Letzte Änderung: 01.08.2011
Das Umweltbundesamt beteiligt sich an der ersten regionalen Agenda im Rio-Folgeprozess, der Baltic Sea Agenda 21 (BA21). Die BA 21 Arbeitsgruppe Landwirtschaft wurde lange Zeit gemeinsam vom Umweltbundesamt, Fachgebiet Umwelt und Landwirtschaft, und der Forschungsanstalt für Landwirtschaft, Institut für Pflanzenernährung und Bodenkunde, geleitet. Ziel der Beteiligung des UBA ist die Verbesserung des Umweltschutzes und der internationalen Beziehungen durch Förderung des wissenschaftlichen Austausches, um gemeinsam Maßnahmen zu entwickeln zur Übertragung des Umweltacquis der Gemeinschaft auf die Beitrittskandidaten während der Übergangsphase bis zur Gleichstellung bei den marktordnungsbezogenen Mittelzuweisungen im Jahr 2013.

Die Arbeitsgruppe Landwirtschaft der BA 21, eine Folgeaktivität des Weltgipfels in Johannesburg, sucht nach Wegen, die Ostsee in Zukunft vor schädlichen Einträgen aus der Landwirtschaft zu schützen und eine nachhaltige Landbewirtschaftung rund um die Ostsee zu etablieren. Die Ergebnisse der Arbeiten der Gruppe zur Verankerung der guten fachlichen Praxis in den neuen EU-Mitgliedsstaaten und im Nord-Westen Russlands wurden zum Ostseetag im Umweltbundesamt im April 2004 präsentiert. und im Tagungsbericht zum Ostseetag im Umweltbundesamt (UBA-Texte 53/04) publiziert.
Der Beitritt der Länder des ehemaligen Ostblocks zur Europäischen Gemeinschaft erfordert eine Neuausrichtung der agrarischen Produktion, damit eine nachhaltige Landnutzung unter Schonung der knappen natürlichen Ressourcen sowie akzeptable Umweltstandards rasch erreicht werden. Die politischen und wirtschaftlichen Veränderungen in den Baltischen Staaten und der Russischen Föderation haben weit reichenden Wirkungen auf die Landwirtschaft. Als wichtiger Eckpfeiler einer nachhaltigen Regionalentwicklung wird die Landwirtschaft ihren Beitrag zur Sicherung der natürlichen Ressourcen leisten müssen. Weitere Themen sind u.a. Bildung für Nachhaltige Entwicklung, Nachhaltiges Nährstoffmanagement, oder Nachhaltiges Energiemanagement in der Landwirtschaft. Die landwirtschaftlichen Bildungs- und Forschungseinrichtungen der Beitrittsstaaten sowie der Russischen Föderation und in der meisten alten EU-Mitgliedsstaaten befinden sich derzeit in einem grundlegenden Prozess der Umorganisation. Nach Ansicht der Arbeitsgruppe ist eine sektorenübergreifende Kooperation aller Akteure im ländlichen Raum die Grundvoraussetzung, um zukünftige Herausforderungen zur Abfederung des Strukturwandels bewältigen zu können.
Weitere Informationen zur Agenda 21 für den Ostseeraum