bodenschonende Land- und Forstbewirtschaftung, die Renaturierung von Gewässern einschließlich ihrer Auen ebenso wie dezentrale Entwässserung von Siedlungsgebieten durch Versickerung vor Ort.

Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Sicherheit der Lebensumstände ist ein wichtiger Bestandteil der Lebensqualität. Durch die Auseinandersetzung mit dem Hochwasserrisiko ohne das vorher ein Schaden eingetreten ist, wird diesem Anspruch in besonderer Weise Rechnung getragen.

Welche Hindernisse wurden überwunden?

Nach aller Erfahrung setzt die Auseinandersetzung mit dem Thema Hochwasservorsorge erst nach einem Schadenshochwasser ein.t

Das Audit ermöglicht es den vor Ort Verantwortlichen, das Thema der Hochwasservorsorge unabhängig von einem Schadensereignis auf die Tagesordnung zu setzen und ohne Schuldzuweisungen und ohne Zeitdruck zu verhandeln.

Konkurrenz zur Umsetzung der Europäischen Hochwasserrisikomanagement-RL durch Wasseradministrationen der Länder

Die Bund/Länder AG Wasser (LAWA) ist an der Erarbeitung beteiligt worden, so dass die Übereinstimmung von Zielen, Strukturen und Nomenklatur bei der Umsetzung der Hochwasserrisikomanagement-RL gewährleistet ist (s. a. Bild 2 "Hochwasser-Risikomanagement-Kreislauf"). Der Perspektivenwechsel zur Betrachtung des Themas aus lokaler Sicht ermöglicht es den Beteiligten vor Ort sogar sich in besonderer Weise in die Umsetzung einzubringen. Daneben bietet sich die Chance, das Audit als Instrument der Qualitätssicherung zu nutzen, inwieweit die Risikomanagementpläne der Länder vor Ort angenommen und umgesetzt werden.

Wer war beteiligt?

Vertreter der Zielgruppen von Kommunen und Verbänden, Hochschulen, Ingenieurpraxis und Verwaltung

Formen der Beteiligung

zwei Workshops (Jan 2009 und 2011), Gelbdruckverfahren zum DWA-Merkblatt M551 (Sept.- Dez. 2010)

Kooperationspartner

Deutsche Bundesumweltstiftung

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Deutsche Vereinigung für Wasserwirtschaft. Abwasser und Abfall e. V.
http://infostelle@dwa.de
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung, Sonstige
Kosten 

3000-9000 Euro/Audit je nach Größe der Kommune/des Verbandes

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