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Nachhaltige Produktion, Anlagensicherheit

Aktuelles

Letzte Änderung: 18.01.2012

Jahresbericht 2009 der Zentralen Melde- und Auswertestelle für Störfälle (ZEMA) erschienen

Deckblatt des ZEMA-Jahresberichtes 2009Seit 1991 werden alle meldepflichtigen Ereignisse in Anlagen, die der Störfall-Verordnung unterliegen, bei der ZEMA am Umweltbundesamt zentral registriert. 2009 wurden 16 Störfälle und Störungen des bestimmungsgemäßen Betriebs von Betreibern gemeldet, 9 weniger als 2008. Betroffen waren vor allem Chemieanlagen und Anlagen der metallverarbeitenden Industrie. Es gab keine Todesfälle, 19 Personen wurden verletzt. Bei 3 Ereignissen wurden Umweltschäden innerhalb des Betriebsbereiches angezeigt. Die häufigste Ur­sache der Ereignisse waren technische Fehler an Apparaten und Armaturen, die häufigsten Folgen Freisetzungen von Gefahrstoffen gefolgt von Explosionen und Bränden.

Umweltschutz durch Biotechnik: Produkte und Verfahren durch Anreize fördern

Bioreaktor; Foto: Dr. Wolfgang Dubbert, UmweltbundesamtBiotechnische Produkte und Verfahren können die Umwelt schützen. Leider etablieren sie sich nur zögerlich am Markt. In einer Studie im Auftrag des UBA  wurde deshalb ein Katalog an Anreizinstrumenten zusammengestellt. In der Biotechnologie werden Enzyme, Zellen oder ganze Organismen genutzt. Beispielsweise können mit Bakterien wichtige Industriechemikalien, wie etwa Propylenoxid, vergleichsweise umweltfreundlich hergestellt werden. Wie die Studie zeigt, können gentechnisch veränderte Mikroorganismen besonders gut zur Umweltentlastung eingesetzt werden. Die Autoren regen deshalb an, Nutzen und Risiken eines verstärkten Gentechnikeinsatzes in der industriellen Biotechnik zu diskutieren.

Schiffsanstriche mit Nanopartikeln enthalten  gefährliche Biozide

Motorboote; Quelle: fotobeam © fotolia.deViele Schiffsanstriche mit Nanopartikeln sind nicht umweltfreundlicher als andere Anstriche. Das ist das Resultat eines vom UBA in Auftrag gegebenen Gutachtens. Sein Ergebnis: Schiffsanstriche für Sportboote, auch Antifouling-Produkte genannt, die Nanomaterial enthalten, sind mit Bioziden belastet. Und das, obwohl sie als biozidfrei und umweltfreundlich angepriesen werden. Darunter sind zum Beispiele Biozide, die nicht zulässig sind, wie Silber und Zinkoxid. Die Studie gibt einen Überblick über die in Deutschland eingesetzten Antifouling-Produkte mit Nanomaterialien und schätzt deren Menge und die von ihnen ausgehenden Risiken ein. Im Mai 2010 konnten 14 Nanotechnologie-Produkte auf dem Sportbootmarkt und 5 auf dem Berufsschifffahrtsmarkt gefunden werden.  

Mit Nanotechnik die Umwelt schützen

Solare Wasserreinigungsanlage (Prototyp 7,4 qm); Quelle: DLR KölnWie eine Studie im Auftrag des UBA zeigt, können nanotechnische Verfahren in vielen Bereichen des Umweltschutzes erfolgreich eingesetzt werden. Beispielsweise zur Wasseraufbereitung mit Hilfe von speziellen Membranverfahren, zur Grundwassersanierung mit Nanoeisenpartikeln und zur effektiveren Luftreinhaltung mit nanofaserbeschichteten technischen Filtern. Nanotechnik bietet erkennbare Potenziale zur Entlastung der Umwelt, diese sind aber oft nur gering.

