Alter Wasserturm wird Deutschlands erstes Nullenergie-Hochhaus

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Der zum Hotel umgebaute Wasserturm in Radolfzell am Bodensee
Quelle: Jürgen Räffle

Auch ältere und ungewöhnliche Bauwerke können mit energetischer Gebäudesanierung Nullenergiehaus-Standard erreichen, also übers Jahr gerechnet so viel Energie gewinnen, wie sie verbrauchen. Mit Förderung des Umweltinnovationsprogramms baute ein Bauunternehmer in Radolfzell am Bodensee einen stillgelegten Wasserturm aus dem Jahr 1956 in ein dreizehnstöckiges Hotel um.

Der Wasserturm diente früher einem Milchwerk zur Wasserversorgung, war aber seit 1979 außer Betrieb und stand nicht unter Denkmalschutz.

Durch den Umbau wurde der Energieverbrauch minimiert: Die Gebäudehülle hat Passivhaus-Qualität. Wärmeschutz an Außenwänden, Dachflächen und Fenstern sowie Sonnenschutz durch Mikrolamellen und Lichtlenkjalousien verringern den Energiebedarf für Heizung und Kühlung. Die Lüftungsgeräte sorgen für ausreichend frische Luft und halten bis zu 95 Prozent der in der Abluft enthaltenen Wärme zurück.

Somit reichen eine Photovoltaikanlage, eine kleine Windkraftanlage und eine solarthermische Anlage auf dem Dach des Hotels aus, um den Energiebedarf für Lüftung, Heizung, Warmwasser und Beleuchtung in der Jahresenergiebilanz auszugleichen. Auf diese Weise entstand Deutschlands erstes Nullenergie-Hochhaus.

Insgesamt spart das Projekt jährlich rund 30 Tonnen CO2 und vermeidet durch die Stromeinspeisung ins öffentliche Netz weitere Emissionen.

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Schlagworte:
 Nullenergiehaus  Energetische Gebäudesanierung  Umweltinnovationsprogramm