Letzte Änderung: 18.01.2012
UBA, Industrie- und Handelsunternehmen, Verbände sowie zivilgesellschaftliche Institutionen wenden sich mit der Broschüre an Textil- und Schuhproduzenten in Entwicklungs- und Schwellenländern, um sie an die europäischen Umweltstandards, die sogenannten besten verfügbaren Techniken (BVT), heranzuführen. Anhand konkreter Produktionsschritte werden Verbesserungen in Technik und Ablauf skizziert.
Nanopartikel werden bereits heute vielfach als Beschichtung auf Textilien oder als Zusatz in Farben und Lacken eingesetzt. Untersuchungen im Auftrag des UBA ergaben, dass bei Gebrauch oder Witterung Nanopartikel freigesetzt werden können. Eine weitere Studie zeigt, dass bei Ratten über die Atemluft aufgenommene Titandioxid-Nanopartikel größtenteils in der Lunge verbleiben. Ein geringer Anteil wird über den Blutkreislauf in den gesamten Körper transportiert und dort dauerhaft abgelagert. Die Aufnahme und Verteilung der Nanopartikel im gesamten Körper kann auch für den Menschen gefährlich sein.
Immer häufiger enthalten Produkte Nanopartikel. Das UBA ließ vier dieser Produkte – Textilien, Fassadenfarbe, Autoreifen und Dieselkraftstoff – untersuchen. Das Ergebnis: Im Laufe des Lebenszyklus werden Nanopartikel freigesetzt. Dies ist problematisch, da durch den Menschen aufgenommene Partikel die Gesundheit gefährden können. Die Studie stellt gravierende Wissensdefizite fest. Beispielsweise fehlen noch immer geeignete Messmethoden, um Nanomaterialien in der Umwelt festzustellen und zu identifizieren.
Eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, dass mit Nanotechnik die Umwelt entlastet werden kann. Verfahren und Produkte der Nanotechnik (z.B. Kunststoffe mit Nanopartikeln, Oberflächen aus nanoskaligem „Organischen Metall“) wurden auf ihr Potenzial zur Umweltentlastung untersucht. Der Schwerpunkt lag auf Energieeinsparung, Materialeffizienz und Verringerung der Emissionen von Treibhausgasen.
Nanomaterialien gewinnen bei Produkt- und Prozessinnovationen zunehmend an Bedeutung. Das bietet Chancen für neue Produkte, jedoch auch Risiken für Umwelt und Gesundheit. Produkte, die Nanomaterialien enthalten und freisetzen können, sollten möglichst vermieden werden, solange ihre Wirkung auf Mensch und Umwelt noch weitgehend unbekannt ist.
Der Abschlussbericht fasst die fünf Themen des OECD-CCA-Workshops sowie die Diskussionen und Präsentationen zusammen. Anhang II stellt die im Zusammenhang mit menschlichen Faktoren relevanten, existierenden Definitionen vor, Anhang IV ist eine Checkliste, die für eine erste Eigenbewertung der Sicherheitskultur einer Organisation genutzt werden kann.
Ein Projekt aus dem Beratungshilfeprogramm des BMU unterstützt die Ukraine, die Republik Moldau und die Region Transnistrien beim grenzüberschreitenden Risikomanagement im Dnestr-Flusseinzugsgebiet. Ziele: Verbesserung des Niveaus umweltgefährdender Industrien, um den unfallbedingten Eintrag von wassergefährdenden Stoffen in den Dnestr zu minimieren und Aufbau eines grenzüberschreitenden Warn- und Alarmsystems, um Gewässernutzer bei Havarien zu warnen und potenzielle Störfallfolgen zu vermeiden.
Innovative
Techniken, die von deutschen Firmen entwickelt wurden, schützen
die Umwelt, sichern Arbeitsplätze und bestimmen den Stand der Technik
in Europa mit. Der Wegweiser zeigt Ihnen, welche Schritte unternommen werden
müssen, um Ihre Technik erfolgreich europaweit über die BVT-Merkblätter
(Beste Verfügbare Technik-Merkblätter) bekannt zu machen.
Von Industrieanlagen, in denen gefährliche Stoffe gehandhabt werden, können bei einem Störfall erhebliche Gewässerverunreinigungen ausgehen. Diesen Gefahren kann nur durch eine gemeinsame Verantwortung für das Flusseinzugsgebiet und eine länderübergreifende Zusammenarbeit bei der Störfallvorsorge begegnet werden.
Das Projekt "Technologie-Transfer zum anlagenbezogenen Gewässerschutz in Rumänien, Moldawien und der Ukraine" begann 2000. Der Auslöser dafür war der Unfall in Baia Mare (Rumänien), wo bei einem Bergbauunternehmen 100 000 m³ zyanidhaltige Wässer über die Somes und die Theiß in die Donau flossen. Ziel war und ist es, einen Beitrag zu leisten, um den Stand der Anlagensicherheit im Hinblick auf den Schutz der Gewässer zu verbessern.
Seit 1991 werden alle meldepflichtigen Ereignisse in Anlagen, die der Störfall-Verordnung unterliegen, bei der ZEMA am Umweltbundesamt zentral registriert. 2009 wurden 16 Störfälle und Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs von Betreibern gemeldet, 9 weniger als 2008. Betroffen waren vor allem Chemieanlagen und Anlagen der metallverarbeitenden Industrie. Es gab keine Todesfälle, 19 Personen wurden verletzt. Bei 3 Ereignissen wurden Umweltschäden innerhalb des Betriebsbereiches angezeigt. Die häufigste Ursache der Ereignisse waren technische Fehler an Apparaten und Armaturen, die häufigsten Folgen Freisetzungen von Gefahrstoffen gefolgt von Explosionen und Bränden.
