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Umweltfreundliche Beschaffung

Service - E-Mail-Infodienst

Letzte Änderung: 20.04.2009

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E-Mail-Infodienst II/08 zur umweltfreundlichen Beschaffung

Sehr geehrte Leserinnen und Leser,
mit Beschluss des Bundeskabinetts zur Weiterführung der Vergaberechtsreform im Mai dieses Jahres wurde ein wichtiger Schritt gemacht, um auch im deutschen Vergaberecht ausdrücklich zu verankern, dass für die Ausführung eines konkreten Auftrags zusätzliche soziale, umweltbezogene oder innovative Anforderungen an den Auftragnehmer gestellt werden dürfen.
Hierüber und über weitere aktuelle Entwicklungen informiert diese Ausgabe des E-Mail-Infodienstes.

Das Umweltzeichen "Der Blaue Engel" wird in diesem Jahr 30. Anläßlich des Jubiläums startete am 09.05.2008 in Mainz eine bundesweite Informationskampagne. Der Blaue Engel ist nicht nur für Verbraucherinnen und Verbraucher eine wichtige Orientierungshilfe beim Einkauf. Das Umweltbundesamt empfiehlt auch der öffentlichen Hand, bei der Beschaffung die Kriterien des Umweltzeichens zu nutzen. Die auf der Internetseite www.beschaffung-info.de erhältlichen Ausschreibungsempfehlungen stützen sich auf diese Kriterien - soweit für die jeweilige Produktgruppe ein Umweltzeichen existiert.

Wir wünschen Ihnen eine interessante Lektüre.

Ihre UBA-Redaktion

Nachhaltige öffentliche Beschaffung: Schweden vorbildlich (12.03.2008)

In Schweden berücksichtigen immer mehr staatliche Stellen Umweltaspekte bei der Ausschreibung öffentlicher Aufträge. Inzwischen verfügen vier von fünf öffentlichen Einrichtungen über Umweltrichtlinien. Vor drei Jahren waren es noch halb so viele.

Das geht aus einer Erhebung der schwedischen Umweltschutz-Agentur unter 229 Gemeindeverwaltungen, 17 Kreisräten und 181 Regierungsstellen hervor. Die Behörde führt die Befragung jedes dritte Jahr durch, um die Entwicklung der "grünen“ öffentlichen Beschaffung im Auge zu behalten.

Den Ergebnissen der Studie zufolge haben die öffentlichen Institutionen in den vergangenen drei Jahren ihre Einkaufspolitik deutlich verändert. Alle Kreisräte, 72 Prozent der Regierungsagenturen und 82 Prozent der Gemeindeverwaltungen haben demnach Richtlinien angenommen, die Umweltaspekte bei der Ausschreibung berücksichtigen. Vor drei Jahren berücksichtigten lediglich vier von zehn öffentlichen Stellen solche Richtlinien. Außerdem stieg der Anteil der Verantwortlichen, die sich für die Umsetzung der Richtlinien schulen ließen, in den vergangenen drei Jahren von 34 auf 45 Prozent.

EPA-Projektleiter Tomas Chicote nannte die Entwicklung erfreulich. Die Berücksichtigung von Umweltanforderungen sei "ein effektiver Weg zur Reduzierung der Folgen des Klimawandels“. Im schwedischen Klimagesetz wird die öffentliche Beschaffung ausdrücklich als Mittel im Kampf gegen die Erderwärmung genannt. Das Gesamtvolumen öffentlicher Aufträge liegt in dem neun Millionen Einwohner zählenden Land bei rund 53 Millionen Euro pro Jahr.

Die EPA schränkt ein, dass es noch weiterer Arbeit bedürfe, um die Richtlinien dauerhaft mit Leben zu füllen. Bislang würden lediglich 57 Prozent der befragten Stellen die Richtlinien "immer“ oder "gewöhnlich“ einsetzen. Um die Quote weiter zu steigern, hat die Regierung unter anderem höhere Mittel für die weitere Umsetzung des staatlichen Aktionsplans zur grünen Beschaffung versprochen. Außerdem will sie den Anteil umweltverträglicherer Autos, die im Dienst öffentlicher Stellen stehen, von 75 auf 85 Prozent aufstocken.

Mehr Informationen unter: http://www.naturvardsverket.se/en/In-English/Menu/Climate-change/Swedish-News-on-Climate-Change/More-and-more-public-bodies-in-Sweden-have-guidelines-on-green-procurement/
Quelle: Nachhaltigkeitsrat

Klimaschutz und Ressourceneffizienz - Herausforderungen und Marktchancen für die Informationswirtschaft und Telekommunikation (17.03.2008)

Mit Blick auf den Klimaschutz strebt die Bundesregierung als Beitrag Deutschlands für ein internationales Klimaschutzabkommen nach 2012 an, die Kohlendioxidemissionen bis 2020 um 40 Prozent unter das Niveau von 1990 zu senken. Zur Realisierung dieses Zieles ist eine Reduzierung von 270 Millionen Tonnen CO2 jährlich notwendig, davon allein 40 Millionen Tonnen pro Jahr mittels massiver Steigerung der Stromeffizienz. Die Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) kann und muss hier relevante Beiträge leisten. Die Politik und die Hersteller, Vertriebsfirmen, Systemhäuser und Recyclingfirmen sind somit herausgefordert, die dynamische Entwicklung der IKT umweltgerecht zu gestalten und für die Ziele der Ressourcenschonung – speziell auch zur Steigerung der Materialeffizienz – nutzbar zu machen.

Einen Problemaufriss mit Handlungsoptionen legten das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit und das Umweltbundesamt in Kooperation mit dem Institut für Zukunftsstudien und Technologiebewertung anlässlich der CeBIT 2008 vor.

Die Broschüre ist verfügbar unter:
www.umweltbundesamt.de/produkte/index.htm
und
www.dialogprozess-konsum.de/images/stories/08-03-11_cebit-broschuere_end.pdf.

