Sie sind hier: Startseite > Raumbezogene Umweltplanung - Aktuelles
Letzte Änderung: 14.11.2011
Das BMU hat den nationalen Bericht zur Umsetzung des integrierten Küstenzonenmanagements (IKZM) in Deutschland im März 2011 der EU-Kommission zugeleitet. Der mit fachlicher Unterstützung des UBA erstellte Bericht informiert die über die Fortschritte in den Jahren 2006-2010. Die IKZM-Berichte der einzelnen EU-Küstenstaaten bilden für die EU-Kommission eine wichtige Grundlage für Optionen zur Weiterentwicklung des IKZM in Europa (Follow-up zur Empfehlung 2002/413/EG).
Der hohe Flächenverbrauch in Deutschland kann eingedämmt werden, wenn wir für neue Bauvorhaben auf Brachflächen statt auf die „Grüne Wiese“ gehen. Um diese wieder neu zu nutzen, müssen vorab die planungs- und baurechtlichen Voraussetzungen geschaffen werden. Ein Sanierungsplan nach Bundes-Bodenschutzgesetz kann diesen Prozess beschleunigen. Das UBA hat gemeinsam mit der Fa. HPC HARRESS PICKEL CONSULT AG im Rahmen eines Forschungsvorhabens des BMBF eine Broschüre erarbeitet, in der dafür geworben wird.
Der vom UBA geförderte Wettbewerb „Lust op dat Meer“ soll Kommunen und Regionen unterstützen, die Entwicklungsmöglichkeiten an den Küsten von Nord- und Ostsee besser zu nutzen. Eine Fachjury wählte aus insgesamt 17 Bewerbungen fünf Modellprojekte aus, die das schleswig-holsteinische Innenministerium Anfang Juli in Kiel präsentierte. Die Projekte sollen Vorbildfunktion für andere, ähnlich strukturierte Küstenregionen haben und in andere deutsche Küstenländer ausstrahlen. Sie sind damit wichtige Bausteine bei der Umsetzung der nationalen Strategie zum integrierten Küstenzonenmanagement (IKZM).
Die zu hohe Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen stellte
in Deutschland auch 2008 mit z. Zt. ca. 113 ha pro Tag eines der bedeutendsten Umweltprobleme
der heutigen Zeit dar. Den Flächenverbrauch zu senken, die Versiegelung des Bodens zu verringern und ein kooperatives Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zu erzielen ist Thema dieses Positionspapiers, das grundsätzliche Forderungen enthält.
Der hohe Flächenverbrauch in Deutschland kann eingedämmt werden, wenn wir für neue Bauvorhaben auf Brachflächen statt auf die „Grüne Wiese“ gehen. Dass Flächenrecycling sich (fast) immer und überall für alle Beteiligten lohnen kann, zeigt eine Studie im Auftrag des UBA, in der am Beispiel alter Bahnflächen die Wirtschaftlichkeit der verschiedenen Nutzungsoptionen bewertet wurde. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen für die am Flächenrecycling Beteiligten.
In Deutschland nimmt die Siedlungs- und Verkehrsfläche
immer weiter zu. Ein Grund: Das Bauen „auf der grünen Wiese” ist für die Beteiligten besonders kostengünstig. Für die Allgemeinheit entstehen so jedoch hohe Kosten für die Infrastrukturen. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen, um die Kosten der Baulandentwicklung sichtbar zu machen und Fehlanreize abzubauen. So könnten Folgekosten für die Allgemeinheit und die Flächeninanspruchnahme reduziert werden.
Der demographische Wandel kann zum Verfall der Immobilienwerte und damit zu erheblichen Vermögensverlusten in zahlreichen Regionen Deutschlands führen. „Wir müssen uns vom Ballast unnötiger Infrastrukturen und Gebäude befreien und Erhaltenswertes wetterfest machen”, sagte der ehemalige UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge und rief Bund, Länder und Kommunen auf, den Folgen des demographischen Wandels jetzt zu begegnen, um sie zu mildern.
