Stromversorgung

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Die Stromversorgung soll klimafreundlicher werden
Quelle: CC Vision

Die Stromerzeugung verursacht rund 40 % der energiebedingten CO2-Emissionen. Der Stromsektor muss daher grundlegend umstrukturiert werden, um die langfristigen Klimaschutzziele zu erreichen. Durch rationelle Stromnutzung, effiziente Energieumwandlung und eine Energieversorgung, die vollständig auf erneuerbaren Energien beruht, können die Emissionen auf nahezu Null gesenkt werden.

Strategische Reserve kann Strommarkt kostengünstig absichern

Wie der Umbau der Stromversorgung sicher und preisgünstig gestaltet werden kann, hat eine Studie im Auftrag des UBA ermittelt. Um Wind- und Solarstrom effizient zu nutzen, sollte das Lastmanagement ausgeweitet werden. Absolute Extremsituationen könnten mit einer strategischen Reserve abgesichert werden. Diese ließe sich mit neuen Gasturbinenkraftwerken oder dem weiteren Betrieb einiger zur Stilllegung vorgesehener Kraftwerke schnell aufbauen. Eine Presseinformation des UBA fasst die Eckpunkte der Studie zusammen.

Deutschland steigt aus der Atomkraft aus und braucht keine neuen Kohlekraftwerke

In Deutschland gibt es derzeit genügend Kraftwerkskapazitäten auch unter Berücksichtigung des Atomausstieges. Es besteht kein Bedarf an zusätzlichen Kohlekraftwerken über die bereits im Bau befindlichen Anlagen hinaus. Der Zuwachs erneuerbarer Energien, die effizientere Stromnutzung und die bereits im Bau befindlichen fossilen Kraftwerke können die wegfallende Kernenergie auch in den nächsten Jahren kompensieren. In den kommenden drei Jahren werden zwar voraussichtlich circa 6,6 Gigawatt der vorhandenen Kraftwerksleistung stillgelegt, im gleichen Zeitraum werden jedoch Kraftwerke mit einer Leistung von circa 12,5 Gigawatt in Betrieb genommen. Erst gegen Ende des Jahrzehnts besteht ein Bedarf von rund acht Gigawatt an neuen fossilen Kraftwerken. Diese sollten als klimafreundliche und flexible Gas-und-Dampfturbinen-Kraftwerke oder Gasturbinen-Kraftwerke realisiert werden.

Veränderungen im Energiesystem dringend erforderlich

Um bis 2050 die Energiewende und damit auch eine CO2-Minderung um 80 bis 95 Prozent zu schaffen, muss Deutschland alle Register ziehen: vom strukturellen Umbau des Energiesystems bis zur Nutzung der Vorteile dezentraler Elemente, die gleichzeitig eine zusätzliche Verringerung der Treibhausgasemissionen erbringen kann. Ein Forschungsbericht zeigt die erforderlichen Maßnahmen im Energiesystem.

Vollversorgung mit Strom aus erneuerbaren Energien

Bis 2050 lässt sich die deutsche Stromversorgung vollständig auf erneuerbare Energien umstellen. Dies ist mit der besten bereits heute am Markt verfügbaren Technik möglich. Voraussetzung ist aber, dass der Strom sehr effizient genutzt und erzeugt wird. Das zeigt die Studie des Umweltbundesamtes „Energieziel 2050: 100 Prozent Strom aus erneuerbaren Quellen“. Eine Presseinformation des UBA fasst die Eckpunkte der Studie zusammen.

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