Beschaffung von Ökostrom für die öffentlichen Gebäude in Bremen beschlossen (27.03.2008)

Ausschreibung nach dem Konzept des Umweltbundesamtes sichert hohe Qualität der Ökostromlieferung
Der Bremer Senat hat in seiner Sitzung am 25.03.2008 die Ausschreibung für die Beschaffung von Ökostrom für die bremischen öffentlichen Gebäude nach dem Konzept des Umweltbundesamtes beschlossen. Danach werden künftig hohe Anforderungen an die ökologi­sche Qualität der Stromlieferung gestellt.

Wesentliche Eckpunkte des UBA-Konzepts sind:
- Die Ausschreibung erfolgt in einem europaweiten offenen Verfahren.
- Ökostrom ist definiert als Strom aus erneuerbaren Energien.
- In der Leistungsbeschreibung wird eine Mindestanforderung an die CO2-Minde­rung festgelegt, die jeder Bieter mit seinem Ökostromangebot zu erfüllen hat. Darüber hinaus wird die CO2-Minderung – neben dem Angebotspreis – als Zu­schlagskriterium berücksichtigt.
- Bei der Berechnung der CO2-Minderung wird das Anlagenalter im Rahmen eines so genannten Staffelmodells berücksichtigt. Danach geht Strom aus Neuanlagen zu 100 %, Strom aus neueren Bestandsanlagen (bis 6 Jahre) zu 50 % und Strom aus älteren Bestandsanlagen (bis 12 Jahre) zu 25 % in die Berechnung der CO2-Minderung ein. Strom aus Altanlagen (bis 12 Jahre) wird bei der Berechnung der CO2-Minderung nicht berücksichtigt.
Die Einbeziehung des Anlagenalters ist notwendig, um die ökologische Qualität des gelieferten Stroms zu sichern. Der Bezug von Ökostrom ist nur dann mit ei­nem positi­ven Umweltnutzen verbunden, wenn er einen Ausbau der Stromerzeu­gung aus erneu­erbaren Energien anregt. Deswegen wird im Rahmen des darge­stellten Staffelmodells Strom aus neueren Anlagen höher bewertet als Strom aus älteren Anlagen. Insbeson­dere wird Strom aus Altanlagen bei der Berechnung der CO2-Minderung nicht berück­sichtigt, beispielsweise Strom aus älteren Was­serkraftwerken, die in vielen Fällen be­reits seit mehreren Jahrzehnten in Betrieb sind.

Umweltsenator Reinhard Loske: "Mit dem heutigen Beschluss lösen wir eine wesentliche Vereinbarung des Koalitionsvertrages ein und leisten gleichzeitig als öffentliche Hand einen großen Beitrag zur CO2- Minderung.“
Quelle: Pressestelle des Senats der Freien Hansestadt Bremen

EMAS-Umweltmanagement: Das Umweltbundesamt praktiziert das, was es auch nach Außen verkündet (10.04.2008)

Am 10.04.2008 erhielt das Umweltbundesamt (UBA) in Dessau-Roßlau die EMAS-Registrierungsurkunden aus der Hand vom Präsidenten der Industrie- und Handelskammer (IHK) Halle-Dessau, Albrecht Hatton. Für sein umfangreiches Umweltmanagement nach dem europäischen Umweltaudit-System "EMAS“ (Eco Management and Audit Scheme) ist das UBA jetzt mit seinem Dienstsitz in Dessau-Roßlau sowie drei weiteren Standorten in Berlin-Grunewald, Berlin-Marienfelde und Langen bei Frankfurt a.M. offiziell im EMAS-Register der IHK Halle-Dessau eingetragen. Das bestätigt offiziell, dass das UBA die hohen Anforderungen der EMAS-Verordnung erfüllt. Damit darf das UBA das EMAS-Logo tragen, die höchste europäische Auszeichnung für betrieblichen Umweltschutz.

"Das Umweltbundesamt ist seit 1996 die 119. Organisation und die erste Behörde überhaupt, die in unserem IHK-Bezirk nach EMAS validiert wurde. Damit erfüllt das Umweltbundesamt nicht nur formale selbst gestellte Verpflichtungen, sondern stärkt gleichzeitig seine Rolle als Vorreiter in Sachen Umweltschutz und setzt sich erneut auch regional, wie hier in Sachsen-Anhalt, für die gewerbliche Wirtschaft ein und unterstützt die Umweltallianz.“, so IHK-Präsident Albrecht Hatton.

"Wir verwirklichen Umweltschutz konsequent auch im eigenen Haus. Unser Umweltmanagement erfüllt bereits seit Jahren die EMAS-Anforderungen. Das trägt erheblich zur Glaubwürdigkeit des UBA bei und stärkt unsere Position in der umweltpolitischen Diskussion“, sagte UBA-Präsident Prof. Dr. Andreas Troge bei der Übergabe der IHK-Urkunden. "Systematisches Umweltmanagement tut nicht nur Unternehmen gut, auch Behörden sollten mit gutem Beispiel vorangehen“, so Troge. Eine wesentliche Voraussetzung für das erfolgreiche Umweltmanagement des UBA sei, dass es vollständig in die Aktivitäten, Abläufe und Zuständigkeiten innerhalb des Amtes integriert ist. Dies schließt eine an Energie- und Ressourcenschutz orientierte Liegenschaftsbewirtschaftung ebenso ein wie eine umweltverträgliche Beschaffung und Veranstaltungsorganisation. In den letzten Jahren kümmerte sich das UBA besonders um ein umweltorientiertes Mobilitätsmanagement. Dies zielt darauf, Umweltbelastungen bei Dienstreisen, Arbeitswegen, dem Besucherverkehr sowie Dienstwagen zu verringern. Vor allem Video- und Telefonkonferenzen an Stelle von Dienstreisen sowie die Unterstützung von Mitfahrgelegenheiten tragen bisher dazu bei.