Städtische Planung steht beim Thema Lärm fortwährend in einen Konflikt zwischen den Anforderungen des Wohnungsmarktes und der Wirtschaft. Gewerbegebiete und Verkehrswege für den Transport von Gütern erzeugen Lärm und beeinträchtigen die Ruhe angrenzender Wohngebiete. Diese Problematik wurde im Vorhaben "Praxisorientierter Umgang mit Lärm in der räumlichen Planung und im Städtebau - PULS" bearbeitet und Lösungswege dargestellt.
Das Forschungsprogramm REFINA des BMBF, BMVBS und BMU verfolgt eines der Ziele der nationalen Nachhaltigkeitsstrategie: Flächensparen. Das UBA war an der Auswahl der Projekte, an Expertenworkshops und Forschungsbegleitkreisen beteiligt. Der neue, vierte Band der REFINA-Schriftenreihe stellt die entwickelten und erprobten Ansätze zur Kommunikation einer nachhaltigen Flächennutzung aus der Perspektive unterschiedlicher Akteure vor.
2009 nahmen konjunkturbedingt die Baufertigstellungen ab. Dementsprechend sank auch die Flächenneuinanspruchnahme durch Siedlungen und Verkehr auf 94 Hektar pro Tag im 4-Jahres-Mittel von 2006 bis 2009 und auf 78 Hektar pro Tag. Um jedoch eine nachhaltige - das heißt auf Dauer ökonomisch solide, sozial gerechte und umweltschonende - Siedlungsentwicklung zu erreichen, werden künftig intelligentere Methoden des Flächensparens benötigt als Wirtschaftskrisen.
Als Ansprechpartner und Vermittler bei Themen und Aktivitäten an der deutschen Nord- und Ostseeküste hat das Küsten-Kontor im Dezember 2009 seine Arbeit aufgenommen. Das Küsten-Kontor fördert länderübergreifend die Zusammenarbeit der Küstenakteure mit dem Ziel, Nutzungsansprüche und Schutzinteressen im Küstenraum in Einklang zu bringen.
Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Dies reicht schon heute nicht aus, um unseren Verbrauch an landwirtschaftlichen Produkten (Nahrungsmittel und Biomasse) zu decken. Etwa ein Fünftel zusätzliche Anbaufläche benötigen wir im Ausland. Eine Ausweitung der Biomassenutzung in Deutschland würde unseren Flächenbedarf im Ausland weiter erhöhen. Ackerland muss deshalb geschützt werden und darf nicht weiter durch Zersiedelung verloren gehen.
Noch immer wird zu viel Fläche für Siedlungen und Verkehr verbraucht, nämlich 113 ha pro Tag (2004 bis 2007). Ziel der Bundesregierung ist, bis 2020 die Zersiedelung auf 30 ha pro Tag zu begrenzen. Das UBA empfiehlt, eine Obergrenze für die künftige jährliche Siedlungsausweitung festzulegen. Diese Flächenkontingentierung - analog den Emissionsrechten im Klimaschutz - sowie der Handel mit den Kontingenten soll die Zersiedelung bremsen und langfristig in vertretbare Bahnen lenken.
Jeder Mensch in Deutschland beanspruchte 2008 im Durchschnitt 564 Quadratmeter für Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Erholung, mit steigender Tendenz. Dabei wachsen einerseits Neubaugebiete auf der grünen Wiese, andererseits stehen innerorts immer mehr Wohnungen, Gebäude oder Grundstücke leer. Das Umweltbundesamt arbeitet intensiv an Vorschlägen, die ökonomischen Randbedingungen so zu reformieren, dass Zersiedelung gebremst und Innenentwicklung gefördert wird.
Das ROG schreibt vor, dass Ziele und Grundsätze der Raumordnung u.a. zum Schutz der Meeresumwelt in der deutschen AWZ aufzustellen sind. Im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden "Umweltanforderungen an die Raumordnung in der AWZ" in einem Forschungszwischenbericht formuliert. Zum Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche AWZ (Stand: 13.06.08) hat das UBA Stellung genommen.
Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig und mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie, erläutert die UBA-Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen".