Letzte Änderung: 01.08.2011
Emissionen aus der Nahrungsmittelproduktion (Landwirtschaft und Verbrennungsprozesse wie z. B. Herstellung, Transport und Verteilung von Vorleistungen und verarbeiteten Produkten) haben die Flussraten insbesondere von reaktiven Stickstoffverbindungen erheblich erhöht. Daraus resultierende Umweltbelastungen sind vor allem Versauerung, Eutrophierung sowie Beiträge zur Klimaänderung. Durch erfolgreichere Minderungsmaßnahmen in anderen Sektoren wächst der Anteil der Landwirtschaft an der verbleibenden Umweltbelastung, obwohl die Landwirtschaft ihre Emissionen in den letzten Jahren kontinuierlich gemindert hat. Die Landwirtschaft muss daher ihren Teil zur Umweltentlastung auch weiter beitragen. Auch bestehen zahlreiche Verpflichtungen (international und national), die aus der Landwirtschaft stammenden Umweltbelastungen auf ein dauerhaft tragbares Maß zurückzuführen. Andererseits kann die Landwirtschaft über die Produktion von Nahrungs- und Futtermitteln hinaus auch gesellschaftlich erwünschte Leistungen für Natur und Umwelt erbringen und damit erheblich zum Erhalt und Schutz natürlicher Ressourcen, zur Landschaftspflege und zur Lebensqualität beitragen, etwa für die Bereiche Freizeit, Sport und Tourismus.
Eine Alternative zur konventionellen Landwirtschaft ist die ökologische Landwirtschaft, die Boden und Gewässer weit weniger belastet und eine artgerechte Tierhaltung praktiziert. Der Flächenanteil des Ökolandbaus lag in Deutschland Anfang 2004 erst bei etwa 4,5 % der landwirtschaftlich genutzten Fläche. Damit nimmt Deutschland in der EU einen Mittelfeldplatz ein.