Die Umwelterklärungen des UBA für die Standorte Dessau-Roßlau und Berlin-Marienfelde sowie für die Standorte Berlin-Grunewald und Langen können Sie unter www.umweltbundesamt.de/uba-info/emas.htm herunterladen oder per E-Mail an info@umweltbundesamt.de anfordern.

Empfehlungen für umweltgerechte Veranstaltungen (17.04.2008)

Neuer Leitfaden für die umweltgerechte Organisation von Tagungen, Kongressen und anderen Veranstaltungen
Konferenzen und andere Veranstaltungen können die Umwelt in sehr unterschiedlicher Weise beeinflussen – etwa durch die Reisetätigkeit der Besucherinnen und Besucher oder den Verbrauch von Strom, Wasser oder Papier. Wie sich dabei negative Wirkungen auf die Umwelt vermeiden lassen, zeigt ein neuer, kostenloser Leitfaden des Bundesumweltministeriums (BMU) und des Umweltbundesamtes (UBA). Zehn Handlungsfelder stehen im Fokus: Besonders wichtig ist die mit Veranstaltungen verbundene Reisetätigkeit. Weitere Aspekte für eine umweltgerechte Veranstaltung sind der geringe Verbrauch an Papier, Wasser und Strom sowie die Reduzierung der Abfälle. Und auch beim Catering können Veranstalter etwas für die Umwelt tun - zum Beispiel, indem sie auf ökologisch angebaute Produkte achten.

Grundlage für den aktualisierten Leitfaden sind Erfahrungen, die das BMU und das UBA speziell bei der Organisation der Veranstaltungen im Rahmen der deutschen EU-Ratspräsidentschaft und des G8-Vorsitzes im Jahr 2007 gesammelt haben. Dort kam bereits die erste Ausgabe des Leitfadens zum Einsatz. Eine Umfrage ergab überwiegend positive Reaktionen auf diese Arbeitshilfe. Die meisten Befragten charakterisierten den Vorgängerleitfaden als sehr nützlich. Nun liegt er aktualisiert vor und kann der umweltgerechten Vorbereitung verschiedener Veranstaltungen aller Bereiche dienen – ob in der Politik, im Sport, in der Kultur oder der Wirtschaft. Die Neufassung enthält nun auch ein Kapitel zum Umweltmanagement bei Großveranstaltungen.

Der Leitfaden steht in deutscher Sprache zum Download bereit beim UBA unter www.umweltdaten.de/publikationen/fpdf-l/3459.pdf und beim BMU unter www.bmu.de/umweltgerechte-veranstaltungen. In Kürze ist auch die Veröffentlichung einer englischsprachigen Fassung geplant.

Umweltinformationen für Produkte und Dienstleistungen (28.04.2008)

Umweltinformationen haben einen zunehmenden Stellenwert in der produktbezogenen Umweltpolitik. Sie bieten für die Anbieterseite die Möglichkeit, verbesserte Umwelteigenschaften von Produkten und Dienstleistungen sowohl gegenüber den Verbraucherinnen und Verbrauchern als auch gegenüber dem gewerblichen Abnehmer zu kommunizieren. Umweltinformationen sind ein Teil der Herstellerverantwortung und eine Schlüsselgröße für eine nachhaltige Unternehmensführung. Sie ermöglicht eine fortlaufende Verbesserung der Umweltwirkungen von Produkten durch Unternehmen. Die Unternehmen gewinnen darüber hinaus durch die Weitergabe von Umweltinformationen Akzeptanz sowie Vertrauen und sichern sich damit auch ihre Wettbewerbsfähigkeit.

Verbraucherinnen und Verbraucher wünschen dagegen Umweltinformationen, um in der Lage zu sein, ihre Kaufentscheidungen an Umweltgesichtspunkten zu orientieren. Durch Umweltinformationen können die Verbraucherinnen und Verbraucher erstens ihr Wissen erweitern und zweitens eine tägliche Entscheidungshilfe bekommen. Der Erfolg der Weitergabe solcher Umweltinformationen lässt sich an der immer stärkeren Nutzung von umweltbezogenen Kennzeichen ablesen.

Die von BMU und UBA gemeinsam mit dem Bundesverband der deutschen Industrie herausgegebene Broschüre richtet sich im Wesentlichen an Unternehmen, insbesondere an kleine und mittelständische Unternehmen. Sie ist aber auch eine wichtige Orientierungshilfe für Verbraucher und Entscheidungsträger in Verwaltung und Politik. Sie zeigt auf, was bei der Nutzung von freiwilligen Kennzeichnungssystemen wie dem Blauen Engel zu berücksichtigen ist, stellt die Prinzipien von Normen und herstellereigener Kennzeichnung dar. Die Broschüre gibt einen praxisorientierten Überblick über die wesentlichen Instrumente (Ökobilanzen, Umweltmanagementsysteme etc.), die für die Gewinnung und Weitergabe von Umweltinformationen für Produkte und Dienstleistungen genutzt werden können. Sie gibt Hinweise, wie Umweltinformationen gewonnen, eingesetzt und kommuniziert werden können und sie erläutert Ziele und Inhalt der Instrumente der Umweltinformation.

Download unter: http://www.bdi.eu/download_content/Publikation_Umweltinformationen_fuer_Produkte_und_Dienstleistungen.pdf
Quelle: Bundesumweltministerium

LR Gebäudereinigung - Preis für umweltbewusstes Facility Management erhalten (07.05.2008)

Die Firma LR Gebäudereinigung GmbH aus Barnstorf wurde am 28. Februar 2008 im BLG-Forum in Bremen für ihr Projekt "ÖkoClean 100“ mit dem "preis umwelt unternehmen: Nordwest“ 2007 ausgezeichnet. Sie teilt sich den Hauptpreis mit der Bremer Reederei E & B GmbH, die für den Bau eines Frachtschiffs, das den strengen Kriterien des Umweltsiegels "Der Blaue Engel“ entspricht, den Preis erhielt. Der vom Land Bremen vergebene, mit insgesamt 50.000 Euro dotierte Preis war in der Metropolregion Bremen-Oldenburg ausgelobt worden.

