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Welche Risiken ergeben sich durch die Anwendung von Antikoagulanzien für die Umwelt?

Im Rahmen der EU-weiten Wirkstoffbewertung wurden sehr hohe Risiken durch die Anwendung von Rodentiziden mit Antikoagulanzien für Wildtiere festgestellt. Es besteht die Gefahr, dass nicht nur Ratten und Mäuse, sondern auch andere Tiere, die nicht Ziel der Bekämpfung sind (Nicht-Zieltiere), von den Ködern fressen und dadurch unabsichtlich vergiftet werden. In diesem Fall spricht man von einer Primärvergiftung. Eine sehr hohe Vergiftungs¬gefahr besteht auch für Tiere, die vergiftete Nager fressen. Sie können noch an dem Gift sterben, das sich im Nager befindet. So sind vor allem Raubvögel, wie Mäusebussarde oder Eulen (s. Abb. 5.), aber auch räuberische Säuger, wie Füchse und Wiesel, stark gefährdet. Diese indirekte Art der Vergiftung wird als Sekundärvergiftung bezeichnet. Der Grund für diese hohen Risiken liegt darin, dass die Blut¬gerinnung in Säugetieren und Vögeln in etwa gleich abläuft. Da Antikoagulanzien die Blutgerinnung hemmen, sind sie für alle diese Lebewesen giftig, ganz egal ob Schädlinge, Wildtiere oder Menschen. Dies betrifft sowohl Antikoagulanzien der 1. als auch der 2. Generation. 

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der pdf-Version der „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien".

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Schlagworte:
 Antikoagulanzien

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt