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Warum werden diese Auflagen jetzt erteilt, obwohl es Rattenbekämpfungsmittel schon seit langer Zeit gibt?

Bisher waren fast alle Biozid-Produkte staatlicherseits ungeprüft auf dem deutschen Markt erhältlich. Weder deren Wirksamkeit noch die Risiken, die sich aus der Nutzung für Mensch und Umwelt ergeben können, wurden von Behörden bewertet (Ausnahmen: Trinkwasser-Desinfektionsmittel, das Gros der Holzschutzmittel, gelistete Produkte nach IfSG §18). Mit dem Inkrafttreten der Biozid-Richtlinie 98/8/EG werden seit 2003 sukzessive alle bioziden Wirkstoffe in einem EU-weiten Verfahren hinsichtlich ihrer Risiken für Mensch und Umwelt bewertet. Seit 2010 läuft in Deutschland das nationale Zulassungsverfahren für Biozid-Produkte mit zuvor bewerteten und genehmigten Wirkstoffen. Als erste Produkte wurden u.a. Nagetierbekämpfungsmittel (Rodentizide) geprüft. Dabei wurden für die Verwendung von Rodentiziden mit blutgerinnungshemmenden Wirkstoffen (Antikoagulanzien) erhebliche Umweltrisiken und Risiken der Resistenzentwicklung festgestellt. Aus diesem Grund wurden Auflagen und Anwendungsbestimmungen festgelegt, die diese Risiken minimieren sollen. 

Ausführliche Informationen dazu finden Sie in der pdf-Version der „Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Nagetierbekämpfung mit Antikoagulanzien".

 

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Schlagworte:
 Antikoagulanzien

Das Umweltbundesamt

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