Der Präsident des Umweltbundesamtes, Prof. Dr. Andreas Troge, überreichte den Preis im Namen der Bremer Aufbau-Bank GmbH. Das Preisgeld in Höhe von 15.000 Euro sowie die Trophäe nahmen Friedhelm A. J. Hinsenhofen, Geschäftsführung, und Christian Hinsenhofen, technische Betriebsleitung der LR Gebäudereinigung GmbH, entgegen. Troge betonte in seiner Laudatio seinen Respekt für "die große Kreativität, mit der jedes Unternehmen entscheidend zum Umweltschutz beitragen kann“ und dankte dem Engagement aller Finalisten sowie der Sponsoren.

Ziel des Projekts "ÖkoClean 100“ der LR Gebäudereinigung ist es, einen ökologischen Standard für das Facility Management zu entwickeln. Alle Prozessbeteiligten – von Geschäftsleitung über Mitarbeiter, Berater, Verbände, Lieferanten bis hin zum Kunden – sind in das Projekt integriert. Hierzu hat die LR Gebäudereinigung einen Arbeitskreis geschaffen, der in Kooperation mit der Fachhochschule Oldenburg und der Hochschule Neubrandenburg die jeweiligen Einzelbetrachtungen für alle Prozessbeteiligten transparent macht und zu einem optimierten und nachhaltigen Gesamtkonzept zusammenführt. Es gilt, die vorliegenden Prozessabläufe kontinuierlich im Zusammenspiel zu verbessern.

"Sie sind Pioniere in der Branche, auch gegenüber ihren Kunden“, lobte Andreas Troge bei der Preisverleihung. "Und das ist das Besondere.“ Denn: Die Jury habe auch zum Ausdruck bringen wollen, dass es nicht nur allein um Technik geht. Bei der Bewertung ginge es auch darum, dass "erfolgreiche Innovatoren ihre Märkte nutzen, um ihre Kunden mit ihrem Gedankengut zu infizieren. Und in der Gebäudereinigung hoffe ich, dass die Ausschreibungen der öffentlichen Hand sich an solchen Kriterien orientieren werden, wie wir sie bei der LR Gebäudereinigung haben“, so formulierte es der Präsident des Umweltbundesamtes in seiner Rede.

"Wir hatten nicht damit gerechnet, dass wir diesen Preis gewinnen“, betonte Friedhelm Hinsenhofen in seinen kurzen Dankesworten. "Bei uns hat der Begriff Wertschätzung eine zentrale Position in der Unternehmenskultur. Für uns steht er auch für den Umweltbereich.“ Für ihn und sein Team "wird es der Treibstoff sein, um weiterzumachen“. Besonders freut es ihn auch, dass diese Auszeichnung das Gebäudereiniger-Handwerk "salonfähig macht“ – so Hinsenhofen im Anschluss der Veranstaltung. "Unseren Kunden können wir so einen echten Mehrwert aufzeigen“, betonte er. Denn Zukunft bedeutet für ihn: auch bei Preisneutralität Fortschritte zu erzeugen, die Sinn machen und die Nachhaltigkeit beachten.

"Unser Konzept kann man auf alle Gebäudereinigungsunternehmen umsetzen. Das würde bedeuten, dass wir in unserer Branche den Umgang mit der Chemie neu gestalten müssen“, so Hinsenhofen. Besonders freuen sich die Firmenchefin Angelika, Ehemann und Partner Friedhelm mit Sohn Christian Hinsenhofen darüber, dass sich alle Mitarbeiter in ihrem Familienunternehmen jetzt "berechtigt für dieses Thema engagieren und weiter motivieren können“. Das Preisgeld will die LR Gebäudereinigung gleich in die weitere Forschung und Entwicklung dieses umweltschonenden Standards investieren.
Quelle: Rationell Reinigen

Aktion 30 Jahre Blauer Engel: Auch Du kannst Deine Welt verändern (09.05.2008)

Umweltministerin Margit Conrad und Prof. Edda Müller von der Jury Umweltzeichen starten Städtetour durch Deutschland in Mainz
Der "Blaue Engel“ feiert 2008 Geburtstag: Seit 30 Jahren steht der Blaue Engel als erstes und bekanntestes Umweltzeichen für nachhaltige und innovative Produkte sowie für verantwortungsbewussten Konsum. Mit der "Aktion 30 Jahre Blauer Engel: Auch Du kannst Deine Welt verändern“, einer Aktion des Bundesumweltministeriums, des Umweltbundesamtes sowie der Jury Umweltzeichen, geht der Blaue Engel von Mai bis August 2008 mit einem Aktionsbus auf Deutschlandtour. Das rheinland-pfälzische Umweltministerium begleitet die Kampagne und unterstützt fünf Aktionstage in Rheinland-Pfalz. Ziel ist es, den Blauen Engel und die mit ihm ausgezeichneten Waren und Dienstleistungen verstärkt in der Öffentlichkeit zu präsentieren.

Den Startschuss für die bundesweite Kampagne gaben am 09.05.2008 in Mainz die rheinland-pfälzische Umweltministerin Margit Conrad und Prof. Dr. Edda Müller, die "Mutter“ des Blauen Engel und stellvertretende Vorsitzende der Jury Umweltzeichen. "Der Blaue Engel ist ein Markenzeichen für umweltbewusste innovative Unternehmen und damit Teil einer zukunftsorientierten regionalen Wirtschaftsförderung“, betonte Prof. Dr. Edda Müller.

Umweltministerin Margit Conrad hob auch als Vorsitzende der Umweltministerkonferenz die Bedeutung des Blauen Engel für Unternehmen hervor: "In Rheinland-Pfalz kennzeichnen derzeit 20 Hersteller über 350 Produkte mit dem Umweltzeichen. Als Vorsitzende der Umweltministerkonferenz ist es mir ein besonderes Anliegen, dass künftig noch mehr Unternehmen nach den Kriterien des Blauen Engel produzieren. Die Verbraucherinnen und Verbraucher können über ihre Kaufentscheidung die Welt positiv verändern! Wenn die Regenwälder verschwinden, hat dies auch etwas mit unserem Konsum zu tun.“

Beim Halt in Mainz konnten Neugierige im Aktionsbus selbst aktiv werden. Es gibt dort eine blaue Couch, wo Prominente sowie Bürgerinnen und Bürger Platz nehmen und ihren Geburtstagsgruß für den Blauen Engel mit der Kamera filmen lassen können. Auf der Aktionsseite im Internet unter www.blauer-engel.de sitzen anschließend alle Gratulanten gemeinsam auf dem längsten virtuellen Sofa der Welt.

Prof. Dr. Müller sieht in der Aktion eine Chance für den produktorientierten Umweltschutz: "Auch Du kannst Deine Welt verändern – im Namen der Jury Umweltzeichen wünsche ich, dass diese Botschaft viele Menschen erreicht und nicht zuletzt neue Ideen und Anregungen bringt, um unsere Arbeit für eine umweltfreundliche und nachhaltige Produktion und einen verantwortungsbewussten Konsum mit verstärktem Elan fortzusetzen und in Zukunft noch besser zu machen.“

Seit seiner Einführung im Jahr 1978 steht der Blaue Engel für Innovation und wegweisende Anforderungen an Waren und Dienstleistungen im Sinne des Umwelt-, Verbraucher- und Gesundheitsschutzes. Aktuell tragen rund 10.000 Produkte und Dienstleistungen von cirka 950 Zeichenanwendern in 80 Produktgruppen den Blauen Engel. Weitere Informationen über die Jubiläumskampagne und über den Blauen Engel stehen unter www.blauer-engel.de zur Verfügung.

Nordrhein-Westfalen führt aus Anlass des Jubiläums eine landesweite Informationskampagne durch. Aktuelles zur Landeskampagne bietet die Internetseite www.blauer-engel-nrw.de.

Leuchtende Vorbilder ausgezeichnet (21.05.2008)

Die Stadt Hagen geht als leuchtendes Vorbild voran: Durch die Modernisierung der Straßenbeleuchtung kann Hagen den jährlichen Energieverbrauch in einem Zeitraum von zehn Jahren um bis zu 700 Megawattstunden (MWh) verringern, dies entspricht 420 Tonnen Kohlendioxid. Dafür wurde die Stadt Hagen am Donnerstag, dem 08.05.2008, mit der GreenLight-Partnerschaft des europäischen GreenLight-Programms ausgezeichnet. Die Verleihung fand im Rahmen der Roadshow des Zentralverbands der Elektrotechnik und Elektroindustrie (ZVEI) "Kommunale Beleuchtung“ in Kooperation mit der Kampagne "Energiesparende Beleuchtung“ der Berliner Energieagentur sowie der EnergieAgentur.NRW statt.

Die Stadt Hagen macht es vor

Mehr als ein Drittel aller deutschen Straßen sind mit ineffizienten Beleuchtungsanlagen aus den 60er Jahren ausgestattet. Durch den Einsatz moderner Straßenbeleuchtungstechnik könnten jährlich 1,6 Millionen Tonnen Kohlendioxid eingespart werden. "Ich bin überzeugt, dass die Stadt Hagen in Sachen Energie- und damit Kosteneffizienz Vorbild für viele weitere Städte sein kann“, betonte Christa Thoben, Ministerin für Wirtschaft, Mittelstand und Energie des Landes Nordrhein-Westfalen, in ihrer Eröffnungsrede zur Veranstaltung. "Durch die Modernisierung der kommunalen Beleuchtung lassen sich Kosten sparen, und gleichzeitig ist dies auch ein Beitrag zum Klimaschutz. Diesen überzeugenden Argumenten können sich die Kommunen und Städte im Land auf Dauer nicht entziehen.“

Insgesamt werden in Hagen jährlich 520 Leuchten über einen Zeitraum von 12 Jahren auf energiesparende Technik umgerüstet. Das entspricht gut 30 Prozent aller Lichtpunkte der öffentlichen Beleuchtung in Hagen. Im Rahmen einer Public Private Partnership halten die Stadt Hagen 51 Prozent und die Nuon Stadtlicht GmbH 49 Prozent an der Stadtbeleuchtung Hagen GmbH, dem heutigen Betreiber. Mit diesem Modell erhält die Stadt Hagen den Zugriff auf die Kompetenz des externen Dienstleisters, ohne auf ihre Mitgestaltungsmöglichkeiten verzichten zu müssen.

GreenLight-Programm der Europäischen Kommission

Das GreenLight-Programm wurde von der Generaldirektion Energie und Verkehr der Europäischen Kommission aufgelegt. Es zeichnet private und öffentliche Organisationen aus, die den Stromverbrauch von Beleuchtungsanlagen durch Maßnahmen zur Steigerung der Energieeffizienz erheblich reduziert haben. Die Teilnahme an dem Programm ist freiwillig. Die Partner verpflichten sich, ihre vorhandene Beleuchtung zu modernisieren und die Beleuchtungsqualität zu verbessern. Standard dabei ist der Einsatz moderner Technik. Insgesamt ist eine Verringerung des Gesamtstromverbrauchs für die Beleuchtung von mindestens 30 Prozent zu erreichen.

Die Berliner Energieagentur ist nationale Kontaktstelle des GreenLight-Programms und Ansprechpartner für interessierte Kommunen und Unternehmen.
Quelle: Wirtschaftsförderung Hagen GmbH

Neuer Internetauftritt des Blauen Engel (21.05.2008)

Die Internetseite des Blauen Engel präsentiert sich pünktlich zum 30. Geburtstag des Umweltzeichens im neuen Layout. Darüber hinaus wurde die Nutzerfreundlichkeit der Seite verbessert. Die bestehenden Blaue Engel-Vergabegrundlagen sowie Produkte und Firmen mit dem Blauen Engel sind nun einfacher zu recherchieren.

