Allwetterkleidung kann gefährliche Chemikalien enthalten

Wanderer mit roter Regenjacke und Rucksack wandert bei Regen durch einen Waldzum Vergrößern anklicken
Outdoorkleidung: wetterfest, aber leider manchmal mit umweltschädlichen Chemikalien
Quelle: Maridav / Fotolia.com

Ob Sommer oder Winter, ob Stadt oder Natur. Eine schicke „Outdoorjacke“ lässt Naturverbundenheit erkennen. Greenpeace hat wetterfeste Jacken und Handschuhe auf gefährliche Chemikalien testen lassen und wurde fündig.

Die identifizierten Chemikalien verhelfen zu attraktiven Eigenschaften: wasserdicht, atmungsaktiv, schmutzabweisend. Doch die Kehrseite ist, dass alle getesteten Stücke per- und polyfluorierte Chemikalien enthalten. Auch besorgniserregende Weichmacher und hormonell wirkende Alkylphenole wurden in den Jacken nachgewiesen. Greenpeace fand auch solche PFC, die in die Umgebungsluft übergehen – im Schrank oder an der Garderobe.

Einige PFC sind so stabil, dass sie in der Umwelt nicht abgebaut werden. Sie sind weltweit in Flüssen und Meeren verbreitet. Und wir alle haben sie durch Nahrung, Luft und Trinkwasser im Blut. Die bekanntesten PFC sind schädlich für die Fortpflanzung von Lebewesen. Für Menschen gibt es kein Gesundheitsproblem. Da PFC bei der Textilherstellung und beim Waschen in Gewässer gelangen können, werden sie von teirischen Organismen aufgenommen und können diese schädigen.

Das UBA schlägt der EU vor, bestimmte PFC als besonders besorgniserregende Stoffe zu regulieren. Und was können Sie tun? Überlegen Sie sich, ob Sie wasser-, öl- und schmutzabweisende Produkte benötigen. Nutzen Sie Ihr Verbraucher-Auskunftsrecht.