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Luft und Luftreinhaltung

Die neue Verordnung für Kleinfeuerungsanlagen sorgt für bessere Luftqualität – Forschungsprojekt berechnet Staubreduzierung und entwickelt Feinstaubrechner BIOMIS für Wohngebiete

Letzte Änderung: 08.02.2012

Am 22. März 2010 ist die Novelle der Verordnung über kleine und mittlere Feuerungsanlagen (1. BImSchV) in Kraft getreten. Die neuen Umweltauflagen für Holzheizungen, Kaminöfen und andere kleine Feuerungsanlagen für feste Brennstoffe werden spürbare Entlastungen bei den Feinstaubimmissionen bringen. In den betroffenen Wohngebieten wird die Belastung allein durch die neue 1. BImSchV um fünf bis zehn Prozent zurück gehen, so das Ergebnis der Studie „Modellrechnungen zu den Immissionsbelastungen bei einer verstärkten Verfeuerung von Biomasse in Feuerungsanlagen der 1. BImSchV“.

Im Auftrag des Umweltbundesamtes (UBA) wurde sie am Institut für Feuerungs- und Kraftwerkstechnik der Universität Stuttgart und beim Ingenieurbüro Lohmeyer Karlsruhe durchgeführt. Da die tatsächliche Belastung aus Kleinfeuerungsanlagen sehr stark von den örtlichen Gegebenheiten abhängt, hat das Umweltbundesamt im Rahmen des Projekts außerdem die PC-Anwendung „BIOMIS“ entwickeln lassen, mit der Planerinnen und Planer eigene Berechnungen für einzelne Wohngebiete durchführen können.

Für die Studie war eine umfangreiche Grundlagenarbeit erforderlich: Zur Ermittlung des Reduzierungspotentials der Feinstaubbelastung fehlte ein geeignetes Modellsystem. Die Forscherinnen und Forscher entwickelten deshalb zuerst das passende Modell und überprüften dieses während mehrerer Wintermonate mit Hilfe realer Messungen in einer Ortschaft mit einem hohen Anteil an Holzheizungen.

Über 10.000 unterschiedliche Szenarien wurden von den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern berechnet, um die Auswirkungen der verwendeten Brennstoffe und die Art und Qualität der Heizungen auf die Luftschadstoffe Feinstaub und Stickstoffdioxid darzustellen.

Die so erzeugten Datensätze flossen in das Computerprogramm „BIOMIS“ (Immissionsprognose für die thermische Biomassenutzung) ein. Diese PC-Anwendung erlaubt es – auf Basis der installierten Heizungen –die Luftbelastung mit Feinstaub und Stickstoffdioxid aus Kleinfeuerungsanlagen für ein konkretes Gebiet darzustellen.

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