Rad- und Fußverkehr

Fußgänger überqueren die Straße über einen Zebrastreifen.zum Vergrößern anklicken
Fußgänger haben Vorfahrt: Der Verzicht auf das Auto entlastet die Umwelt.
Quelle: Radu Razvan / Fotolia.com

Zu-Fuß-Gehen und Radfahren sind leise, verbrauchen keine fossile Energie, belasten die Umwelt nicht mit Schadstoffen und benötigen nur wenig Raum. Es sind daher die umwelt- und stadtverträglichsten Fortbewegungsformen.

Inhaltsverzeichnis

 

Rad- und Fußverkehr

Etwa die Hälfte der Pkw-Fahrten in unseren Städten ist kürzer als 5 km und liegt damit in einem Entfernungsbereich, in dem das Fahrrad sogar das schnellste Verkehrsmittel ist. Schätzungen zeigen, dass sich in Ballungsgebieten bis zu 30% der Pkw-Fahrten auf den Radverkehr verlagern lassen. Die bessere Erschließung dieses Potenzials zur Entlastung der Umwelt und der Menschen in der Stadt ist eine wichtige Aufgabe.

Bewegungsmangel unterstützt in Verbindung mit ungünstiger Ernährung die Entwicklung verschiedener Zivilisationskrankheiten. Das führt zu Übergewicht, das hohen Blutdruck und Folgekrankheiten wie Herz-Kreislauferkrankungen oder Diabetes mellitus Typ II begünstigt. Davon sind leider nicht nur die Erwachsenen betroffen, sondern auch immer mehr Kinder. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO genügen täglich 30 Minuten moderate körperliche Aktivitäten, wie Zufußgehen oder Radfahren, um das Risiko dieser Erkrankungen deutlich zu verringern.

 

Projekt 1: Umweltentlastung durch mehr Radverkehr – Begleitung Nationaler Radverkehrsplan

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) erarbeitete in Zusammenarbeit mit dem Bund für Umwelt- und Naturschutz (BUND) Maßnahmen zur Förderung des Radverkehrs, die die Ziele des Nationalen Radverkehrsplans (NRVP) unterstützen. Ein Flyer und verschiedene Handlungsleitfäden geben Arbeitgebern, dem Einzelhandel und Kommunen Tipps zur aktiven Ausgestaltung des NRVP.

In 11 ausgewählten Städten unterstützten ADFC, BUND mit weiteren Umweltverbänden und wichtige Akteure der Städte den Radverkehr. In den „Runde Tische Radverkehr“ erarbeiteten sie Maßnahmen, um den Radverkehr in der Stadt effektiv zu fördern. Über eine bundesweite Umfrage (Fahrradklimatest) ermittelte ADFC und BUND die fahrradfreundlichsten Städte und Gemeinden. In einem parlamentarischen Abend mit Abgeordneten mit einem besonderen Bezug zum Verkehr, wie z.B. die Mitglieder des Verkehrsausschusses, vermittelten und diskutierten sie die Bedeutung des Radverkehrs als besonders Kosten sparendes, raumeffizientes und natürlich auch umweltfreundliches Verkehrsmittel.

 

Projekt 2: Chancen des Rad- und Fußverkehrs als Beitrag zur Umweltentlastung

Der im Projekt erarbeitete Leitfaden zeigt Maßnahmen und Strategieansätze zur Förderung des Rad- und Fußverkehrs auf. Ziel ist es, über „gute Beispiele” ein plastisches Bild zu entwickeln, wie eine kommunale Gesamtstrategie zur Förderung der nicht motorisierten Verkehrsarten aussehen kann. Hierbei richtet sich der Leitfaden vorrangig an kleine und mittlere Gemeinden, die sich in der Verkehrsplanung neu orientieren wollen. Er thematisiert zunächst die beiden unterschiedlichen Verkehrsarten und ihre spezifischen Anforderungen und benennt im Anschluss querschnittsorientiert und verkehrsmittelübergreifend weitere Themenbereiche, die für die Förderung und die Entwicklung eines rad- und fußfreundlichen Klimas wichtig sind. Im Hinblick auf die finanziell angespannte Situation in vielen Gemeinden liegt ein Schwerpunkt auf kostengünstigen Maßnahmen.

Die Defizitanalyse geht auf die einzelnen Handlungsfelder ein und zeigt auf, welche Faktoren der Förderung der nicht motorisierten Verkehrsarten entgegenwirken oder sie behindern. Die Analyse gliedert sich in drei Teilpunkte:

  • die Beschreibung der Ausgangslage, die Rechtslage bzw. den Sachstand.
  • die Darstellung der in den Untersuchungsgemeinden angetroffene Situation, teilweise ergänzt durch Literaturerkenntnisse
  • Schlussfolgerungen zu der angetroffenen Situation.

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 Radverkehr  Umweltentlastung  Fußgänger- und Fahrradverkehr  Fußgänger