Die Herstellung von Produkten durch Industrie und Gewerbe ist stets mit Inanspruchnahme von Energie, Rohstoffen oder Flächen sowie Emission von Schadstoffen in Boden, Luft und Wasser verbunden. An diesen natürlichen Ressourcen wird heute weltweit zu Lasten künftiger Generationen Raubbau betrieben. Durch produktionsintegrierte Maßnahmen können Schadstoffemissionen soweit wie möglich vermieden werden, unvermeidliche Schadstoffemissionen können vermindert werden sowie die Ressourceninanspruchnahme kann auf ein für die Erde auch langfristig verträgliches Maß minimiert werden.
Wo finde ich eine Übersicht über die in Betrieb befindlichen Kraftwerke in Deutschland, die mit fossilen oder biogenen Brennstoffen betrieben werden?
Wo finde ich anlagen- und technikbezogene Emissionsfaktoren für GFA?
Antwort: Eine gute Übersicht liefert das Emissionsfaktoren-Handbuch der LUBW zur Unterstützung der Emissionserklärung 2004
Wo finde ich CO2-Emissionsfaktoren für GFA?
Antwort: diese finden Sie auf den Seiten der DEHSt
hier eine von der DEHSt herausgegebene Liste von September 2004
Wo finde ich Anbieter von Abgasreinigungseinrichtungen?
Wo kann ich etwas zum Chemikalienleasing erfahren?
Antwort: Zur 31. BImSchV gab es nach dem Inkrafttreten sehr viele Anfragen zur Auslegung PDF / 445 KB, aber auch Verständnisfragen. In einem Bund –Länder Arbeitskreis wurden diese Fragen diskutiert und Antworten erarbeitet. Der Abschlussbericht des Länderausschusses für Immissionsschutz (LAI) hat auf seiner 108. Sitzung (21.09. - 22.09.2004) empfohlen, die Auslegungsfragen als Orientierungshilfe anzuwenden. Nachzulesen sind die Auslegungsfragen z.B. auf der Internetseite des Landes NRW.
Das Umweltbundesamt informiert bei Nachfrage über die bestehenden FAQ und gibt Hinweise über die für den Vollzug zuständigen Umweltbehörden der einzelnen Bundesländer.
Ist Recyclingpapier gegenüber Frischfaserpapier umweltschonend?
Antwort: In einer Ökobilanz des UBA für graphische Papiere wurde das gesamte Herstellungsverfahren also auch der Deinking-Prozess für die Herstellung von Recyclingpapier genau bilanziert. Ergebnis: „Es ist wesentlich umweltverträglicher, graphische Papiere aus Altpapier herzustellen, als dafür frische Fasern aus dem Rohstoff Holz zu benutzen.”
Durch einen Anstieg des Recyclingpapieranteils an den Büropapieren von derzeit 20 auf 50% in Deutschland würden pro Jahr:
- ein Naturraum entlastet, der mit 229 Quadratkilometern knapp der halben Fläche des Bodensees entspricht,
- die Abwassermenge einer Stadt mit 45 000 Einwohnern eingespart,
- die Abwasserbelastung eingespart, die 25 000 Menschen verursachen,
- eine Treibhausgasmenge eingespart, die eine Kleinstadt mit 8 000 Einwohnern produziert.
Wie viel Papier und Pappe wurde 2008 in Deutschland produziert und wie viel wurde verbraucht?
- Jahresproduktion an Papier, Karton und Pappe: 22,8 Mio. t
- Produktion nach Hauptsorten (2008)
Hauptsorten |
Anteil an der Produktion |
Produktionsmenge |
Graphische Papiere |
46% |
10,59 Mio. t |
Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke |
41% |
9,36 Mio. t |
Papier und Pappe für technische und spezielle Verwendungszwecke |
7% |
1,50 Mio. t |
Hygienepapiere |
6% |
1,40 Mio. t |
- Rechnerischer Verbrauch an Papier, Karton und Pappe:
20,5 Mio. t
- Verbrauch je Einwohner: 250 kg im Jahr 2008
Quelle: Papier 2009 Ein Leistungsbericht, Verband Deutscher Papierfabriken e.V., Bonn, 2009" (kostenpflichtige Bestellung)
- Rechnerischer Verbrauch nach Hauptsorten (2008)
Hauptsorten |
Verbrauch |
Graphische Papiere |
9,58 Mio. t |
Papier, Karton und Pappe für Verpackungszwecke |
8,26 Mio. t |
Papier und Pappe für technische und spezielle Verwendungszwecke |
1,24 Mio. t |
Hygienepapiere |
1,43 Mio. t |
- Exportmenge an Papier, Karton und Pappe: 14 Mio. t
- Importmenge an Papier, Karton und Pappe: 11,7 Mio. t
Quelle: „Papier Kompass 2009“ ,Verband Deutscher Papierfabriken e.V.
Welche Schadstoffe können in Bekleidung enthalten sein?
Kann ich an der Bekleidung erkennen, welche Chemikalien/Schadstoffe enthalten sind?
Antwort: Nein. Das Textilkennzeichnungsgesetz erfordert nur Angaben zur eingesetzten Faserart und nicht zu den eingesetzten Chemikalien. Für Formaldehyd schreibt Anhang 9 der Bedarfsgegenständeverordnung eine Kennzeichnung für Textilien vor: Textilien, die mit einer Ausrüstung versehen sind und mehr als 0,15 % freies Formaldehyd enthalten, sind wie folgt zu kennzeichnen: „Enthält Formaldehyd. Es wird empfohlen, das Kleidungsstück zur besseren Hautverträglichkeit vor dem ersten Tragen zu waschen”
Welche gesetzlichen Regelungen gibt es zu Schadstoffen in Bekleidung?
Antwort: In der Bedarfsgegenständeverordnung und der Chemikalienverbotsverordnung sind für einige Stoffe Verwendungsbeschränkungen und Verbote festgelegt. Dazu gehören Azofarbstoffe, die krebserzeugende Amine bilden können, bestimmte Flammschutzmittel und Pentachlorphenol. Nach § 30 des Bedarfsgegenständegesetztes ist es verboten, Bedarfsgegenstände –dazu gehört Bekleidung – derart herzustellen oder zu behandeln, dass sie geeignet sind, die Gesundheit zu schädigen. Die Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften liegt zunächst in der Eigenverantwortlichkeit des Herstellers. Die Überwachung der gesetzlichen Vorschriften ist Sache der Bundesländer.
Wie kann ich mich vor Schadstoffen in Bekleidung schützen?
Antwort: Bekleidung sollte vor dem ersten Tragen gewaschen werden, um Chemikalien, die nicht im Textil gebunden sind, zu entfernen.
Produktkennzeichen können Hinweise auf schadstoffarme Bekleidung geben. Besondere Verbreitung hat das Siegel „Ökotex-Standard 100”, das schadstoffgeprüfte Textilien kennzeichnet. Das Europäische Umweltzeichen für Schuhe und für Textilien ist auf dem deutschen Markt mit wenigen Zeichennehmern kaum sichtbar. Das Qualitätszeichen Naturtextil des Internationalen Verbandes der Naturtextilwirtschaft (IVN) – mit den zur Zeit höchsten Anforderungen an Umwelt- und soziale Standards bei der Herstellung – bietet für den Kauf von Bekleidung aus Naturfasern eine gute Orientierung. Hinweise und Bewertungen zu diesen Produktkennzeichen bietet das Portal „LabelOnline” der Verbraucherinitiative e.V.