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Letzte Änderung: 07.02.2012
Der Luftschadstoff Ammoniak stammt hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Eine Studie des KTBL e.V. im Auftrag des UBA zeigt, dass sich der Ausstoß verringern lässt und dies auch für die Landwirte wirtschaftlich sein kann. Beispielsweise senkt bei Mastschweinen eine proteinangepasste Fütterung sowohl die Stickstoffausscheidung als auch die Futterkosten. Die Studie stellte relevante Maßnahmen zusammen, ermittelte Kosten und Nutzen und liefert damit wichtige Erkenntnisse für Politik und Praxis.
Der 5. Dezember ist der Internationale Tag des Bodens. Weltweite Preissteigerungen bei Nahrungsmitteln und die Rolle als Speicher für klimawirksames CO2 rücken die Böden in den Mittelpunkt der internationalen Wahrnehmung. Am 5. und 6. Dezember finden auch in diesem Jahr drei Veranstaltungen in Berlin statt.
Die von Agrarkommissar Ciolos präsentierten Legislativvorschläge für eine reformierte Gemeinsame Agrarpolitik ab 2014 werden ihre Ziele nur sehr bedingt erreichen. Zu diesem Schluss kommt die KLU nach Prüfung des Reformpakets. Die KLU sieht gute Absichten, aber mangelhafte Umsetzung in den Reformvorschlägen zur gemeinsamen Agrarpolitik.
In die anstehende Reformrunde zur Gemeinsamen Agrarpolitik der Europäischen Union hat sich jetzt die Kommission Landwirtschaft am Umweltbundesamt (KLU) eingeschaltet. Sie fordert eine Ökologisierung der EU-Agrarpolitik. Die Fördergelder – jährlich 57 Milliarden Euro aus öffentlichen Kassen – sollen zukünftig stärker an Umweltauflagen zum Schutz von Wasser, Klima, Luft und Artenvielfalt gebunden werden.
Tierarzneimittel gelangen vor allem über das Ausbringen von Gülle in die Umwelt. Was mit den Wirkstoffen in der Gülle passiert, wo sie von der Bodenoberfläche der Felder aus hingelangen und was sie dort bewirken, muss noch besser erforscht werden. In einem vom UBA beauftragten Gutachten wurden deshalb Informationen zu Eigenschaften und Lagerungsbedingungen von Gülle gesammelt. Das Ziel ist, realistische Leitfäden zu entwickeln, um das Verhalten von Tierarzneimitteln und Bioziden in der Umwelt zu bewerten.
Die Gemeinsame Agrarpolitik der EU (GAP) hat große Auswirkungen auf Böden, Wasser und Luft sowie die Vielfalt von Pflanzen und Tieren im ländlichen Raum. Für die Zeit von 2014 bis 2020 steht eine weitere Reformrunde an. Die Auseinandersetzung darüber hat bereits begonnen. Das UBA hat seine Forderungen aus der Sicht des Umweltschutzes in diese Diskussion eingebracht.
Gewässerschutz kann nur mit der Landwirtschaft, nicht gegen sie erfolgreich sein. Eine fachliche und kompetente Beratung der Landwirte ist dabei ein wichtiger Baustein. Die neue Broschüre des UBA wirbt für einen breiteren Einsatz gewässerschonender Maßnahmen und zeigt auf, dass Gewässerschutz nicht mit Ertragseinbußen einhergehen muss.
Da Kupfer nicht abbaubar ist, reichert sich das Schwermetall bei langjähriger, wiederholter Anwendung von kupferhaltigen Pflanzenschutzmitteln im Boden an. Der Bericht dokumentiert die in Labor- und Freilandstudien beschriebenen schädlichen Auswirkungen der Kupferanreicherung auf das Bodenleben. Die zusammengetragenen Informationen untermauern die grundsätzlich ablehnende Haltung des Umweltbundesamtes zum Einsatz von Kupfer im Pflanzenschutz.
