Merkblatt zur Verbändeförderung

Allgemeines

Die Förderung geschieht nach Maßgabe der zur Verfügung stehenden Haushaltsmittel (Haushaltstitel 685 04). Die Dauer der Förderung ist in der Regel auf 24 Monate begrenzt, die maximale Höhe der Förderung beträgt 75.000 Euro pro Jahr (bei überjährigen Projekten analog für zwölf Monate).

Das Vorhaben sollte aus haushaltstechnischen Gründen frühestens am 1. April des Bewilligungsjahres beginnen und nicht im November oder Dezember enden.

In den Projektanträgen soll dargestellt werden, wie Wechselwirkungen zwischen Umwelt und Sozialpolitik sowie geschlechtsspezifische Aspekte berücksichtigt werden. Ebenso sind die Ziele der Maßnahme darzulegen, an denen sich der Erfolg des Projektes beurteilen lässt. Der Erfolg des Projektes ist in einem Abschlussbericht zu dokumentieren.

Kriterien für die Förderung

Antragsberechtigt sind Verbände, Initiativen und Organisationen, die im Umwelt- oder im Naturschutz tätig werden. Einzelpersonen sind nicht antragsberechtigt.

Die Projekte müssen einen klaren ökologischen Schwerpunkt und eine breite Außenwirkung haben. Gefördert werden insbesondere Projekte, die modellhaften Charakter und eine bundesweite Ausstrahlung besitzen. Die Förderung soll dazu dienen, innovativen Projekten eine Anschubfinanzierung zu ermöglichen. Die Förderung durch den Geschäftsbereich des Bundesumweltministeriums ist keine Dauerförderung. Soll ein Projekt über mehrere Jahre laufen, so muss der Antragsteller rechtzeitig andere (Anschluss-)Finanzierungsquellen erschließen.

Die Zuschüsse werden grundsätzlich zur Teilfinanzierung – und zwar zur Deckung des Fehlbedarfs – oder nach einem bestimmten Anteil der zuwendungsfähigen Ausgaben der Projekte bewilligt und auf einen Höchstbetrag begrenzt. Eine angemessene Beteiligung der Antragsteller wird vorausgesetzt. Der Antragsteller muss die Durchführung des Projektes mit seiner vorhandenen Ausstattung gewährleisten können. Investitionen können nicht gefördert werden. Wissenschaftliche Forschung kann nicht gefördert werden. Es werden keine Aufträge vergeben. Das Projekt darf noch nicht begonnen haben. Es muss ein besonderes Bundesinteresse bestehen.

Es wird empfohlen, sich bereits bei der Antragstellung mit folgenden Bestimmungen vertraut zu machen. Diese werden Bestandteil einer etwaigen Bewilligung sein:

Verfahren

Die Anträge sind per E-Mail über das Online-Antragsformular sowie in Papierform an die Postfach-Adresse des UBA beziehungsweise des BfN zu senden (Anträge zum Umweltschutz an das UBA, zum Naturschutz an das BfN).

Das UBA beziehungsweise das BfN bestätigt den Eingang der Anträge und nimmt die fachliche Prüfung vor. Auf dieser Grundlage trifft das BMUB die Entscheidung über eine Förderung in der Regel bis zum Ende des Jahres. Ein Rechtsanspruch auf Förderung besteht nicht.

Nach der Entscheidung des BMUB werden die Antragsteller durch das UBA über das Ergebnis schnellstmöglich informiert.

Die Ausstellung der Bescheide und die Betreuung der Projekte obliegt dem UBA beziehungsweise dem BfN in Abstimmung mit dem BMUB. Zuwendungsbescheide können erst erteilt werden, wenn die haushaltsrechtlichen Voraussetzungen zur (ggf. vorläufigen) Ausführung des Bundeshaushaltes gegeben sind.

Fragen?

Bei Fragen zu möglichen Projektthemen oder zur inhaltlichen Projektausrichtung oder zur Antragsstellung beziehungsweise zum Antragsformular können Sie sich gerne an uns wenden.