Fußverkehr

Menschen in einer Fußgängerzonezum Vergrößern anklicken
Die Bedeutung des Fußverkehrs wird bei einer autoorientierten Stadtplanung oft vergessen.

Der Survey von 1998 untersucht einen Querschnitt der Wohnbevölkerung in Deutschland.

Quelle: Franz Pfluegl / Fotolia.com

Viele Wege lassen sich zu Fuß bewältigen. Der Anteil der reinen Fußwege am Verkehrsaufkommen beträgt je nach Stadt 25 bis 45 Prozent. Der Trend zur stetigen Abnahme des Fußverkehrs hat seine Ursachen in der Luftverschmutzung, Lärmbelastungen, Zerschneidung von Fußwegenetzen und den Unfallgefahren durch den motorisierten Verkehr. Projekte zur Verkehrsberuhigung sollen dem entgegenwirken.

Fußgängerverkehr

Das Zu-Fuß-Gehen ist die natürlichste und ursprünglichste Art, sich fortzubewegen, mobil zu sein. Bis auf wenige Ausnahmen ist jeder Mensch auch Fußgänger. Die Tatsache, dass die meisten Menschen gerne gehen, muss daher als Chance begriffen werden. Die Anzahl der Wege, die wir zu Fuß zurücklegen, wird häufig unterschätzt, da sie oft mit der Nutzung anderer Verkehrsmittel kombiniert werden und dann bei Zählungen unberücksichtigt bleiben. Die Europäische Charta für Fußgänger geht von einem der Anteil der reinen Fußwege  am Verkehrsaufkommen in Stadtgebieten von 25 bis 45 Prozent aus und betont, dass vor allem die schwächsten Verkehrsteilnehmer, d.h. Kinder und ältere Menschen überdurchschnittlich am Fußverkehr teilnehmen.

Fußgänger können sich nahezu auf allen Flächen und auch auf sehr engem Raum bewegen. Diese Flexibilität und die Unterschätzung der Bedeutung des Fußverkehrs lassen ihn bei der in der Regel autoorientierten Stadt- und Verkehrsplanung in Vergessenheit geraten. Er wird zu einer Restgröße, bedrängt durch die Platzansprüche des motorisierten Verkehrs, des Radverkehrs, des ruhenden Verkehrs (Parkraum) und diversen Sondernutzungen der verbliebenden Gehwege wie z. B. durch Händler, Straßencafés oder Baustellen. Luftverschmutzung, Lärmbelastungen, Zerschneidung von Fußwegenetzen und die Unfallgefahren durch den motorisierten Verkehr führen zusätzlich dazu, dass die Attraktivität und damit auch der Anteil der Fußgänger am Modalsplit der Verkehrsträger immer weiter abnehmen.

Um diesem Trend entgegen zu wirken, ließ das UBA in Modellvorhaben Möglichkeiten zur Förderung des Fußverkehrs erforschen und erproben. Hierzu zählen zum einen Projekte zum Fuß- und Radverkehr als nicht-motorisierte Verkehrsträger und zum anderen Projekte zur Verkehrsberuhigung.