EUA-Bericht: Nachhaltiges Lebensmittelsystem für Europa

Junge Maispflanzen auf einem Feld.zum Vergrößern anklicken
Die Umstellung auf ein nachhaltiges Lebensmittelsystem ist möglich.
Quelle: Smileus / Fotolia.com

Eine umweltverträgliche Gestaltung von Lebensmittelproduktion, -verbrauch und -handel ist möglich, erfordert jedoch eine grundlegende Änderung der öffentlichen Einstellung und Politik. Ein Bericht der Europäischen Umweltagentur (EUA) analysiert die Herausforderungen, vor denen Europa bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Lebensmittelsystem steht.

Der EUA-Bericht "Food in a green light" analysiert nicht nur die Herausforderungen, vor denen Europa bei der Umstellung auf ein nachhaltiges Lebensmittelsystem steht. Er untersucht auch die aktuellen Chancen für Veränderungen. Die Europäische Union muss ihr Ernährungssystem umgestalten, um das von den Vereinten Nationen angestrebte Ziel einer nachhaltigen Nahrungsmittelproduktion bis 2030 zu erreichen. Zugleich strebt die Europäische Union an, bis 2050 das langfristige Nachhaltigkeitsziel "gut leben, innerhalb der Grenzen des Planeten" zu verwirklichen. 

Der am Welternährungstag veröffentlichte Bericht ist eine erste Bewertung der EUA, was eine Ökologisierung des europäischen Ernährungssystems bedeuten könnte. Er befasst sich mit dem aktuellen Stand des europäischen Ernährungssystems im Hinblick auf die Ziele der Ernährungssicherheit, der Ökosystemgesundheit sowie des sozialen und wirtschaftlichen Wohlstands.

Einen wichtigen Aspekt bildet dabei die Reduzierung und Vermeidung von Lebensmittelabfällen und -verlusten. Auf internationaler Ebene beschlossen die Vereinten Nationen mit den Zielen für eine nachhaltige Entwicklung (SDG) im September 2015, die weltweiten Nahrungsmittelabfälle pro Kopf im Handel und auf Konsumentenebene bis 2030 zu halbieren sowie die Nahrungsmittelverluste in der Produktions- und Lieferkette, einschließlich Nachernteverlusten, zu reduzieren (SDG 12.3). Diesem Ziel sieht sich auch die Bundesregierung verpflichtet und hebt die notwendige Beteiligung aller Akteure der Wertschöpfungskette hervor. Im Ernährungspolitischen Bericht 2016 wurde seitens der Bundesregierung formuliert, dass zur Erreichung des Nachhaltigkeitsziels der Reduzierung von Lebensmittelabfällen (SDG 12.3) die Initiative Zu gut für die Tonne kontinuierlich weiterentwickelt und in eine nationale Strategie gegen Lebensmittelverschwendung überführt werden soll. Wichtige Impulse zur Vermeidung und Reduzierung von Lebensmittelabfällen gehen zudem von den Umsetzungsprozessen des Abfallvermeidungsprogramms und des Nationalen Programms für nachhaltigen Konsum aus.

Teilen:
Artikel:
Drucken Senden
Schlagworte:
 Abfall  Abfallvermeidung  Lebensmittelverschwendung