Anlagensicherheit: deutsch-chinesische Zusammenarbeit

Produktionsanlage (für Phosphortrichlorid); Quelle Foto: © J. Platkowski (R&D IndustrieConsult)Vom 15.-17. 9. 2009 trainierten während eines Trainingsseminars in Peking – Veranstalter waren das BMU und das chinesische Umweltministerium MEP– 100 Umweltinspektoren aus ganz China die vom UBA entwickelte „Checklistenmethode” zur sicherheitstechnischen Prüfung und Bewertung gewässerschutzrelevanter Anlagen. Da die ganzheitliche Risikobetrachtung zur Anlagensicherheit bislang in China nicht üblich ist, würdigte die chinesische Seite die Methode als einheitlichen Bewertungsmaßstab und hilfreiche Empfehlung zur Anlagensanierung für Behörden und Anlagenbetreiber.

Stand der Technik bei Biogasanlagen

Biogasanlage; Quelle: Lianem © fotolia.deDie Biogasbranche kann einen wichtigen Beitrag zum Klimaschutz und zum Umweltschutz insgesamt liefern. Voraussetzung hierfür ist allerdings, dass die Anlagen nach dem Stand der Technik gebaut und betrieben werden. Der vom Deutschen BiomasseForschungsZentrum (DBFZ) mit fachlicher Begleitung des UBA erstellte Bericht ist eine Bestandsaufnahme der in der Biogasbranche eingesetzten Technik. Schwerpunkte liegen im Bereich Immissionsschutz und Anlagensicherheit.

„Beste Verfügbare Techniken” auch in Entwicklungs- und Schwellenländern zum Standard machen

bunte Damenoberteile im Bekleidungsgeschäft; Quelle: giovanni cardinali © www.fotolia.deBei der Herstellung von Textilien und Schuhen werden vielfältige Chemikalien eingesetzt, die bei mangelnder Abwasserreinigung zu starken Umweltverschmutzungen führen können. Zudem macht die Branche immer wieder mit schlechten Arbeitsbedingungen Schlagzeilen. Eine vom UBA in Auftrag gegebene Machbarkeitsstudie ergab, dass der Handel und die Markenhersteller zentrale Akteure sind, um Umwelt- und Gesundheitsstandards bei Zulieferern in Entwicklungs- und Schwellenländern zu fördern. Ziel war es zu untersuchen, wie die europäischen Umweltstandards „Beste Verfügbare Techniken” (BVT) in der Lieferkette verankert werden können.

Schutz von Anlagen und Betriebsbereichen gegen natürliche Gefahrenquellen

ÜberschwemmungsgebietDer vorliegende Abschlussbericht zeigt am Beispiel von Anlagen zum Umgang mit wassergefährdenden Stoffen nach § 19g WHG, von Betriebsbereichen, die der 12. BImSchV unterliegen sowie Anlagen zur Lagerung von brennbaren Gasen in NRW, Sachsen und Sachsen-Anhalt, wie sie in der Praxis vor Hochwasser geschützt werden können. Für Betriebsbereiche ist auch eine Betrachtung zum Schutz bei Erdbeben, Sturm und Bergsenkungen angefügt. Auf der Basis der Analyse der rechtlichen Anforderungen sowie dem gegenwärtigen Stand der Technik bzw. Sicherheitstechnik sind zahlreiche Vorschläge zur Fortschreibung des relevanten Umweltrechts und der Technischen Regelwerke erarbeitet.

Nanotechnologie: Zukunfts- und Schlüsseltechnologie

NanotechnologieGanz neue Produkte zu entwickeln oder bestehende technische Lösungen zu ersetzen, das ist mit „Nano-Lösungen” möglich. Diese können jedoch auch Risiken für Gesundheit und Umwelt bergen. Durch eine Analyse des derzeitigen Standes der Technik der Nanotechnologie und eine Bestandsaufnahme bestehender und sich entwickelnder nationaler und europäischer Umweltgesetzgebung wurden im vorliegenden Rechtsgutachten Regelungslücken identifiziert. Des weiteren wurden Ansätze, diese Lücken auszufüllen, sowie Empfehlungen für das weitere regulatorische Vorgehen zu Nanomaterialien entwickelt.

 

 

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