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Wann ist der Einsatz von Pflanzenschutzmitteln und Bioziden gegen Eichenprozessionsspinner angemessen?

Erst wenn sich die oben genannten alternativen Maßnahmen nicht durchführen lassen,  oder sich als nicht ausreichend erweisen, sollen biologische (d.h. mittels Bacillus thuringiensis kurstaki) oder chemische  Bekämpfungsmaßnahmen in Erwägung gezogen werden. Hierfür stehen derzeit verschiedene Produkte, zum Teil für die Anwendung unter Pflanzenschutzrecht, zum Teil für die Anwendung unter Biozidrecht zur Verfügung . Diese sind im Einzelnen:

  • Dipel ES, bzw. Foray ES (Wirkstoff: Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki (B.t.k.))
  • Dimilin 80WG (Wirkstoff: Diflubenzuron) (Pflanzenschutzzulassung Ende 2014 ausgelaufen, Aufbrauchsfrist bis Juni 2016; Aufbrauchfrist nach Biozidrecht endet am 01.02.2016))
  • NeemProtect (Wirkstoff: Margosa-Extrakt/Azadirachtin)
  • Karate Forst flüssig (Wirkstoff: λ-Cyhalothrin)

Umweltreundlicher sind biologische Produkte auf der Basis von Bacillus thuringiensis subsp. kurstaki. Darum sollten diese gegenüber einer chemischen Bekämpfung bevorzugt werden.  Der Vorteil: sie wirken selektiv auf freifressende Schmetterlingsraupen, zu denen auch der Eichenprozessionsspinner zählt. Andere Gruppen von Insekten werden durch diese Produkte weniger direkt geschädigt.  Chemische Breitbandinsektizide wirken demgegenüber auf alle Lebensstadien von Insekten gleichermaßen. Daher sollten solche Produkte möglichst nur in Ausnahmefällen zur Bekämpfung des Eichenprozessionsspinners in Betracht gezogen werden.

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Schlagworte:
 Eichenprozessionsspinner

Das Umweltbundesamt

Für Mensch und Umwelt