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Letzte Änderung: 09.12.2008
Industrieanlagen werden nur genehmigt, wenn durch Modellrechnungen nachgewiesen ist, dass die Emissionen der geplanten Anlagen keine Überschreitungen der zulässigen Konzentrationen von Luftschadstoffen verursachen. In Deutschland legt die Technische Anleitung zur Reinhaltung der Luft (TA Luft) die Anforderungen an diese Modellrechnungen fest, ähnliche Vorschriften gelten in anderen Staaten. Eine Vorreiterrolle nimmt die TA Luft 2002 allerdings dadurch ein, dass sie ein sogenanntes Lagrange’sches Partikelmodell vorschreibt. Dieses flexible Rechenverfahren liefert im Unterschied zu den sonst üblichen Gaußmodellen auch dann realistische Ergebnisse, wenn Geländeunebenheiten und Gebäude die Ausbreitung der Abgase beeinflussen. Ein im Auftrag des Umweltbundesamtes entwickeltes Computerprogramm, das den Anforderungen der TA Luft entspricht, wird kostenlos unter dem Namen AUSTAL2000 bereitgestellt und hat sich in der Praxis bewährt. Auch viele Modellierer aus dem Ausland und neue Mitgliedsstaaten der EU bekundeten bereits Interesse an diesem Programm, aber bisher scheiterte seine Anwendung häufig daran, dass AUSTAL2000 nur in einer deutschen Version vorlag. Diese Hürde ist genommen: AUSTAL2000 steht nun auch in einer englischen Version zur Verfügung.