Auf der Startseite führt ein Link zum Tourbus des Blauen Engel, der zum 30. Geburtstag quer durch Deutschland fährt. In kleinen Videos gratulieren Bürgerinnen und Bürger sowie Prominente aus Politik und Wirtschaft dem Blauen Engel zum Geburtstag.

Link zur Internetseite:
www.blauer-engel.de

Empfehlungen zur nachhaltigen Beschaffung vorgelegt (22.05.2008)

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung fordert eine umfassende Nachhaltigkeitsreform der öffentlichen Beschaffung. Der Rat hat anlässlich des Kabinettsbeschlusses zur Modernisierung des Vergaberechts konkrete Empfehlungen an die Bundesregierung vorgelegt. Mit einem Volumen von etwa 360 Milliarden Euro, das sind etwa 17 Prozent des Bruttoinlandsproduktes, spielt die öffentliche Hand eine bedeutende volkswirtschaftliche Rolle in wichtigen Märkten für Güter und Dienstleistungen.

Der Rat kritisiert in seinen Empfehlungen die lediglich minimalistische, formale Rechtsumsetzung der EU-Vorgaben zur nachhaltigen Beschaffung. Er empfiehlt neben der Umsetzung der europäischen Richtlinie einen umfassenden Ansatz, der auch zur Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands beiträgt. Er regt an, die mögliche CO2-Einsparung etwa im Bereich öffentlicher Liegenschaften vollständig zu realisieren, sowie eine exemplarische Nachhaltigkeitsprüfung durchzuführen, um Vorteile der nachhaltigen Beschaffung deutlich zu machen. Vorgeschlagen werden konkret die Güter Papier, Dienstwagen oder Heizenergie bei Liegenschaften.

Der Nachhaltigkeitsrat regt ferner an, den Anteil von Produkten im Sinne der nachhaltigen Beschaffung in den Jahresberichten des Bundesrechnungshofes zu bewerten. Außerdem könnte die Bundesregierung einen "Beauftragten für Nachhaltigkeit“ in der öffentlichen Beschaffung benennen. Um Transparenz zu gewährleisten, empfiehlt der Rat der Bundesregierung, regelmäßig einen Bericht zur gesellschaftlichen Verantwortung der öffentlichen Beschaffung, einen Nachhaltigkeitsbericht, zu erstellen.

Solange die öffentlichen Ausgaben nicht explizit und nachprüfbar an Kriterien der Nachhaltigkeit ausgerichtet werden, bestehe die Gefahr, dass der Steuerzahler doppelt zahlt, so Dr. Volker Hauff, Vorsitzender des Rates für Nachhaltige Entwicklung. "Zum einen entstehen Kosten, wenn Einsparmöglichkeiten und Effizienz nicht beachtet werden, zum anderen wenn die ökologische und soziale Zeche zu zahlen ist, die aus Fehlentscheidungen folgt. Eine Vergabepraxis nach dem Motto ‚Geiz ist geil’ führt zwangsläufig in die Sackgasse und sendet die falschen Signale aus.“

Der Rat für Nachhaltige Entwicklung weist als positives Beispiel auf die Niederlande hin, wo sich die Regierung bis 2020 das Ziel gesetzt hat, 100 Prozent der öffentlichen Beschaffung nachhaltig zu gestalten. Dieses ambitionierte und messbare Ziel geht über die Vorgaben der Europäischen Union weit hinaus.

Ergänzung (vom 29.08.2008):
Weitere Informationen in der Broschüre (in Deutsch und Englisch):
"Glaubwürdig – wirtschaftlich – zukunftsfähig: Eine moderne Beschaffungspolitik muss nachhaltig sein. Empfehlung des Rates für Nachhaltige Entwicklung"/"Credible – cost-effective – viable for the future: modern procurement policies must be sustainable. Recommendations of the German Council for Sustainable Development to the German Government",
Download unter: www.nachhaltigkeitsrat.de/uploads/media/Broschuere_Beschaffung_texte_Nr_23_August_2008_01.pdf
Quelle: Rat für Nachhaltige Entwicklung

Kirche wirft Wirtschaftsmacht für nachhaltigen Einkauf in Waagschale (23.05.2008)

Beschaffungswesen soll auch ökologischen und sozialen Kriterien standhalten – DBU gibt 400.000 Euro

Die christlichen Kirchen sind als zweitgrößter Arbeitgeber Deutschlands eine wirtschaftliche Macht. Wenn sie mit ihren Gemeinden, Bildungshäusern, Verwaltungen, diakonischen und caritativen Einrichtungen für Energie, Büro, Großhaushalt, Transport und Verkehr sowie Gebäudetechnik einkaufen gehen, könnten sie Standards setzen – auch ökologische und soziale. Um die vielfach noch schlummernde Nachfragemacht für nachhaltige Produkte und Dienstleistungen zu wecken, wurde heute unter dem Titel "Zukunft einkaufen – glaubwürdig wirtschaften“ ein ökumenisches Projekt gestartet, das die Beschaffung in Kirchen nachhaltiger machen will. "Wir hoffen, so eine nachhaltige Qualifizierung der Einkäufer zu bewirken und langfristig auch dem privaten Konsum einen nachhaltigen Stempel aufzudrücken“, sagt Dr. Fritz Brickwedde, Generalsekretär der Deutschen Bundesstiftung Umwelt (DBU), die das Projekt mit knapp 400.000 Euro fördert.

