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Luft und Luftreinhaltung

Ammoniak

Letzte Änderung: 24.06.2011

Ammoniak und sein Umwandlungsprodukt Ammonium sind Luftschadstoffe, die erheblich zur Schädigung von Land- und Wasserökosystemen beitragen. Etwa die Hälfte des in die Luft emittierten reaktiven Stickstoffs wird als Ammoniak emittiert. Ammoniak ist ein sehr reaktives, gut wasserlösliches Gas und wirkt als einziges Gas in der Atmosphäre basisch. Ammoniak und Ammonium sind außerdem wesentliche Vorläufersubstanzen für die Bildung von gesundheitsschädlichem Feinstaub.

Die Höchstmenge an Ammoniak, die in Deutschland pro Jahr emittiert werden darf, ist auf 550 Kilotonnen pro Jahr festgelegt.

Quellen des atmosphärischen Ammoniaks

Die wichtigste Quelle von Ammoniak ist die Landwirtschaft. Nur etwa 5 % der Ammoniak-Emissionen entstammen anderen Quellen, z.B. dem Kraftfahrzeugverkehr. Wesentliche landwirtschaftliche Quellen der Ammoniakemission sind landwirtschaftlich genutzte Böden, die Tierhaltung sowie die Lagerung und Ausbringung von Wirtschaftsdünger.

Ammoniak kann auch direkt aus der Pflanze in die Luft gelangen. Das in den Blättern gelöste Ammonium steht mit Ammoniak in der Außenluft im Gleichgewicht. Die Konzentrationen in den Blättern können insbesondere bei frisch gedüngten Pflanzen so hoch sein, dass ein Ammoniak-Fluss aus der Pflanze in die Atmosphäre beobachtet wird.

Minderungsmaßnahmen

Maßnahmen zur Minderung von Stickstoffemissionen müssen an den maßgeblichen Ammoniakquellen ansetzen. Im Stallbereich sind das

Für das Wirtschaftsdüngermanagement spielen

die entscheidende Rolle. Bei direkter Einarbeitung in den unbewachsenen Boden kann beispielsweise eine Ammoniakemissionsminderung bis 90 % gegenüber der Breitverteilung ohne Einarbeitung erreicht werden. Bei der Einarbeitung der Gülle in den Boden nach vier Stunden sind es nur 48 % und nach 12 Stunden beträgt die Minderung der Ammoniakemissionen gerade noch 12 % gegenüber der Referenz.

Für die Applikation von mineralischem Dünger muss das Ziel einer hohen Stickstoffausnutzung (N-Aufnahme der Pflanze pro Düngergabe) und ein möglichst geringer Stickstoffüberschuss (Stickstoffzugabe minus Stickstoffaufnahme durch die Pflanze) weiter verfolgt werden.

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