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Landwirtschaft und Nahrungsmittelindustrie

Beitrag einer nachhaltigen Landwirtschaft zum Klimaschutz

Letzte Änderung: 01.08.2011

Die Landwirtschaft trägt mit etwa 7% zu den gesamten Treibhausgasemissionen in Deutschland bei. Zu den global klimawirksamen Gasen Kohlendioxid, Methan und Distickstoffoxid (Lachgas) kommt das indirekt wirkende Ammoniak hinzu.

Die landwirtschaftlich bedingten Methanemissionen mit einem Anteil von etwa 40 % an der Gesamtemission stammen hauptsächlich aus der Rinderhaltung und zu einem geringeren Anteil aus der Wirtschaftsdüngerlagerung. Die Lachgasemissionen aus der Landwirtschaft tragen mit etwas 50% zu den Gesamtemissionen von Lachgas bei. Sie sind im wesentlichen durch Stickstoffumsätze im Boden bedingt, wobei vor allem anaerobe Verhältnisse die Lachgasfreisetzung begünstigen. Es besteht ein direkter Zusammenhang zwischen der Intensität der Bodenbewirtschaftung und der Emissionshöhe. Die Emissionen von Kohlendioxyd aus landwirtschaftlichen Böden haben einen Anteil von 4,5 % und spielen damit eine kleinere Rolle. An den Ammoniakemissionen ist die Landwirtschaft hingegen mit mehr als 90 % beteiligt. Diese sind zu 10 % auf die Düngung , der überwiegende Anteil aber auf die Tierhaltung und das Wirtschaftsdüngermanagement zurückzuführen.

Die Stickstoffeinträge der Landwirtschaft in die Umwelt müssen gemindert, die Fläche des Ökologischen Landbaus ausgeweitet und die landwirtschaftliche Biomassenutzung optimiert werden. Der Ökologische Landbau und Verbesserungen in der konventionellen Landwirtschaft können wichtige Beiträge zum Klimaschutz leisten. Hier können unter anderem das verstärkte Verwenden von Biogas, das Optimieren von Düngeverfahren für höhere Nährstoffeffizienz zum Verringern der Lachgasemissionen (N2O) und ein stärkeres Nutzen des großen Potentials der Land- und Forstwirtschaft an Abfall-Biomasse sowie zum Anbau von Energiepflanzen beitragen.

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