BESTKLIMA - Umsetzung und Qualitätssicherung von Klimaanpassungskonzepten am Beispiel des Bergischen Städtedreiecks

  • Remscheid Müngstener Brücke. Grün belaubte Bäume stehen im Vordergrund.
    Remscheid Müngstener Brücke
  • Schwebebahn fährt über einen Fluss, rundum ist Stahlkonstruktion zu sehen.
    Schwebebahn Stadt Wuppertal
  • Zu sehen ist ein Ausschnit des Ortes Solingen. Zwei grauweiße Gebäude stehen schräg zu einander. Der blaue Himmel ist im Hintergrund oben zu sehen.
    Solingen
  • Ein Kartenausschnitt zeigt Fließwegeanalyse. Die Wasserverläufe sind in blauen Linien dargestellt, rundum zeigen verschiedene Grüntöne die Landschaftsform an.
    Fließwegeanalyse
  • Eine Karte zeigt in vielfarbigen Linien den Fahrplan Klimaanpassung
    Fahrplan Klimaanpassung
<>

Extremwetterereignisse wie Starkregen und Hitzeperioden sind in der Vergangenheit bereits im Bergischen Städtedreieck aufgetreten, weshalb die Städte Remscheid, Solingen und Wuppertal den Bedarf für proaktives Handeln erkannt haben. Deswegen beabsichtigen diese zukünftig, die aufkommende Entwicklung aktiv zu gestalten und Klimaanpassungsmaßnahmen durchzuführen um sich auf schleichende Klimaveränderungen und zunehmende Extremereignisse wie Hitzeperioden, Starkregen oder Stürme einzustellen.

Das Projekt BESTKLIMA baut auf dem bereits erstellten Klimaschutz-Teilkonzept zur Anpassung an den Klimawandel für die Städte Solingen und Remscheid auf, welches insgesamt 36 Maßnahmen für die Region beinhaltet. Die reine Existenz einer regionalen Anpassungsstrategie ist jedoch kein Garant dafür, dass die darin enthaltenen Maßnahmen dauerhaft Eingang in das alltägliche Verwaltungshandeln finden, weswegen das Projekt BESTKLIMA Vorschläge zur Integration verschiedener Anpassungsmaßnahmen in das Verwaltungshandeln entwickelt und somit einen wichtigen Beitrag zur eigentlichen Umsetzung der Anpassungsstrategie des Bergischen Städtedreiecks leistet.

Bisherige Erfolge der Maßnahme

Im Rahmen von BESTKLIMA ist eine Akteursanalyse durchgeführt worden. Des Weiteren wurde für die Stadt Remscheid eine Fließwege- und Muldenmodellierung erstellt. Schließlich wurde eine Befragung durchgeführt, bei der die Bevölkerung ausgewählter Stadtquartiere in den drei Städten zu ihrem Verhalten bei Hitze befragt wurde.

Erfolgt eine systematische Evaluation der Maßnahme? Ja

Zusätzliche Nutzen über die Anpassung an den Klimawandel hinaus

Lebensqualität / soziale Ziele: z.B. Erhöhung der Wohnqualität in Städten, Beitrag zu sozialem Ausgleich und sozialer Integration, besondere Berücksichtigung der Interessen benachteiligter Bevölkerungsgruppen

Die Umsetzung von Maßnahmen wie der Sicherung von Kaltluftentstehungs- und Abflussbereichen, dem Aufbau eines lokalen Hitzewarnsystems oder die Erarbeitung eines Konzepts zur Vorbereitung auf Hitzewellen sollen die Wohnqualität und Sicherheit der Bevölkerung insbesondere in dicht bebauten Innenstadtlagen verbessern, wobei der Fokus auf vulnerablen und hitzesensiblen Bevölkerungsgruppen liegt.

andere Umweltziele: z.B. Erhaltung der biologischen Vielfalt, Luftreinhaltung, Gewässerschutz, Ressourceneinsparung

Waldbauliche Strategien in Bezug auf Starkwindereignisse, steigende Temperaturen und Hitzewellen sollen die Waldflächen der Städte auf klimatische Änderungen vorbereiten.

Wer war beteiligt?

Kommunen

Formen der Beteiligung

Neben einer Akteursanalyse, in der diverse Vertreter der städtischen Verwaltung als auch sonstige kommunale und regionale Akteure mit Bezug zur Klimaanpassung eingebunden wurden, wurden bisher Verwaltungsworkshops und Befragungen der Öffentlichkeit durchgeführt.

Kooperationspartner

Stadt Remscheid, Stadt Solingen, Stadt Wuppertal, Bergische Struktur- und Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH

Wie wurde die Maßnahme umgesetzt?

Hauptverantwortliche Institution (Maßnahmenträger)Institut für Stadtbauwesen und Stadtverkehr der RWTH Aachen
https://www.isb.rwth-aachen.de/
Welches Steuerungsinstrument ist Bestandteil der Maßnahme?Freiwillige Vereinbarung, Kooperation, Informationsbereitstellung und Sensibilisierung
Finanzierung Bund

Ein Ziel des Vorhabens besteht darin ein übertragbares Qualitätsmanagement- und Evaluationssystem zu entwickeln. Dieses System soll ein Monitoring des städtischen bzw. regionalen Anpassungsfortschritts durch ein standardisiertes Berichtswesen und kontinuierliche Evaluationen leisten mit Hilfe dessen die Städte ihren Anpassungsfortschritt messen und kontinuierlich verbessern können.

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden