Durchblick im Siegeldschungel

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Durchblick beim Energieverbrauch mit der EU-Energieverbrauchskennzeichnung
Quelle: NicoElNino / Fotolia

Welchen Labeln kann man trauen? Diese neun besonders empfehlenswerten Umweltsiegel helfen bei der Orientierung.

Die drei bekanntesten Siegel in Deutschland sind das EU-Energielabel (95 Prozent Bekanntheitsgrad), das Bio-Siegel (95 Prozent Bekanntheitsgrad) und der Blaue Engel (92 Prozent Bekanntheitsgrad).

EU-Energieverbrauchskennzeichnung

Das Energielabel EU-Energieverbauchskennzeichnung kennt nicht nur fast jeder. Die Pflichtkennzeichnung ist auch das einzige Umweltsiegel, das von fast allen Menschen beim Kauf neuer Produkte berücksichtigt wird (84 Prozent). Eine einfache Farbskalierung bietet schnelle Orientierung. Außerdem sind der Energieverbrauch und andere zentrale Informationen auf dem Label, so dass man auch schnell den absoluten Verbrauch und die damit verbundenen Kosten erfassen kann. Denn mit dem EU-Energielabel kann man sehr viele Stromkosten sparen. Das Label ist mittlerweile auf 18 Produktgruppen Pflicht, ebenso auf Pkw.

Bio-Label

Das Bio-Label bietet ebenfalls einfache Orientierung im Supermarkt. Es kennzeichnet nach den Mindestanforderungen für Ökolandbau wie Unkrautregulierung ohne Chemie und das Verbot gentechnisch veränderter Organismen produzierte Waren und ist in Deutschland freiwillig. EU-Bio (grünes Rechteck mit weißem Sternenblatt) ist verpflichtend und mit dem deutschen Bio-Label identisch, aber in Deutschland nur 27 Prozent der Bevölkerung bekannt.

Der Blaue Engel

Das Umweltlabel Blauer Engel kennen die meisten auf Recyclingpapier und auf Farben aus dem Baumarkt. Daneben findet sich der Blaue Engel aber auch noch auf Druckern und Multifunktionsgeräten, auf Bodenbelägen und Möbeln und auf über 60 weiteren Produktgruppen und leitet so einfach und schnell den Weg zu besonders umweltfreundlichen Produkten. Auf der Blauen Engel-Seite finden sich die für die einzelnen Produktgruppen verfügbaren gelabelten Produkte.

Weitere Top-Siegel

FSC und PEFC für Holzprodukte. Beide Siegel bieten im Baumarkt und beim Möbelkauf gute Orientierung für umweltschonende Produkte aus nachhaltiger Forstwirtschaft. Vorsicht: Auf Papier sind diese Siegel nur zweite Wahl, da sie meist auf Frischfaser hinweisen. Der Blaue Engel ist die bessere Wahl.

Ok-Power und  Grüner-Strom-Label bieten schnelle Orientierung bei Ökostromangeboten – zum Beispiel werden nur Anbieter zertifiziert, die Strom zu 100 Prozent aus erneuerbaren Energien erzeugen und darüber hinaus den Ausbau der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien durch eigene Förderprojekte  beschleunigen.

Das EU Ecolabel findet sich – wie der Blaue Engel – auf vielen verschiedenen Produktkategorien. In Deutschland bietet es vor allem bei Wasch- und Reinigungsmitteln zuverlässige Orientierung für besonders umweltschonende Produkte.

MSC-Label für Fisch. Das Siegel hat in Deutschland schon einen Marktanteil von rund 64 Prozent bei wildgefangenem Fisch. Es steht für nachhaltigen Fischfang. Dieser sorgt dafür, dass die Überfischung der Fischbestände unterbunden wird und dass die Fangmethoden keine langfristigen Schäden an den Lebensräumen im Meer verursachen.

Weitere Siegel

Neben diesen neun zuverlässigen Top-Siegeln gibt es zahlreiche weitere Siegel. Infos zu allen Labels gibt es bei www.label-online.de und www.siegelklarheit.de.

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