Am 13./14. Oktober 2011 fand in Berlin eine Veranstaltung des Umweltbundesamtes statt, auf der 100 Experten/-Innen aus der Wissenschaft, von Umwelt- und Gesundheitsbehörden sowie aus der Praxis der Landwirtschaft neue Erkenntnisse zu den Ursachen der Belastung der Umwelt mit Dioxinen und Polychlorierten Biphenylen (PCB) und zu deren Transfer in Futter- und Lebensmittel vorstellten. Es wurden Minderungsstrategien und Handlungskonzepte diskutiert.
Wie wirkt sich die Landwirtschaft auf Boden, Wasser, Luft, das Klima und die biologische Vielfalt aus?“ In der Broschüre „Umwelt und Landwirtschaft“ aus der Reihe „Daten zur Umwelt“ finden Sie in den wichtigsten Zahlen und Fakten Antworten. Grafiken, Karten und Tabellen bilden die Zusammenhänge verständlich ab und sind Diskussionsgrundlage über mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft.
Als Folge der Diskussion um Dioxin- und dl-PCB-Funde in der Umwelt hatte das BMU zu einem Fachgespräch am 7. April 2009 eingeladen. Ziele der Veranstaltung waren eine Bestandsaufnahme der Belastungen von Böden, die sich auch auf die Futtermittel- und Lebensmittelsicherheit auswirken, sowie die Koordinierung des weiteren Vorgehens von Bund und Ländern. In diesem Bericht werden die Stellungnahmen der Länder dargestellt und ausgewertet.
Rund die Hälfte der Fläche in Deutschland wird landwirtschaftlich genutzt. Dies reicht schon heute nicht aus, um unseren Verbrauch an landwirtschaftlichen Produkten (Nahrungsmittel und Biomasse) zu decken. Etwa ein Fünftel zusätzliche Anbaufläche benötigen wir im Ausland. Eine Ausweitung der Biomassenutzung in Deutschland würde unseren Flächenbedarf im Ausland weiter erhöhen. Ackerland muss deshalb geschützt werden und darf nicht weiter durch Zersiedelung verloren gehen.
Wie sich eine zunehmende Bereitstellung von Bioenergieträgern auf die Nachhaltigkeitssituation von unterschiedlichsten Landwirtschaftsbetrieben auswirkt, untersuchte ein Forschungsprojekt anhand von Szenarien mit dem Analyse- und Bewertungsverfahren "Kriteriensystem nachhaltige Landwirtschaft (KSNL)". Ökonomie, Ökologie und Soziales werden im Einzelfall differenziert betrachtet. Damit werden wichtige Anpassungsoptionen landwirtschaftlicher Betriebe zur Ausweitung der Bioenergie erfasst und beurteilt.
Klärschlämme können eine Vielzahl von Krankheitserregern enthalten. Trotzdem gibt es bei der Verwertung von Klärschlämmen in der Landwirtschaft noch keine Hygieneanforderungen an sie. Das Gutachten im Auftrag von BMU und UBA dokumentiert den aktuellen Wissensstand und zeigt Möglichkeiten für die Einführung strengerer Hygienevorschriften bei der bevorstehenden Novellierung der Klärschlammverordnung auf.
Aktuell liegen die Ergebnisse eines vom Umweltbundesamt beauftragten Verbundvorhabens zur „Begrenzung von Schadstoffeinträgen in Böden durch Düngungsmaßnahmen” vor. Der Bericht beinhaltet eine Zusammenstellung von Gehalten anorganischer und organischer Schadstoffe in Düngern sowie in landwirtschaftlichen Böden.
In einem vom UBA geförderten Vorhaben wurde erstmals eine bundesweite Auswertung von Bodendaten zur Verdichtungsgefährdung durchgeführt. 50 % unserer Ackerfläche weisen im feuchten Zustand eine so hohe potenzielle Verdichtungsempfindlichkeit auf, dass sie durch den Druck von Landmaschinen bis in den Untergrund verdichtet werden können.