Erneuerbare Energien: Wachstum 2016 deutlich verlangsamt

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Sonne, Wind und Co liefern heute etwa ein Drittel unseres Stroms.
Quelle: artJazz / Thinkstock

Das Wachstum bei den erneuerbaren Energien fiel im Jahr 2016 deutlich geringer aus als in den Vorjahren. Das zeigt die erste offizielle Schätzung für 2016 der Arbeitsgruppe Erneuerbare Energien-Statistik (AGEE-Stat). Alle Zahlen fasst ein neues Hintergrundpapier zusammen.

Die Nutzung von Energie aus Sonne, Wind und Co ist 2016 zwar voraussichtlich leicht gestiegen. Da aber der Energieverbrauch insgesamt ebenfalls gestiegen ist, fällt die Bilanz der Erneuerbaren in allen drei Sektoren (Strom, Wärme und Verkehr) moderat bis negativ aus.

Besonders im Stromsektor kann von einer im Vergleich zu den Vorjahren sehr mäßigen Entwicklung ausgegangen werden: Zwar wurde im vergangen Jahr insgesamt etwas mehr Strom aus erneuerbaren Energien erzeugt als noch 2015. Da im gleichen Zeitraum aber auch die fossile Stromerzeugung leicht zugelegt hat, stieg der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Stromerzeugung nur marginal von 31,5 auf 31,7 Prozent an.

Das Wachstum der erneuerbaren Stromerzeugung wird dabei hauptsächlich von der Wasserkraft und gestiegener Stromproduktion aus Biomasse getragen. Trotz einer wachsenden Anzahl von Solaranlagen und Windrädern wurde im Jahr 2016 witterungsbedingt weniger Strom aus Sonne und Wind erzeugt als noch im Vorjahr.

Im Wärme- und Verkehrssektor zeigten sich die erneuerbaren Energien im Jahr 2016 in etwa auf Vorjahresniveau. Beim Endenergieverbrauch für Wärme und Kälte sank der Anteil der erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr leicht von 13,5 auf 13,4 Prozent. Dabei stieg die absolute Nutzung erneuerbarer Energieträger für Wärmezwecke merklich an – gleichzeitig stieg in etwa gleichem Maße aber auch die Nutzung der konventionellen, fossilen Energieträger. Auch der Anteil der erneuerbaren Energien im Verkehrssektor sank leicht um 0,1 auf nunmehr 5,2 Prozent.