Der Klimawandel aus geowissenschaftlicher Sicht

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Deutschland
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Während der gesamten Erdgeschichte unterlag das Klima großen Schwankungen – lange bevor der Mensch massiv in diese Abläufe eingegriffen hat. So war es in der Kreidezeit und im frühen Känozoikum, der Erdneuzeit, deutlich wärmer als heute und die Pole waren eisfrei. Seit nunmehr 55 Millionen Jahren ist die Klimageschichte vor allem durch ein Thema geprägt: die Abkühlung der Erde. Vor 36 Millionen Jahren vereiste die Antarktis und seit 2,7 Millionen Jahren ist unser Planet auf beiden Polen eisbedeckt.

Es ist eine zentrale Frage der klimaforschenden Geowissenschaften, inwieweit diese Prozesse durch den menschgemachten Klimawandel revidiert werden können und in welchen Zeiträumen das passiert. Das Klima hat sich auch auf weitaus kürzeren Zeitskalen, von Jahrtausenden bis Dekaden, regional drastisch verändert. Gerade die dekadischen Klimaschwankungen hatten einen wesentlichen Einfluss auf den Lebensraum des Menschen und haben immer wieder die Geschichte früher Hochkulturen geprägt. Beispiele dafür sind die Maya-Kultur und die dynastische Entwicklung Chinas.

Referent:
Prof. Dr. Gerald H. Haug, Max-Planck-Institut für Chemie und Eidgenössische Technische Hochschule Zürich

Veranstalter: Universität im Rathaus Mainz

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