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Letzte Änderung: 08.03.2010
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) hat große Auswirkungen auf Böden, Wasser und Luft sowie die Vielfalt von Pflanzen und Tieren im ländlichen Raum. Für die Zeit von 2014 bis 2020 steht eine weitere Reformrunde an. Die Auseinandersetzung darüber hat bereits begonnen. Das UBA hat seine Forderungen aus der Sicht des Umweltschutzes in diese Diskussion eingebracht.
Gewässerschutz kann nur mit der Landwirtschaft, nicht gegen sie erfolgreich sein. Eine fachliche und kompetente Beratung der Landwirte ist dabei ein wichtiger Baustein. Die neue Broschüre des UBA wirbt für einen breiteren Einsatz gewässerschonender Maßnahmen und zeigt auf, dass Gewässerschutz nicht mit Ertragseinbußen einhergehen muss.
Der Deutsche Bauernverband rechnet die Klimabilanz der Landwirtschaft schön. Dietrich Schulz vom Umweltbundesamt beteiligt sich an der kritischen Diskussion.
Da Kupfer nicht abbaubar ist, reichert sich das Schwermetall bei langjähriger, wiederholter Anwendung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Boden an. Der Bericht dokumentiert die in Labor- und Freilandstudien beschriebenen schädlichen Auswirkungen der Kupferanreicherung auf das Bodenleben. Die zusammengetragenen Informationen untermauern die grundsätzlich ablehnende Haltung des Umweltbundesamtes zum Einsatz von Kupfer im Pflanzenschutz.
In einem vom UBA geförderten Vorhaben wurde erstmals eine bundesweite Auswertung von Bodendaten zur Verdichtungsgefährdung durchgeführt. 50 % unserer Ackerfläche weisen im feuchten Zustand eine so hohe potenzielle Verdichtungsempfindlichkeit auf, dass sie durch den Druck von Landmaschinen bis in den Untergrund verdichtet werden können.
Der weltweite Temperaturanstieg und der damit verbundene Klimawandel haben auch weit reichende Auswirkungen auf die Landwirtschaft. Dem Schutz fruchtbarer Böden in den gemäßigten Breiten kommt eine wachsende Bedeutung für die Ernährungssicherung und den Anbau nachwachsender Rohstoffe zu. Eine mögliche klimafreundliche Alternative ist die Umstellung auf den Ökolandbau. Dr. Dietrich Schulz trug dazu auf der Herbsttagung des Bundes für Ökologische Lebensmittelwirtschaft (BÖLW) die Sichtweise des Umweltbundesamtes vor.
Das Umweltbundesamt schlägt vor, Fehlanwendungen beim Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln europaweit zu erfassen. Eine Rahmenrichtlinie der Europäischen Kommission zum nachhaltigen Gebrauch von Pflanzenschutzmitteln befindet sich zurzeit in der Abstimmung.
Gefördert durch das Umweltbundesamt veranstaltet der Bundesverband
Deutscher Gartenfreunde e. V.(BDG) eine Seminarreihe für Fachberaterinnen
und –berater zu aktuellen Umweltthemen rund um den Kleingarten. Zur
dritten Veranstaltung in dieser Reihe konnten Dr. Achim Friedrich, Präsidiumsmitglied
des BDG, gleichzeitig Seminarleiter des Umweltseminars und Dr. Dietrich
Schulz vom Umweltbundesamt 54 teilnehmende Personen in Dessau-Roßlau begrüßen.
Diesmal standen Düngung, Pflanzenschutz und Ökologie im Kleingarten
auf der Tagesordnung. Umweltschutz in Ehren, aber Gartenfreunde wollen
und sollen schließlich auch etwas ernten! Wie lassen sich die Ziele Ökologie
und Fruchtziehung in Einklang bringen? Darüber referierten eine Reihe
angesehener Vertreterinnen und Vertreter aus Wissenschaft und Praxis. Nicht
eingeplanter Nebeneffekt: Auf einer Exkursion ins weltberühmte Dessau-Roßlau-Wörlitzer
Gartenreich konnten sich die Gartenfreundinnen und –freunde gleich
noch ein Bild vom Hochwasser rund um Dessau-Roßlau machen.
