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Letzte Änderung: 06.02.2012
Eine Teilaufgabe des Forschungsvorhabens war die Recherche der Regelungen der Bundesländer auf dem Gebiet der umweltfreundlichen Beschaffung. Die Ergebnisse der Recherche wurden im August 2011 veröffentlicht. Das Forschungsvorhaben, das vom Institut für ökologische Wirtschaftsforschung (IÖW) und Öko-Institut e.V. durchgeführt wird, läuft noch bis Oktober 2012.
Das Forschungsvorhaben wurde von Adelphi Research und der Freien Universität Berlin - Forschungsstelle für Umweltpolitik im Auftrag des Umweltbundesamtes durchgeführt.
Umweltfreundliche Beschaffung gewinnt in öffentlichen Einrichtungen zunehmend an Bedeutung. Dennoch bestehen vielfach noch Unsicherheiten bei der praktischen Umsetzung. Hier setzt ein vom Umweltbundesamt gefördertes Forschungsvorhaben an. Im Rahmen des Vorhabens "Analyse des öffentlichen Beschaffungswesens in Deutschland am Beispiel der Bundesebene und Maßnahmen zu seiner noch umweltfreundlicheren Ausrichtung" wurden vom Öko-Institut e.V. und von der Technischen Universität Dresden Schulungsmaterialien erarbeitet. Diese gliedern sich in 6 Teile mit folgenden Informationen:
Außerdem wurden in einer bedeutenden Beschaffungsstelle des Bundes mittels eines Selbstevaluations-Tools beispielhaft praxisübliche Hemmnisse sowie Strategien zu deren Überwindung aufgezeigt.
Die Studie des Beratungsunternehmens McKinsey & Company Inc. wurde im Auftrag des Bundesumweltministeriums (BMU) erarbeitet.
Bund, Länder und Kommunen verfügen mit jährlichen Ausgaben für die Beschaffung in Höhe von insgesamt rund 260 Milliarden Euro über ein enormes Marktpotenzial. Davon haben über 50 Milliarden Euro unmittelbare Relevanz für „grüne” Zukunftsmärkte. In der Studie wurde erstmals ermittelt, wie eine klimafreundliche Beschaffung Kosten senken und neue Märkte für umweltfreundliche Produkte erschließen kann.
Vor dem Hintergrund der McKinsey-Studie soll auf der Bundesebene sowie in einem Dialog mit Ländern und Kommunen darüber beraten werden, wie die vorgeschlagenen Maßnahmen gemeinsam umgesetzt werden können. Das BMU strebt eine Allianz für nachhaltige Beschaffung an, in der Kommunen, Länder und der Bund ihre Kräfte bündeln. Eine solche Allianz könnte neuen, umweltfreundlichen Technologien zum Durchbruch verhelfen.
Der Download der Studie ist auf der Internetseite des BMU möglich.
Im Auftrag des Umweltbundesamtes hat Öko-Institut e.V. das Forschungsvorhaben „Nationale Umsetzung der neuen EU-Beschaffungs-Richtlinien” durchgeführt.
Eine Aufgabe war die Schätzung des Beschaffungsvolumens in Deutschland. Weiterhin wurden für die Produktgruppen
Umweltentlastungspotenziale ermittelt.
Um die umweltfreundliche Auftragsvergabe in Behörden und Kommunen künftig zu erleichtern, entstanden für die untersuchten Beispiele Musterausschreibungen. Zum Vergleich der Lebenszykluskosten verschiedener Beschaffungsalternativen wurde das LCC-Tool entwickelt.
Im Rahmen des Vorhabens haben Öko-Institut e.V. und Prof. Versteyl Rechtsanwälte außerdem das „Rechtsgutachten Nationale Umsetzung der neuen EU-Beschaffungs-Richtlinien” erstellt, das die Möglichkeiten zur Einbeziehung von Umweltaspekten in das Vergabeverfahren umfassend aufzeigt.
Die wesentlichen Ergebnisse des Forschungsvorhabens „Nationale Umsetzung der neuen EU-Beschaffungsrichtlinien” hat das Umweltbundesamt in einer Broschüre für die Beschafferinnen und Beschaffer zusammengefasst. Die Ratgeberbroschüre trägt den Titel „Umweltfreundliche Beschaffung – ökologische und wirtschaftliche Potenziale rechtlich zulässig nutzen”.
Die EU-Kommission hat im Jahr 2008 erstmals Arbeitshilfen veröffentlicht, die dazu beitragen sollen, umweltfreundliche öffentliche Beschaffung europaweit stärker zu fördern. Diese bestehen aus einer in das Thema einführenden Power-Point-Präsentation sowie den drei Modulen "Aktionsplan für umweltfreundliche öffentliche Beschaffung", "Recht" und "Praxis". Das Praxismodul enthält Empfehlungen für Kriterien zur umweltfreundlichen Beschaffung folgender Produkte:
Je Produkt werden zwei Anforderungsniveaus unterschieden: Kernkriterien und umfassende Kriterien. Diese können je nach Erfahrungen des öffentlichen Auftraggebers und der jeweiligen Marktsituation ausgewählt werden.
Das EU-Toolkit kann von der Website der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission heruntergeladen werden. Die Power-Point-Präsentation und das Praxismodul sind auch in deutscher Sprache verfügbar.
Inzwischen stellt die EU-Kommission Kriterien zur umweltfreundlichen öffentlichen Beschaffung für 19 Produktgruppen zur Verfügung. Teilweise sind diese in die deutsche Sprache übersetzt.
Der vom Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt herausgegebene „Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen” enthält Empfehlungen und praktische Hinweise zu den wichtigsten Handlungsfeldern bei der Organisation von Veranstaltungen auf verschiedensten Gebieten (zum Beispiel Politik, Kultur, Sport). Er soll den mit der Vorbereitung betrauten Personen als Arbeitshilfe für die umweltgerechte uns sozial verträgliche Vorbereitung und Durchführung von Veranstaltungen dienen.
Der im Jahr 2008 herausgegebene „Leitfaden für die umweltgerechte Organisation von Veranstaltungen” wurde im Jahr 2010 aktualisiert und im Ressortkreis abgestimmt. Der neue Titel lautet jetzt: „Leitfaden für die nachhaltige Organisation von Veranstaltungen”. Dieser Leitfaden ist seit 06.12.2010 auch Bestandteil des Maßnahmenprogramms Nachhaltigkeit der Bundesregierung.
Darüber hinaus sind zwei Leitfäden veröffentlicht, die sich speziell mit Umweltmanagementsystemen für Veranstaltungen und Umweltaspekten bei Sportgroßveranstaltungen befassen. Das Bundesumweltministerium ist jeweils Mitherausgeber.
Das Bundesamt für Naturschutz hat zudem einen Leitfaden für umweltfreundliche Festivals herausgegeben.