SDGs: Herausforderung für die Nachhaltigkeitspolitik

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SDGs-Poster "17 goals to transform our world"
Quelle: UN Communication Material

Nach Verabschiedung der globalen Nachhaltigkeitsziele (SDGs) durch die UN-Mitgliedsstaaten im September 2015, setzt sich das Umweltbundesamt für die Umsetzung der SDGs auf allen Ebenen ein. Neben der nationalen bzw. kommunalen Umsetzung der SDGs liegt ein Schwerpunkt der Arbeit des Umweltbundesamtes im Bereich Nachhaltigkeit auf der Umsetzung der SDGs auch auf Ebene der EU.

Am 25. September 2015 haben die Staats- und Regierungschefs auf dem UN-Nachhaltigkeitsgipfel die 2030-Agenda „Transforming our world: the 2030-Agenda for Sustainable Development“ einschließlich der 17 globalen Nachhaltigkeitsziele (Sustainable Development Goals, SDGs) und ihren 169 Unterzielen (Targets) verabschiedet. Die transformative 2030-Agenda hat sich zum Ziel gesetzt, die weltweite Entwicklung sozial, ökologisch und ökonomisch nachhaltig zu gestalten. Damit gibt es erstmals einen universell gültigen Zielkatalog, der Entwicklungs- und Umweltaspekte zusammenfasst. 

Neben Armuts- und Hungerbekämpfung sind Gesundheit und Bildung, Schutz der natürlichen Ressourcen und natürlichen Lebensgrundlagen, nachhaltige Produktions- und Konsumweisen, Frieden und Sicherheit, Gerechtigkeit und Bekämpfung von Ungleichheit, Rechtsstaatlichkeit und Demokratie elementare Bestandteile der 2030-Agenda.

Umsetzung der SDGs auf europäischer Ebene

Eine Umsetzung der SDGs erfolgt primär auf Ebene der UN-Mitgliedsstaaten. Neben der nationalen Umsetzung ist die Umsetzung der SDGs auf EU-Ebene von hoher Bedeutung: Viele SDGs sind insbesondere im Umweltbereich eng mit den entsprechenden EU-Politiken verzahnt. Die Erarbeitung, Änderung oder Novellierung der entsprechenden Strategien und Rechtsvorschriften fällt in Zusammenarbeit mit den EU-Mitgliedsstaaten und dem Europäischen Parlament in den Zuständigkeitsbereich der Europäischen Kommission. 

Wie die Umsetzung der 2030-Agenda durch die EU ergänzend zur nationalen Umsetzung gestaltet werden soll, wird derzeit auch in Brüssel und in den EU-Mitgliedsstaaten diskutiert. Karl Falkenberg, ehemaliger Generaldirektor der GD Umwelt, wurde in seiner neuen Funktion als Senior Adviser for Sustainable Development des European Political Strategy Center beauftragt, Ansätze für Nachhaltigkeit in der EU auszuarbeiten. Sein Bericht wurde im Juli 2016 veröffentlicht.

UBA fordert Neustart der EU-Nachhaltigkeitspolitik



Vor diesem Hintergrund hat das Umweltbundesamt einen Diskussionsbeitrag für einen Neustart der EU-Nachhaltigkeitspolitik erarbeitet.Es wurden zwölf Handlungsfelder im umweltpolitischen Zuständigkeitsbereich des UBA identifiziert, die sich auf nachhaltigen Konsum und seine Voraussetzungen, nachhaltige Produktionsweisen und die Transformation der Wirtschaft sowie auf den Schutz von menschlicher Gesundheit und den Schutz der Umwelt beziehen. Aus der Analyse der Defizite bestehender Regelungen auf europäischer Ebene wurden Zielsetzungen und erforderliche Maßnahmen für eine nachhaltige Entwicklung in der EU formuliert. Das Positionspapier ist in deutscher und englischer Sprache verfügbar. 

Darüber hinaus arbeitet und forscht das Umweltbundesamt in einer Reihe weiterer Themenbereiche für mehr Nachhaltige Entwicklung und für eine ambitionierte Umsetzung der SDGs. Beispiele hierfür sind: Chemikalien-Management und Nachhaltige Chemie, Bodenschutz, ressourceneffiziente Landnutzung, nachhaltige Stadtentwicklung.