Die Rotterdam-Konvention

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In Europa werden etwa 30.000 Chemikalien gehandelt.
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Die Rotterdam-Konvention ist ein völkerrechtlicher Vertrag für den internationalen Handel mit gefährlichen Chemikalien. Derzeit haben ihn 152 Staaten unterzeichnet.

Das Rotterdamer Übereinkommen heißt vollständig Rotterdam Convention on the Prior Informed Consent Procedure for Certain Hazardous Chemicals and Pesticides in International Trade. Es handelt sich um einen völkerrechtlichen Vertrag zur Chemikaliensicherheit im internationalen Handel mit gefährlichen Chemikalien. Das Übereinkommen wurde im September 1998 beschlossen und trat am 24. Februar 2004 in Kraft. Derzeit sind 152 Staaten Vertragsparteien.

Laut Rotterdam-Konvention müssen die Exportländer die Importländer informieren, wenn sie gefährliche Chemikalien dort einführen wollen. Das Empfängerland muss der Einfuhr zustimmen. Die betroffenen Chemikalien, darunter viele Pestizide, sind in den Anhängen der Konvention aufgelistet. Dieses Verfahren heißt „Prior Informed Consent“. Deshalb wird das Rotterdamer Übereinkommen oft auch als PIC-Konvention bezeichnet.

Im Verfahren zur Aufnahme neuer Chemikalien in die Anhänge des Übereinkommens, unterstützt das Umweltbundesamt andere Behörden insbesondere mit seiner Expertise zur Einstufung umweltgefährlicher Eigenschaften der Stoffe.