Grenzwerte für PAK in Verbraucherprodukten eingeführt

Fahrradgriff mit Gangschaltungzum Vergrößern anklicken
Auch im Fahrradgriff können PAK stecken.
Quelle: Jens Kernchen / Fotolia.com

Die EU-Kommission hat eine Ergänzung zur REACH Verordnung verabschiedet, in der für acht krebserzeugende Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) Grenzwerte festgelegt wurden.

Ab Ende 2015 dürfen Verbraucherprodukte nur noch 1 mg/kg eines der acht krebserregenden PAK enthalten. Bei  Spielzeug und Babyartikeln gilt ein Grenzwert von 0,5 mg/kg.

Auch Importeure müssen dann diese Grenzwerte einhalten. Denn Spielzeuge, Mousepad, Babyartikel, Werkzeug- und Fahrradgriffe, Badeschuhe oder Sportartikel aus Kunststoff oder Gummi können Polyzyklische Aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK) enthalten. Besorgniserregend sind vor allem die PAK, die nachweislich krebserregend sind. Sie verändern auch das Erbgut oder gefährden die Fortpflanzung. In der Umwelt werden sie kaum abgebaut und können sich im menschlichen Körper oder in Organismen in der Umwelt anreichern. Schon beim normalen Gebrauch der Produkte können PAK über die Haut, den Mund oder die Lunge in den Körper gelangen. Leider lassen sich Produkte mit PAK nicht einfach am Aussehen erkennen. Wenn sie aber deutlich unangenehm riechen, ist Vorsicht beim Kauf geboten. Gegenstände, die PAK enthalten, sollte man aus seinem Haushalt entfernen. Nutzen Sie Ihr Verbraucher-Auskunftsrecht, indem Sie die Nummer unter dem Strichcode des Produktes in das REACH-Online-Formular eintragen.

Die deutsche Fassung der EU-Verordnung vom 6. Dezember 2013 gibt den PAK-Gehalt von 0,1 mg/kg statt richtig 1 mg/kg an. Der Fehler wird in den nächsten Tagen korrigiert sein.