Biotechnische Produkte und Verfahren können die Umwelt schützen. Leider etablieren sie sich nur zögerlich am Markt. In einer Studie im Auftrag des UBA wurde deshalb ein Katalog an Anreizinstrumenten zusammengestellt. In der Biotechnologie werden Enzyme, Zellen oder ganze Organismen genutzt. Beispielsweise können mit Bakterien wichtige Industriechemikalien, wie etwa Propylenoxid, vergleichsweise umweltfreundlich hergestellt werden. Wie die Studie zeigt, können gentechnisch veränderte Mikroorganismen besonders gut zur Umweltentlastung eingesetzt werden. Die Autoren regen deshalb an, Nutzen und Risiken eines verstärkten Gentechnikeinsatzes in der industriellen Biotechnik zu diskutieren.
Viele Schiffsanstriche mit Nanopartikeln sind nicht umweltfreundlicher als andere Anstriche. Das ist das Resultat eines vom UBA in Auftrag gegebenen Gutachtens. Sein Ergebnis: Schiffsanstriche für Sportboote, auch Antifouling-Produkte genannt, die Nanomaterial enthalten, sind mit Bioziden belastet. Und das, obwohl sie als biozidfrei und umweltfreundlich angepriesen werden. Darunter sind zum Beispiele Biozide, die nicht zulässig sind, wie Silber und Zinkoxid. Die Studie gibt einen Überblick über die in Deutschland eingesetzten Antifouling-Produkte mit Nanomaterialien und schätzt deren Menge und die von ihnen ausgehenden Risiken ein. Im Mai 2010 konnten 14 Nanotechnologie-Produkte auf dem Sportbootmarkt und 5 auf dem Berufsschifffahrtsmarkt gefunden werden.
Wie eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, können nanotechnische Verfahren in vielen Bereichen des Umweltschutzes erfolgreich eingesetzt werden. Beispielsweise zur Wasseraufbereitung mit Hilfe von speziellen Membranverfahren, zur Grundwassersanierung mit Nanoeisenpartikeln und zur effektiveren Luftreinhaltung mit nanofaserbeschichteten technischen Filtern. Nanotechnik bietet erkennbare Potenziale zur Entlastung der Umwelt, diese sind aber oft nur gering.
Vom 15.-17. 9. 2009 trainierten während eines Trainingsseminars in Peking – Veranstalter waren das BMU und das chinesische Umweltministerium MEP– 100 Umweltinspektoren aus ganz China die vom UBA entwickelte „Checklistenmethode” zur sicherheitstechnischen Prüfung und Bewertung gewässerschutzrelevanter Anlagen. Da die ganzheitliche Risikobetrachtung zur Anlagensicherheit bislang in China nicht üblich ist, würdigte die chinesische Seite die Methode als einheitlichen Bewertungsmaßstab und hilfreiche Empfehlung zur Anlagensanierung für Behörden und Anlagenbetreiber.
Die Biogasbranche kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Umweltschutz insgesamt liefern. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Anlagen nach dem Stand der Technik gebaut und betrieben werden. Der vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit fachlicher Begleitung des UBA erstellte Bericht ist eine Bestandsaufnahme der in der Biogasbranche eingesetzten Technik. Schwerpunkte liegen im Bereich Immissionsschutz und Anlagensicherheit.
Bei der Herstellung von Textilien und Schuhen werden vielfältige Chemikalien eingesetzt, die bei mangelnder Abwasserreinigung zu starken Umweltverschmutzungen führen können. Zudem macht die Branche immer wieder mit schlechten Arbeitsbedingungen Schlagzeilen. Eine vom UBA in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergab, dass der Handel und die Markenhersteller zentrale Akteure sind, um Umwelt- und Gesundheitsstandards bei Zulieferern in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Ziel war es zu untersuchen, wie die europäischen Umweltstandards „Beste Verfügbare Techniken” (BVT) in der Lieferkette verankert werden können.
Der vorliegende Abschlussbericht zeigt am Beispiel von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach § 19g WHG, von Betriebsbereichen, die der 12. BImSchV unterliegen sowie Anlagen zur Lagerung von brennbaren Gasen in NRW, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wie sie in der Praxis vor Hochwasser geschützt werden können. Für Betriebsbereiche ist auch eine Betrachtung zum Schutz bei Erdbeben, Sturm und Bergsenkungen angefügt. Auf der Basis der Analyse der rechtlichen Anforderungen sowie dem gegenwärtigen Stand der Technik bzw. Sicherheitstechnik sind zahlreiche Vorschläge zur Fortschreibung des relevanten Umweltrechts und der Technischen Regelwerke erarbeitet.
Ganz neue Produkte zu entwickeln oder bestehende technische Lösungen zu ersetzen, das ist mit „Nano-Lösungen” möglich. Diese können jedoch auch Risiken für Gesundheit und Umwelt bergen. Durch eine Analyse des derzeitigen Standes der Technik der Nanotechnologie und eine Bestandsaufnahme bestehender und sich entwickelnder nationaler und europäischer Umweltgesetzgebung wurden im vorliegenden Rechtsgutachten Regelungslücken identifiziert. Des weiteren wurden Ansätze, diese Lücken auszufüllen, sowie Empfehlungen für das weitere regulatorische Vorgehen zu Nanomaterialien entwickelt.