30 Jahre Montrealer Protokoll: Schutz von Ozonschicht und Klima

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Der Abbau der Ozonschicht durch FCKW war eines der drängendsten Umweltprobleme der 1980er Jahre.
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Am 16. September 1987 unterzeichneten 24 Staaten und die Europäische Gemeinschaft das Montrealer Protokoll. Es leitete den verpflichtenden Ausstieg aus den Fluorchlorkohlenwasserstoffen (FCKW) ein und stoppte so die weitere Zerstörung der Ozonschicht durch diese Stoffe. Der Umstieg auf Alternativen zu den FCKW mit ihrem hohen Treibhauspotenzial leistet auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Durch die weltweite Umsetzung des Montrealer Protokolls werden die ozonschichtzerstörenden Stoffe wie FCKW heute kaum noch verwendet. Die Konzentration dieser Stoffe in der Atmosphäre geht aufgrund natürlicher Abbauprozesse langsam zurück und auch das Ozonloch wird kleiner.

Weil FCKW und andere halogenierte Stoffe auch sehr wirksame Treibhausgase sind, die das Klima bis zu 14.000-fach stärker aufheizen als Kohlendioxid (CO2), hat das Montrealer Protokoll neben dem Schutz der Ozonschicht auch zum Klimaschutz beigetragen.

Mit dem Beschluss von Kigali im Oktober 2016 zur weltweiten Minderung des Verbrauchs klimaschädlicher teilfluorierter Kohlenwasserstoffe (HFKW) wurde das Montrealer Protokoll auf eine neue Stoffgruppe ausgeweitet.

In einem neuen Hintergrundpapier zum 30. Jahrestag des Montrealer Protokolls beschreibt das UBA die Entstehungsgeschichte dieses bedeutenden völkerrechtlichen Abkommens von der Entdeckung des „Ozonlochs“ bis zu seiner Unterzeichnung und Umsetzung. Darüber hinaus gibt das Hintergrundpapier Informationen zum Stand der Verwendung  von HFKW und über umweltfreundliche Ersatzstoffe und Techniken, besonders für die Klima- und Kältetechnik.