Gemeinsames Projekt der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland

Initiiert worden sei das Projekt von den Umweltbeauftragten der Evangelischen und Katholischen Kirche in Deutschland, so Gesamt-Projektleiter Pfarrer Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen. In Kooperation mit der Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland (WGKD) solle die Beschaffung in den Kirchen nachhaltig ausgerichtet werden. Ziel sei es, professionelle Beschaffer in kirchlichen Einrichtungen und engagierte Kirchenmitglieder zu motivieren, ökologisch und "fair“ einzukaufen. "Das Projekt "Zukunft einkaufen" soll einen Beitrag leisten, den gegenwärtigen ökologischen Herausforderungen zu begegnen, indem das Prinzip Nachhaltigkeit im kirchlichen Handeln stärker als bisher verankert wird“, ergänzt DBU-Generalsekretär Brickwedde.

Markt für ökofaire Produkte stärken - Kirchenmitglieder motivieren

"Mit unserem Projekt wollen wir dieses große kirchliche Nachfragepotenzial für die Beschaffung nachhaltiger Produkte und Dienstleistungen aktivieren. Wir wollen so einen wesentlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten und darüber auch den Markt für ökofaire Produkte stärken. Eine glaubwürdig wirtschaftende, ökofair beschaffende Evangelische und Katholische Kirche in Deutschland, das ist unser Ziel“, betont Breyer. "Wir wollen dabei auch die Brücke von der Beschaffung der Kirchengemeinde zum privaten Konsum unserer Kirchenmitglieder schlagen. Die Kirche kann hier eine große Vorbildfunktion haben“, ergänzt Thomas Kamp-Deister, Umweltreferent der Diözese Münster und Projektleiter für die katholische Kirche.

Zehn Pilot-Regionen in Deutschland

In zehn kirchlichen "Testregionen“ soll deutschlandweit zunächst das Beschaffungsverhalten analysiert werden, um es anschließend unter ökologischen und sozialen Kriterien nachhaltig auszurichten. Gleichzeitig soll es auch um den wirkungsvolleren Einsatz von Produkten und Energieträgern sowie die Umsetzung von Einsparmöglichkeiten gehen.

Internetseite als Informationsplattform

Zentrales Informationsmedium für die Kirchen ist das Portal "Zukunft einkaufen - ökofaire Beschaffung“ (www.zukunft-einkaufen.de) auf der Plattform der "Wirtschaftsgesellschaft der Kirchen in Deutschland“ (WGKD). Rainer Gritzka, Geschäftsführer der WGKD, erwartet, dass sich das Nachfrage- und Angebotsverhalten für nachhaltige Produkte durch den Aufbau des ökofairen Segmentes auf der zentralen kirchlichen Beschaffungsplattform verbessern wird.

Startschuss beim Katholikentag in Osnabrück

Im Rahmen des Deutschen Katholikentags in Osnabrück wird das Projekt "Zukunft einkaufen“ einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Auf dem Evangelischen Kirchentag 2009 in Bremen sollen die ersten Projektergebnisse präsentiert werden. In den folgenden Jahren soll das Projekt bundesweit auf kirchliche Einrichtungen und Gemeinden ausgeweitet werden.


Ansprechpartner für Fragen zum Projekt (AZ 25233):

Pfr. Klaus Breyer, Umweltbeauftragter der Evangelischen Kirche von Westfalen, Telefon: 02304/755-329, 0175/2413100

Thomas Kamp-Deister, Projektleiter Katholische Kirche, Telefon: 02581/9458229, 0160/7333321
Quelle: Deutsche Bundesstiftung Umwelt (DBU)

Kabinett beschließt Gesetzentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts (26.05.2008)

Das Kabinett hat am 21.05.2008 den Gesetzentwurf zur Modernisierung des Vergaberechts beschlossen.

"Damit schafft die Bundesregierung die Grundlage dafür, dass die Modernisierung des Vergaberechts noch in dieser Legislaturperiode erfolgreich abgeschlossen werden kann. Zusätzlich werden wichtige EU-Regelungen in das deutsche Recht übernommen", so der Parlamentarische Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Technologie, Hartmut Schauerte, nach Beendigung der Kabinettsitzung.

Besonders wichtig ist die Verstärkung der Mittelstandsklausel. Für kleine und mittlere Unternehmen soll es zukünftig leichter möglich sein, sich an größeren öffentlichen Aufträgen erfolgreich zu beteiligen. Öffentliche Aufträge müssen zu diesem Zweck künftig im Regelfall in Losen vergeben werden.

Darüber hinaus stellt der Gesetzentwurf ebenso wie die zu Grunde liegende europäische Richtlinie klar, dass für die Ausführung eines konkreten Auftrags zusätzliche soziale, umweltbezogene oder innovative Anforderungen an den Auftragnehmer gestellt werden dürfen. Wichtig ist, dass diese zusätzlichen Anforderungen im sachlichen Zusammenhang mit dem Auftragsgegenstand stehen. Die im Gesetzentwurf vorgeschlagene weitere Straffung des Nachprüfungsverfahrens (Rechtsschutz unterlegener Bieter) soll zu größerer Effizienz und zur Beschleunigung der Vergabeverfahren führen. Dabei wurde darauf geachtet, dass effektiver Rechtschutz für Unternehmen mit der zügigen Umsetzung staatlicher Investitionen im Einklang steht.
Für Städte und Kommunen von besonderer Bedeutung ist die Klarstellung, dass Grundstücksverkäufe an einen Investor, die gleichzeitig städtebauliche Auflagen umfassen, keine öffentlichen Aufträge sind, die dem Vergaberecht unterliegen und ausgeschrieben werden müssen. Damit sollen Irritationen für kommunale Investitionen beseitigt werden, die durch eine Rechtssprechungslinie des OLG Düsseldorf entstanden sind.
Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

Bundeswettbewerb "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" startet im Juni (26.05.2008)

Innovative Ideen von Herstellern und Kommunen erwartet
Am 19.06.2008 wird Bundesumweltminister Sigmar Gabriel im Rahmen der Konferenz "Perspektiven des kommunalen Klimaschutzes" den Bundeswettbewerb "Energieeffiziente Stadtbeleuchtung" starten. Er beginnt zunächst mit einem Technikwettbewerb, bevor Kommunen innovative Konzepte zur Erneuerung ihrer Stadtbeleuchtung entwickeln sollen. Rund ein Drittel der Straßenbeleuchtung in Deutschland ist 20 Jahre und älter. Mit der bereits heute verfügbaren Technik könnte der Kohlendioxidausstoß halbiert werden.

