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Raumbezogene Umweltplanung

Glossar der raumbezogenen Umweltplanung

Letzte Änderung: 28.03.2012

 

Glossar - Stichwortsuche

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Stichwort: EU [24 Treffer]

Bauingenieurwesen Das Bauingenieurwesen ist ein Studiengang des Ingenieurwesens. Es befasst sich mit der Konzeption, Planung, Berechnung, Herstellung und dem Betrieb von Bauwerken des Hoch-, Tief- und Wasserbaus.
Charta der Europäischen Städte und Gemeinden (Auf dem Weg zur Zukunftsbeständigkeit, Charter of European Cities and Towns Towards Sustainability) Auf der Europäischen Konferenz "Städte und Gemeinden für eine dauerhafte Entwicklung" vom 14. - 27. Mai 1994 in Aalborg/ Dänemark durch Konsens angenommene Erklärung über Ziele und Maßnahmen zur Umsetzung des Prinzips der Nachhaltigkeit auf kommunaler Ebene (Bsp. Dauerhafte Flächennutzungs- und Mobilitätsstrukturen). Die unterzeichnenden Städte verpflichten sich gleichzeitig, an einer europäischen Kampagne "Städte und Gemeinden für eine dauerhafte Entwicklung" mitzuwirken. Darüber hinaus soll entsprechend der AGENDA 21 des UN-Gipfels in Rio bis 1996 in den Gemeinden ein Konsens über einen langfristigen kommunalen Aktionsplan für eine umweltgerechte Entwicklung (Lokale AGENDA 21) herbeigeführt werden.
Energie, erneuerbare Erneuerbare Energien, auch regenerative Energien genannt, stammen aus praktisch unbegrenzt zur Verfügung stehenden Energieträgern. Die Hauptträger und ihre Quellen sind: Solarstrahlung/Sonne, Erdwärme/Erde (Geothermie), Gezeitenkraft/Mond, Windkraft/Sonne und Wasserkraft/Sonne und Erde sowie Biomasse, einschließlich Biogas, Deponiegas und Klärgas sowie aus dem biologisch abbaubaren Anteil von Abfällen aus Haushalten und Industrie. Unterschieden wird erneuerbare von nicht erneuerbaren, fossilen Energieträgern (z.B. Kohle, Erdöl, Erdgas), deren Vorräte begrenzt sind.

Gesetzliche Regelungen:(mehr)
ENeuOG Das Gesetz zur Neuordnung des Eisenbahnwesens (Eisenbahnneuordnungsgesetz) vom 27. Dezember 1993 entstand aus der Notwendigkeit, die EG-Richtlinie 91/440 „Zur Entwicklung der Eisenbahnunternehmen der Gemeinschaft“ in deutsches Recht umzusetzen.
EU Europäische Union. Die Bezeichnung Europäische Union hat heute in der Umgangssprache die Europäische Gemeinschaft ersetzt, jedoch bleiben EU und EG juristisch unterschiedliche Begriffe. Anders als die EU verfügt die EG über völkerrechtliche Handlungsfähigkeit.
EUA Europäische Umweltagentur (engl. European Environmental Agency (EEA))
EURATOM Die Europäische Atomgemeinschaft wurde am 25. März 1957 durch die Römischen Verträge von Frankreich, Italien, den Beneluxstaaten und Deutschland gegründet. Seit 1965 ist sie neben der Montanunion (EGKS) und der ebenfalls durch Römischen Verträge eingeführte Europäische Wirtschaftsgemeinschaft (EWG) Bestandteil der Europäischen Gemeinschaften (EG).
EUREK Europäisches Raumentwicklungskonzept. Mit dem EUREK verständigten sich Mitgliedstaaten und Kommission auf gemeinsame räumliche Ziele bzw. Leitbilder für die zukünftige Entwicklung des Territoriums der Europäischen Union.
Europäische Gemeinschaft, Kompetenzen der Die Art der Kompetenzen, die die EU (Rechtsnachfolge der EG) besitzt, ist je nach Politikfeld unterschiedlich. Kompetenzen der Europäischen Gemeinschaften (EG) für den Bereich Umweltpolitik, wozu auch die Raumordnung gezählt, werden gem. Art. 174 ff. des Vertrags zur Gründung der Europäischen Gemeinschaften (EGV) geregelt. Außerdem trägt die Europäische Gemeinschaft zum Auf- und Ausbau transeuropäischer Netze in den Bereichen Verkehr, Telekommunikation und Energieinfrastruktur bei (Art. 154 EGV). Die Europäische Gemeinschaft hat in diesen Bereichen keine Verwaltungskompetenzen.
Europäische Raumordnungscharta (CEMAT) Wurde von der Europäischen Raumministerkonferenz (EMKRO) 1983 verabschiedet und legte einen Orientierungsrahmen fest (CEMAT-Leitlinien). Themen sind die Förderung einer sozialen und wirtschaftlichen Entwicklung der Region, die Erhöhung der Lebensqualität der Bürger, verantwortungsbewusste Bewirtschaftung der natürlichen Ressourcen und der Schutz der Umwelt sowie planmäßige und rationelle Nutzung des Raumes.
Europäische Raumordnungsministerkonferenz (EMKRO) Gremium der für die Raumordnung zuständigen Minister der Mitgliedstaaten des Europarates, in dem Grundsatzfragen der Raumordnung von europäischer Bedeutung gemeinsam beraten und insbesondere Empfehlungen abgegeben werden.
Europäische Umweltagentur (EUA) Die Europäische Umweltagentur (engl. European Environmental Agency (EEA)) ist eine Einrichtung der Europäischen Union. Ihre Aufgabe besteht darin, zuverlässige und unabhängige Informationen über die Umwelt zur Verfügung zu stellen. Die EUA ist eine wichtige Informationsquelle für all jene, die mit der Entwicklung, Festlegung, Umsetzung und Bewertung der Umweltpolitik befasst sind, sowie für die allgemeine Öffentlichkeit. Die EUA hat gegenwärtig 32 Mitgliedsländer.
Europäisches Raumentwicklungskonzept (EUREK) Ein Raumentwicklungskonzept auf europäischer Ebene, das auf der Grundlage des Berichts "Europa 2000 - Perspektiven für die künftige Raumordnung der Gemeinschaft" im Zuge der Schaffung der Europäischen Union (EU) vom informellen Raumordnungsministerrat am 10. und 11. Mai 1999 in Potsdam verabschiedet wurde. Es liefert nationalen Raumentwicklungspolitiken und Fachpolitiken der Europäischen Union räumlich übergreifende Leitbilder und Ziele, die in allen Regionen der EU gleichzeitig verfolgt und in ihren Wechselwirkungen berücksichtigt werden sollen.
European Academy of the Urban Environment (EA.UE) Europäische Akademie für städtische Umwelt, finanziell unterstützt vom Land Berlin und der EG-Kommission. Es organisiert Projekte, Partnerschaftsvereinbarungen und Seminare, deren Ziel es ist, den Gedanken- und Erfahrungsaustausch zwischen kommunalen Entscheidungsträgern und Umweltexperten im Hinblick auf eine nachhaltige Stadtentwicklung zu fördern.
Eutrophierung Durch Menschen verursachte Nährstoffanreicherung in einem Gewässer (oder Boden), damit verbunden ist ein übermäßiges pflanzliches Wachstum.

