Kreisverkehre

Luftaufnahme eines Kreisverkehrs in einer Kleinstadtzum Vergrößern anklicken
Kreisverkehre machen den Verkehr sicherer und flüssiger.
Quelle: Hardy / Fotolia.com

Kreisverkehre können zur Verringerung der gefahrenen Geschwindigkeit und zu einem gleichmäßigeren Verkehrsfluss im Stadtverkehr führen. Dies gilt besonders in verkehrsschwachen Zeiten, z.B. nachts. Der gleichmäßigere Verkehrsfluss trägt zur Lärmminderung und Minderung des Kraftstoffverbrauches bei.

Ein Kreisverkehr benötigt nicht so viel versiegelte Fläche wie eine Kreuzung und kann das Stadtbild bereichern. Kreisverkehre sind durch die geringeren Fahrgeschwindigkeiten und die wenigen Konfliktpunkte eine sehr sichere Knotenpunktform. Bei einspurigen Kreisverkehren ist die Verkehrsführung entsprechend der Straßenverkehrsordnung leicht begreifbar.

Beim Kreisverkehr müssen Fußgänger zwar mitunter einen Umweg zurücklegen, jedoch ist der damit einhergehende Zeitverlust in der Regel geringer als bei einer signalgeregelten Kreuzung. Die Sicherheit von Fußgängern und Radfahrern ist im Kreisverkehr im Allgemeinen vergleichbar mit der an gewöhnlichen Straßenkreuzungen, sofern die sicherheitsrelevanten Entwurfsgrundsätze umgesetzt werden. Wichtige Elemente sind hierfür die Anlage von Fahrbahnteilern und Zebrastreifen in den Zufahrten und der Verzicht auf die tangentiale Anbindung der Knotenpunktarme. Der Radverkehr kann entweder separat parallel zu den Fußgängern um den Kreisverkehr geführt werden oder er benutzt die Kreisfahrbahn mit. Bei Führung auf der Fahrbahn ist darauf zu achten, dass keine Überholungen durch Kraftfahrzeuge in der Kreisfahrbahn stattfinden. Aus diesem Grund sind auch Radfahrstreifen in der Kreisfahrbahn unzulässig.

Mehrspurige Kreisverkehrszufahrten sollten in bebauten Gebieten nur dann eingesetzt werden, wenn kein Fuß- und Radverkehr zu berücksichtigen ist. Mehrspurige Ausfahrten sollen aus Sicherheitsgründen vermieden werden.

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Schlagworte:
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