Im
Abschlussbericht des Forschungsvorhabens werden die Verteilung und
der Umfang der Produktion der betroffenen Branchen beschrieben, sowie
Produktionsabläufe, In- und Output der Ein- /Ausgangsstoffe, Art
der eingesetzten Hilfsstoffe, Emissionen an Wasser, Abluft, Abwärme
dargestellt und relevante Energieverbräuche gekennzeichnet. Die
Emissionswerte in den relevanten Branchen werden mit den deutschen
Grenzwerten verglichen. Die besten verfügbaren Techniken in ausgewählten
Branchen werden ausführlich beschrieben und auch durch Beispiele
von BVT aus anderen EU-Ländern ergänzt.
Als Folge der Diskussion um Dioxin- und dl-PCB-Funde in der Umwelt hatte das BMU zu einem Fachgespräch am 7. April 2009 eingeladen. Ziele der Veranstaltung waren eine Bestandsaufnahme der Belastungen von Böden, die sich auch auf die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auswirken, sowie die Koordinierung des weiteren Vorgehens von Bund und Ländern. In diesem Bericht werden die Stellungnahmen der Länder dargestellt und ausgewertet.
Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Dies reicht schon heute nicht aus, um unseren Verbrauch an landwirtschaftlichen Produkten (Nahrungsmittel und Biomasse) zu decken. Etwa ein Fünftel zusätzliche Anbaufläche benötigen wir im Ausland. Eine Ausweitung der Biomassenutzung in Deutschland würde unseren Flächenbedarf im Ausland weiter erhöhen. Ackerland muss deshalb geschützt werden und darf nicht weiter durch Zersiedelung verloren gehen.
Wie sich eine zunehmende Bereitstellung von Bioenergieträgern auf die Nachhaltigkeitssituation von unterschiedlichsten Landwirtschaftsbetrieben auswirkt, untersuchte ein Forschungsprojekt anhand von Szenarien mit dem Analyse- und Bewertungsverfahren "Kriteriensystem nachhaltige Landwirtschaft (KSNL)". Ökonomie, Ökologie und Soziales werden im Einzelfall differenziert betrachtet. Damit werden wichtige Anpassungsoptionen landwirtschaftlicher Betriebe zur Ausweitung der Bioenergie erfasst und beurteilt.
Welches sind die aktuell größten Gefahren für unsere Böden, die von der Landwirtschaft ausgehen? Dietrich Schulz beantwortet Fragen der "Berliner Zeitung".
Klärschlämme können eine Vielzahl von Krankheitserregern enthalten. Trotzdem gibt es bei der Verwertung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft noch keine Hygieneanforderungen an sie. Das Gutachten im Auftrag von BMU und UBA dokumentiert den aktuellen Wissensstand und zeigt Möglichkeiten für die Einführung strengerer Hygienevorschriften bei der bevorstehenden Novellierung der Klärschlammverordnung auf.
Der Beitrag hinterfragt, ob der Einsatz kupferhaltiger Pflanzenschutzmittel im ökologischen Landbau einem nachhaltigen Umgang mit der Ressource Boden entspricht. Ein Statement des UBA bestätigt das Risiko schädlicher Auswirkungen auf das Bodenleben und die Bodenfruchtbarkeit infolge der Kupferanreicherung im Boden bei langjähriger, wiederholter Anwendung.
Aktuell liegen die Ergebnisse eines vom Umweltbundesamt beauftragten Verbundvorhabens zur „Begrenzung von Schadstoffeinträgen in Böden durch Düngungsmaßnahmen” vor. Der Bericht beinhaltet eine Zusammenstellung von Gehalten anorganischer und organischer Schadstoffe in Düngern sowie in landwirtschaftlichen Böden.
Ziel des vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft Verbraucherschutz (BMELV) und dem Umweltbundesamt geförderten Forschungsprojekts ist die systematische, umfassende Beschreibung und Bewertung des Standes der Technik bei Tierhaltungsverfahren. Es wurden 136 verschiedene Haltungsverfahren der Schweine-, Rinder-, Geflügel- und Pferdehaltung im Hinblick auf Umweltwirkungen und Tiergerechtheit unter Berücksichtigung ökonomischer Aspekte beschrieben und bewertet.