Abwasser und Ausschwemmungen von gedüngten landwirtschaftlichen Flächen transportieren große Mengen Nährstoffe (Spurenelemente, Phosphate und Nitrate) mit sich und gelangen so in die Gewässer. Dadurch wird das Wachstum von Wasserpflanzen gefördert und in den oberen Wasserschichten Sauerstoff freigesetzt, während abgestorbene Pflanzen in tiefere sauerstoffarme Schichten absinken. Dort werden sie von Bakterien unter Verbrauch von Sauerstoff zersetzt, so dass sich im Gewässer ein Mangel an Sauerstoff herstellt.
Feuchtgebiete Wasserbeeinflusste Landschaftsteile oder Gewässer, die wichtige Lebensstätten charakteristischer Tier- und Pflanzenarten darstellen, wie z.B. Moore, Sümpfe, Röhrichte, Nasswiesen und Quellbereiche. Im Zusammenhang mit der Ramsar - Konvention hat sich die Bundesrepublik Deutschland zum Schutz und Erhalt von Feuchtgebieten mit internationaler Bedeutung verpflichtet.
Flurneuordnung Umsetzung der Flurbereinigung, mit der ländliche Räume neugeordnet werden, um die land- und forstwirtschaftliche Erzeugung sowie die allgemeine Landeskultur zu fördern.
Ingenieurkammer, Bundes Die Bundesingenieurkammer (BIngK) vertritt die sechzehn deutschen Länderingenieurkammern auf der Bundesebene und bei der Europäischen Union. Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Beratende aus dem Ingenieurwesen.
Ingenieurkammer, Landes Jedes der 16 Bundesländer Deutschlands verfügt über eine Ingenieurkammer:Im Zentrum ihrer Arbeit stehen Beratende Ingenieure der jeweiligen Länder, deren verantwortungsvolle Tätigkeit durch die Ingenieurgesetze der Länder geregelt wird.
Ingenieurwesen Das Ingenieurwesen umfasst die angewandten Wissenschaften, die sich mit der technischen Entwicklung oder auch der Konstruktion sowie mit der Produktionstechnik beschäftigen. Das Bauingenieurwesen ist, unter anderen Ingenieurwesen, dabei die klassische angewandte Wissenschaft.
Kompetenzen der Europäischen Gemeinschaft S. unter Europäische Gemeinschaften
Planungsbeschleunigungsgesetze Zur Beschleunigung und Vereinfachung von Planungsverfahren, insbesondere unter dem Aspekt eines schnellen Aufbaus der Siedlungs- und Infrastruktur in den neuen Ländern, wurden sog. Planungsbeschleunigungsgesetze verabschiedet. Aus Umweltsicht ist darauf hinzuwirken, dass bei der Umsetzung der Gesetze an den materiell-inhaltlichen Umweltqualitätsmaßstäben keine Abstriche gemacht werden. Einige Gesetze seien hier beispielhaft genannt:
Raumbedeutsamkeit Bedeutet, dass bestimmte Vorhaben in einer Weise Raum beanspruchen, die wegen ihrer Bedeutsamkeit Abstimmungsverfahren benötigen. So ist z. B. ein Vorhaben, das die räumliche Entwicklung oder Funktion eines Gebietes beeinflusst, raumbedeutsam (vgl. § 3 Nr. 6 Raumordnungsgesetz (ROG)).
Schleuse Eine Schleuse ist ein großes Wasserbecken, mit dem ein Schiff unterschiedliche Höhen eines Flusses überwinden kann. Das Becken ist auf beiden Seiten mit Toren verschlossen. Durch Füllung bzw. Entleerung des Beckens steigt oder sinkt der Wasserspiegel im Becken, wodurch das Schiff gehoben bzw. abgesenkt wird. Hierbei fließt das Wasser beim Heben aus dem höher gelegenen Gewässer in die leere Schleusenkammer. Beim Senken wiederum fließt das Wasser aus der Schleusenkammer in das tiefer gelegene Gewässer, so dass dadurch Wasser - und somit das jeweilige Schiff - vom höher gelegenen in das tiefer gelegene Gewässer transportiert werden kann.
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