SAICM Workshop 2016

Reagenzgläser, gefüllt mit farbigen Flüssigkeiten
© Karramba Production / Fotolia.com

Der Strategische Ansatz zum Internationalen Chemikalienmanagement bis 2020 und danach.

Hintergrund

Der Strategische Ansatz zum internationalen Chemikalienmanagement (SAICM) ist ein völkerrechtlich nicht bindendes, übergreifendes politisches Rahmenwerk zur Einbindung aller betroffenen Sektoren und Akteure, welches die globale Umsetzung des 2020-Ziels zum Chemikalienmanagement verfolgt. Mit dem SAICM Mandatsende im Jahr 2020 wird die Implementierung wirksamer Maßnahmen zum Erreichen des 2020-Ziels umso dringlicher. Gleichzeitig werden die Weichen zum internationalen Chemikalien- und Abfallmanagement nach 2020 gestellt. Da das Chemikalien- und Abfallmanagement ein wichtiges Querschnittselement der 2030-Agenda zur nachhaltigen Entwicklung ist, wird das Thema auch langfristig relevant bleiben. Das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt möchten in diesem Zusammenhang nachhaltige Chemie breiter etablieren, um das 2020-Ziel und die 2030-Agenda noch wirksamer umzusetzen.

Die vierte internationale Chemikalienmanagement Konferenz (ICCM4), das SAICM Beschlussfassungsorgan, tagte im Oktober 2015 in Genf. Im ICCM4 Beschluss zur Implementierung zum Erreichen des 2020-Ziels wurde die Overall Orientation and Guidance (OOG) verabschiedet. Die OOG beschreibt 6 Tätigkeitsbereiche und 11 Grundelemente, die zum Erreichen des 2020-Ziels erforderlich sind. Der ICCM4 Beschluss zum Chemikalien- und Abfallmanagement nach 2020 vereinbart die Durchführung einer unabhängigen Bewertung des Strategischen Ansatzes und die Einberufung eines intersessionalen Prozesses zur Gestaltung des Chemikalien- und Abfallmanagements nach 2020. Dies soll die Grundlagen eines SAICM-Folgeprozesses legen. Die Ergebnisse werden bis zur ICCM5 im Jahr 2020 erwartet. Mit der Präsidentschaft des ICCM5 Bureaus bis 2020 wird Deutschland eine tragende Rolle in der Begleitung dieses Prozesses spielen. 

Inhalt

Ziel der Veranstaltung ist der Austausch von Informationen zum aktuellen Stand zum SAICM. Schwerpunkte sollen die nationale Implementierung zum Erreichen des 2020-Ziels und Überlegungen zu einem internationalen Chemikalien- und Abfallmanagement nach 2020 sein.

Ergebnis

Zum Schluss der Veranstaltung sind die Teilnehmer/innen über den aktuellen Stand zum SAICM informiert. Die repräsentierten Gruppen und Sektoren haben über ihre Aktivitäten zum Erreichen des 2020-Ziels berichtet und über das weitere Vorgehen beraten. Die Teilnehmer/innen sind über den Stand der Diskussion zum internationalen Chemikalien- und Abfallmanagement nach 2020 informiert und können Handlungsbedarfe und Empfehlungen für ihre jeweiligen Sektoren ableiten.

Teilnehmerkreis

Die Veranstaltung richtet sich an Vertreter aus Politik (Bund und Länder), internationalen Organisationen (Europäische Kommission, Umweltprogramm der Vereinten Nationen, SAICM Sekretariat), Wirtschaft (Verbände, Unternehmen), Nichtregierungsorganisationen (NGOs), und Wissenschaft auf nationaler Ebene. Der SAICM betrifft Vertreter aller Sektoren (Umwelt, Gesundheit, Landwirtschaft, usw.), seine erfolgreiche Umsetzung erfordert die ausgewogene Beteiligung aller Stakeholder-Gruppen und Sektoren. Es wird mit 50 bis 100 Teilnehmenden gerechnet.

Organisation

Die Veranstaltung wird durch das Umweltbundesamt in Zusammenarbeit mit BiPRO GmbH durchgeführt.

Die eintägige Veranstaltung findet am 29. September 2016 in Berlin statt.

Die Veranstaltung wird in deutscher Sprache durchgeführt.

 

Literatur