Ineffiziente Lampen und Leuchten sind noch häufig im Stadtbild zu finden. Für die Beleuchtung von Straßen, Plätzen und Brücken werden in Deutschland allein drei bis vier Milliarden Kilowattstunden verbraucht. Dies entspricht dem Stromverbrauch von rund 1,2 Millionen Haushalten und einem klimaschädlichen CO2-Ausstoß von über zwei Millionen Tonnen pro Jahr. Bislang werden aber jährlich nur rund drei Prozent der Straßenbeleuchtung in Deutschland erneuert. Um auf die Möglichkeit der Energieeinsparung und Kostensenkung aufmerksam zu machen, haben Bundesumweltministerium, KfW-Bankengruppe und Umweltbundesamt im Rahmen der Klimaschutzinitiative des Bundesumweltministeriums den Bundeswettbewerb initiiert.

Der erste Teil des geplanten Wettbewerbs wird sich zunächst an die Anbieter von moderner Beleuchtungstechnik richten. Im Ergebnis soll eine Übersicht über moderne, am Markt verfügbare, energieeffiziente Techniken für die Stadtbeleuchtung vorliegen, die als Empfehlung für den anschließenden zweiten Teil, den Kommunenwettbewerb, dienen soll. Dieser soll im Herbst starten. Mit der Begleitung des Wettbewerbs ist die Berliner Energieagentur beauftragt, bei der zum Wettbewerbsstart auch die Wettbewerbsunterlagen erhältlich sein werden. Erste Informationen zum Wettbewerb sind in Kürze auch über www.bundeswettbewerb-stadtbeleuchtung.de abrufbar.

Quelle: Bundesumweltministerium

Neues Trainingstoolkit zur grünen Beschaffung der Europäischen Kommission (27.05.2008)

Die Europäische Kommission hat kürzlich ein von ICLEI entwickeltes Trainingstoolkit zur grünen öffentlichen Beschaffung (Training Toolkit on Green Public Procurement (GPP)) herausgegeben. Das Toolkit soll europäischen Behörden Ratschläge und Informationen zur Umsetzung einer grünen öffentlichen Beschaffung geben. Es besteht aus drei unabhängigen Modulen, die jeweils Unterstützung beim Überwinden von spezifischen Problemen bieten, die als Hürden bei der Einführung einer grünen öffentlichen Beschaffung identifiziert wurden.

Das Toolkit ist einer der Kernbestandteile der Strategie der Europäischen Kommission für die Förderung der grünen öffentlichen Beschaffung im Rahmen ihrer Strategie für nachhaltige Produktion und Konsum.

Die Entwicklung wurde von ICLEI koordiniert, in Zusammenarbeit mit drei weiteren europäischen Partnern: Ecoinstitut Barcelona, SenterNovem und SMK.

Das Toolkit kann im Internet abgerufen werden unter: ec.europa.eu/environment/gpp/index_en.htm.
Quelle: ICLEI Europe

Umfrage zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung (05.06.2008)

Der Europäische Rat hat im Juni 2006 angekündigt, das Durchschnittsniveau der umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung (Green Public Procurement – GPP) im EU-Raum bis 2010 auf das damalige Niveau der vorbildlichsten EU-Mitgliedsstaaten anheben zu wollen. Um dieses Ziel zu erreichen, werden belastbare Indikatoren benötigt, welche die Messbarkeit des aktuellen Niveaus von GPP in diesen vorbildlichen EU-Mitgliedsstaaten ermöglichen.

Im Rahmen eines von der Europäischen Kommission durchgeführten Ausschreibungsverfahrens wurde ein Konsortium von drei Unternehmen (PwC, Significant und Ecofys) damit beauftragt, Methoden zum Zweck der Berechnung quantitativer Indikatoren betreffend GPP in den derzeit sieben vorbildlichsten EU-Mitgliedsstaaten - das sind Großbritannien, Finnland, Dänemark, Deutschland, Österreich, Schweden und die Niederlande - zu entwickeln und zu implementieren.

Um wertvolle Einblicke und Ergebnisse zum Thema GPP zu erlangen, wird für jedes betroffene Land eine Gruppe von öffentlichen Stellen gebeten, an dieser Befragung teilzunehmen. Im Anschluss an die Befragung werden den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowohl die eigenen Ergebnisse als auch die Gesamtergebnisse übermittelt.

Der Fragebogen ist so gestaltet, dass Sie Ihre Antworten so schnell und zeiteffizient wie möglich eingeben können. Hierfür wurde ein Tool im Internet entwickelt und eingerichtet. Sollten Sie Hilfe bei der Beantwortung des Fragebogens benötigen, steht Ihnen während der Bürostunden ein Helpdesk zur Verfügung. Für die Dauer der Umfrage werden unter www.thevalueofgreen.com aktuelle Informationen und Antworten zu den häufig gestellten Fragen verfügbar sein.

Eine Teilnahme an der Befragung ist bis 30.07.2008 möglich. die Beantwortung wird etwa 30 Minuten in Anspruch nehmen. Sollten Sie Interesse an einer Teilnahme an dieser Befragung haben, senden Sie bitte eine Nachricht an gpp@nl.pwc.com.

Für weitere Fragen und Informationen können Sie auch direkt die Experten von PricewaterhouseCoopers kontaktieren:
Telefon: +31 (0)20 568 6588
Email: gpp@de.pwc.com
Website: www.thevalueofgreen.com
Quelle: Europäische Kommission, Green Public Procurement

 

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