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Letzte Änderung: 03.02.2010
Die Förderung von Forschungsprojekten und Modellvorhaben durch die Bundesregierung soll die Flächenneuinanspruchnahme für Siedlungen und Verkehr bis zum Jahr 2020 auf 30 Hektar pro Tag reduzieren helfen. Noch 1993 lag die Flächenneuinanspruchnahme bei 120 ha/Tag, stieg bis 2000 auf 131 ha/Tag, um seither abzusinken. 2008 wurde mit 95 ha/Tag der bisher niedrigste Stand erreicht.
In Deutschland nimmt die Siedlungs- und Verkehrsfläche
immer weiter zu. Ein Grund: Das Bauen „auf der grünen Wiese” ist für die Beteiligten besonders kostengünstig. Für die Allgemeinheit entstehen so jedoch hohe Kosten für die Infrastrukturen. Die Studie gibt Handlungsempfehlungen, um die Kosten der Baulandentwicklung sichtbar zu machen und Fehlanreize abzubauen. So könnten Folgekosten für die Allgemeinheit und die Flächeninanspruchnahme reduziert werden.
Der demographische Wandel kann zum Verfall der Immobilienwerte und damit zu erheblichen Vermögensverlusten in zahlreichen Regionen Deutschlands führen. „Wir müssen uns vom Ballast unnötiger Infrastrukturen und Gebäude befreien und Erhaltenswertes wetterfest machen”, sagte der ehemalige UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge und rief Bund, Länder und Kommunen auf, den Folgen des demographischen Wandels jetzt zu begegnen, um sie zu mildern.
Wie wir bauen, wohnen und siedeln schadet der Umwelt mehr als nötig. Unsere
Häuser und Wohnungen verbrauchen zu viel Energie, mehr Fläche als nötig und
mit Baumaterialien gehen wir wenig sparsam um. Das muss sich ändern. Wie,
erläutert die UBA-Broschüre "Nachhaltiges Bauen und Wohnen" vom November 2008.
Das ROG schreibt vor, dass Ziele und Grundsätze der Raumordnung u.a. zum Schutz der Meeresumwelt in der deutschen AWZ aufzustellen sind. Im Auftrag des Umweltbundesamtes wurden "Umweltanforderungen an die Raumordnung in der AWZ" in einem Forschungszwischenbericht formuliert. Zum Entwurf des Raumordnungsplans für die deutsche AWZ (Stand: 13.06.08) hat das UBA Stellung genommen.
Jeder Mensch in Deutschland beanspruchte 2008 im Durchschnitt 564 Quadratmeter für Wohnen, Arbeiten, Mobilität und Erholung. Die Siedlungs- und Verkehrsfläche nimmt täglich um weitere 113 ha pro Tag zu. In einem Hintergrundpapier werden die unerwünschten Folgen für die Umwelt und die volkswirtschaftlichen und sozialen Probleme beschrieben. Aufgezeigt wird, was Entscheidungsträger und jeder einzelne Bürger tun müssen, um den Trend zur Zersiedelung zu stoppen.
Die zu hohe Flächeninanspruchnahme für Siedlungs- und Infrastrukturmaßnahmen stellte
in Deutschland auch 2008 mit z. Zt. ca. 113 ha pro Tag eines der bedeutendsten Umweltprobleme
der heutigen Zeit dar. Den Flächenverbrauch zu senken und ein kooperatives Miteinander von Landwirtschaft und Naturschutz zu erzielen ist Thema dieses Positionspapiers, das grundsätzliche Forderungen enthält.
Das Umweltbundesamt hält es für notwendig,
die ökonomischen Randbedingungen, die die Flächeninanspruchnahme
für Siedlungen und Verkehr begünstigen, grundlegend zu reformieren. Der seit Jahren konstant hohe Flächenverbrauch wird immer
mehr zu einem finanziellen und sozialen Risiko für Bund, Städte
und Gemeinden.
Als Ansprechpartner und Vermittler bei Themen und Aktivitäten an der deutschen Nord- und Ostseeküste hat das Küsten-Kontor im Dezember 2009 seine Arbeit aufgenommen. Das Küsten-Kontor fördert länderübergreifend die Zusammenarbeit der Küstenakteure mit dem Ziel, Nutzungsansprüche und Schutzinteressen im Küstenraum in Einklang zu bringen.
Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Dies reicht schon heute nicht aus, um unseren Verbrauch an landwirtschaftlichen Produkten (Nahrungsmittel und Biomasse) zu decken. Etwa ein Fünftel zusätzliche Anbaufläche benötigen wir im Ausland. Eine Ausweitung der Biomassenutzung in Deutschland würde unseren Flächenbedarf im Ausland weiter erhöhen. Ackerland muss deshalb geschützt werden und darf nicht weiter durch Zersiedelung verloren gehen.
Noch immer wird zu viel Fläche für Siedlungen und Verkehr verbraucht, nämlich 113 ha pro Tag (2004 bis 2007). Ziel der Bundesregierung ist, bis 2020 die Zersiedelung auf 30 ha pro Tag zu begrenzen. Das UBA empfiehlt, eine Obergrenze für die künftige jährliche Siedlungsausweitung festzulegen. Diese Flächenkontingentierung - analog den Emissionsrechten im Klimaschutz - sowie der Handel mit den Kontingenten soll die Zersiedelung bremsen und langfristig in vertretbare Bahnen lenken.
113 Hektar wurden in Deutschland im Jahr 2008 jeden Tag neu besiedelt: mit Wohnungen, Straßen oder Gewerbeflächen. Das entspricht 160 Fußballfeldern. Ein Flyer des UBA erläutert, warum das ein Problem ist und enthält Tipps, wie der Flächenverbrauch zu reduzieren ist.
Seit 2003 ist die Bevölkerungszahl in Deutschland regional unterschiedlich rückläufig. Das wird den Prognosen zufolge auch langfristig so bleiben. In einem Projekt des Umweltbundesamtes wurden die Wirkungen des demographischen Wandels auf Siedlungen und Infrastrukturen unter Umweltaspekten analysiert und 2007 wurden Anpassungsstrategien für eine zukunftsfähige Entwicklung entworfen.
Städtische Planung steht beim Thema Lärm fortwährend in einen Konflikt zwischen den Anforderungen des Wohnungsmarktes und der Wirtschaft. Gewerbegebiete und Verkehrswege für den Transport von Gütern erzeugen Lärm und beeinträchtigen die Ruhe angrenzender Wohngebiete. Diese Problematik wurde im Vorhaben "Praxisorientierter Umgang mit Lärm in der räumlichen Planung und im Städtebau - PULS" bearbeitet und Lösungswege dargestellt.