ACER – Developing adaptive capacity to extreme events in the Rhine basin

Hintergrund und Ziele

Das Projekt ist Teil des niederländischen Forschungsprogramms "Climate changes Spatial Planning (CcSP)" und ist verbunden mit dem NeWater-Projekt des 6. Forschungsrahmenprogramms der EU.

Das Projekt zielt darauf ab, zu identifizieren, wie der langfristige Klimawandel, sozio-ökonomische Entwicklungen Raumplanung und Politikentwicklung das Wassermanagement im Rheineinzugsgebiet beeinflussen. Das Projekt untersucht zuerst, wie langfristige Klimatrends Hoch- und Niedrigwasser beeinflussen. Ein wichtiger Aspekt ist dabei, die Eintrittswahrscheinlichkeit zukünftiger Flut- und Trockenereignisse zu quantifizieren.

Nachdem langfristige Einflüsse identifiziert sind, werden verschiedene Strategien des Wassermanagements entwickelt, um mit den Wirkungen des Klimawandels umgehen zu können. Die Strategien zielen dabei auf Deutschland und die Niederlande ab und werden mit Stakeholdern aus beiden Ländern im Rahmen von Workshops entwickelt.

Laufzeit

bis

Untersuchungsregion/-raum

Land
  • Deutschland
  • Niederlande
  • Schweiz
Bundesland
  • Bayern
Naturräumliche Zuordnung
  • Links- und rechtsrheinische Mittelgebirge
  • Oberrheingraben
  • Westdeutsche Tieflandsbucht

Schritt 1: Klimawandel verstehen und beschreiben

Ansatz und Ergebnisse 

Verwendung eines gekoppelten Models (RAMS-SWAPS-C) um die Effekte der Landnutzungsänderungen und Topographie auf den Abfluss im Rheineinzugsgebiet zu untersuchen sowie ein atmosphärisch-hydrologisches Model, das die Energie- und Wasserbilanz des ganzen Rheineinzugsgebiets beschreibt.

Parameter (Klimasignale)
  • Flusshochwasser
  • Veränderte Niederschlagsmuster
  • Niedrigwasser
Weitere Parameter 

Abflussveränderung

Zeithorizont
  • mittelfristig = bis 2050

Schritt 2a: Risiken erkennen und bewerten (Klimafolgen/-wirkungen)

Analyseansatz 

Es werden v.a. klimawandelbedingt veränderte Abflüsse im Rhein betrachtet; z.B. wird die Häufigkeit von Extremereignissen als Folge des Klimawandels zunehmen.

Schritt 3: Maßnahmen entwickeln und vergleichen

Maßnahmen und/oder Strategien 

Es werden länderübergreifende Anpassungsmaßnahmen/-strategien betrachtet, die im Rheineinzugsgebiet (v.a. im Niederrheingebiet an der Grenze zwischen den Niederlanden und Deutschland) das Wassermanagement gegenüber klimawandelbedingter Veränderung der Intensität von Extremereignissen robuster machen können. Die Strategien werden so ausgestaltet, dass sie die Anpassungskapazität im Wassermanagement erhöhen. Hierzu gehören auch spezifische raumplanerische Maßnahmen für lokale Akteure der Wasserwirtschaft. Die Effektivität der neuen Anpassungsmaßnahmen wird anhand eines integrierten hydrodynamischen Models für das gesamte Rheineinzugsgebiet evaluiert. Kriterien für diese Bewertung ist die Vermeidung bzw. Verringerung der Folgen von Extremereignissen und die Fähigkeit zur Risikoreduzierung (als Produkt von Eintrittswahrscheinlichkeit und Schaden).

Zeithorizont
  • 2011–2040 (nahe Zukunft)
  • 2021–2050 (nahe Zukunft)
  • 2036–2065

Wer war oder ist beteiligt?

Förderung / Finanzierung 

gefördert vom niederländischen BSIK-CcSP-Programm

Projektleitung 

Institute for Environmental Studies (IVM): Vrije Universiteit Amsterdam

Beteiligte/Partner 

Wageningen University & Research centre (WUR), Earth System Science and Climate Change Group;

VU University Amsterdam, Institute for Enviromental Studies (IVM);

Seecon GmBh;

Alterra;

Universitat Osnabrück;

RIZA;

WL-Delft;

Carthago;

TU Delft;

Future Water;

KNMI

Ansprechpartner

Dr. Jeroen Aerts
De Boelelaan 1087
1081 HV Amsterdam
Niederlande

jeroena.aerts @ ivm.falw.vu.nl

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Handlungsfelder:
 Raumordnung, Regional- und Bauleitplanung  Wasserhaushalt, Wasserwirtschaft