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Letzte Änderung: 08.05.2013
Die Bedeutung von Rindfleisch als Nahrungsmittel auf dem deutschen Markt ist enorm. Umso wichtiger ist es, dafür Sorge zu tragen, dass Belastungen durch Schadstoffe wie PCB vermieden werden. Im BMU fand im Februar 2013 ein Fachgespräch zum Thema PCB in Rindfleisch statt, dessen Vorträge sich mit der Ursachenforschung zu den Eintragspfaden in die Umwelt und den Transfer ins Rindfleisch befassen.
Die GAP-Reform für die Jahre 2014-2020 geht in die heiße Phase. Anfang Februar haben sich die Staats- und Regierungschefs auf eine gemeinsame Position zum mehrjährigen Finanzrahmen der EU geeinigt. Die KLU hat in einer Stellungnahme ihre Empfehlungen zusammengefasst und in den aktuellen politischen Kontext gesetzt. Sie empfiehlt insbesondere, die geplante Ökologisierung verbindlich und wirksam zu gestalten.
Bienen versorgen uns nicht nur mit leckerem Honig. Sie bestäuben auch etwa 80 Prozent aller Nutzpflanzen. Umso beunruhigender klingen Berichte über massenhaftes Bienensterben. Zu den Ursachen zählen bestimmte Pflanzenschutzmittel. Drei dieser Pestizide sollen nun EU-weit verboten werden – zumindest für Pflanzen, die auch Bienen anlocken. Green Radio spricht darüber mit Peter Maske, Präsident des Deutschen Imkerbundes.
Die Erträge der Landwirtschaft wurden immer weiter gesteigert. Dies hat das Hunger-Problem in der Welt jedoch nicht gelöst, dafür aber zu mehr Umweltzerstörung geführt. Das stellte UBA-Präsident Flasbarth in seinem Eröffnungsvortrag auf der Konferenz „Agriculture in Transition“ der Heinrich-Böll-Stiftung fest. Der Einsatz von fossiler Energie, Mineraldünger und Wasser muss gesenkt, fruchtbare Böden, das Klima und die biologische Vielfalt besser geschützt werden. Dafür brauchen wir einen globalen Rechtsrahmen für die Landnutzung und eine stärkere Ausrichtung der EU-Agrarpolitik an den Erfordernissen des Umweltschutzes.
Landflächen werden zunehmend nicht nur für die Nahrungsmittelproduktion genutzt, sondern auch zum Anbau von Energiepflanzen und Bauholz. Diese Nutzungskonkurrenz führt zusammen mit der Bodenübernutzung zu Hunger, Bodenzerstörung und knapper werdenden Wasserressourcen. Das UBA ist der Ansicht, dass die energetische Nutzung von Anbaubiomasse nicht weiter ausgebaut werden sollte, denn die Landnutzung ist global noch längst nicht nachhaltig.
Etwa 167 Tonnen Uran werden pro Jahr in Deutschland mit Düngemitteln auf landwirtschaftliche Flächen ausgebracht, teilweise ins Grundwasser ausgewaschen und können so zu einer gesundheitsgefährdenden Belastung des Trinkwassers führen. Die Kommission Bodenschutz (KBU), die das UBA in Fragen des Bodenschutzes berät, empfiehlt deshalb, den Urangehalt in Düngern gesetzlich zu begrenzen. Das UBA schließt sich dieser Empfehlung an und rät, kurzfristig eine Kennzeichnungspflicht für uranhaltige Dünger einzuführen.
Der Luftschadstoff Ammoniak stammt hauptsächlich aus der Landwirtschaft. Eine Studie des KTBL e.V. im Auftrag des UBA zeigt, dass sich der Ausstoß verringern lässt und dies auch für die Landwirte wirtschaftlich sein kann. Beispielsweise senkt bei Mastschweinen eine proteinangepasste Fütterung sowohl die Stickstoffausscheidung als auch die Futterkosten. Die Studie stellte relevante Maßnahmen zusammen, ermittelte Kosten und Nutzen und liefert damit wichtige Erkenntnisse für Politik und Praxis.
Arzneimittel sind biologische hochaktive Wirkstoffe, deren Effekte auf die Umwelt immer stärker diskutiert werden. Human- und Tierarzneimittel gelangen über Abwässer und Klärschlämmen auf Felder, wo sie sich anreichern oder direkt in Gewässer eingetragen werden. Welche Probleme das verursacht, ist Thema eines vom UBA veranstalten Workshops, der am 18. und 19. Juni 2013 in Dessau-Roßlau stattfindet.
Es gibt auch heute noch gute Gründe, den Tag des Waldes am 21. März wahrzunehmen. Zwar blieb in Deutschland die Waldfläche nahezu konstant, der Waldzustand ist jedoch laut aktuellem Waldzustandsbericht unverändert besorgniserregend. Um weiteren Schaden abzuwenden, müssen Luftverunreinigung und Klimawandel minimiert werden. Nachhaltige Waldbewirtschaftung sowie sparsamer, nachhaltiger und effizienter Umgang mit dem Rohstoff Holz sind weitere Maßnahmen zum Schutz der Wälder.
Die Hälfte aller Amphibien steht auf der Roten Liste. Mitverantwortlich dafür könnte der Pestizideinsatz in der Landwirtschaft sein, wie jetzt eine Studie im Auftrag des UBA zeigt. Bisher berücksichtigen weder die Produktzulassung noch die landwirtschaftliche Praxis ausreichend das Risiko für Frosch-, Kröten- und Molcharten. Aber Amphibien nutzen landwirtschaftliche Flächen als Lebensraum und überqueren sie auf ihren Wanderungen zu den Laichgewässern. Deshalb empfiehlt das UBA, in den EU-Vorschriften die Risikobewertung für Amphibien vorzusehen, die Lebensräume der Tiere stärker zu vernetzen und den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln zu reduzieren.
Obwohl rund 13 Prozent des Treibhausgas-Ausstoßes in Deutschland direkt oder indirekt aus der Landwirtschaft stammen, fehlen bislang noch konkrete Klimaschutzziele und Handlungskonzepte für diesen Bereich. Das UBA-Papier untersucht deshalb die Möglichkeiten und Grenzen eines Emissionshandels in der Landwirtschaft. Es zeigt, dass noch erheblicher Forschungsbedarf besteht und der Emissionshandel durch weitere Instrumente flankiert werden müsste. Dazu gehört auch eine Reform der EU-Agrarpolitik.
Am 13./14. Oktober 2011 fand in Berlin eine Veranstaltung des Umweltbundesamtes statt, auf der 100 Experten/-Innen aus der Wissenschaft, von Umwelt- und Gesundheitsbehörden sowie aus der Praxis der Landwirtschaft neue Erkenntnisse zu den Ursachen der Belastung der Umwelt mit Dioxinen und Polychlorierten Biphenylen (PCB) und zu deren Transfer in Futter- und Lebensmittel vorstellten. Es wurden Minderungsstrategien und Handlungskonzepte diskutiert.
Wie wirkt sich die Landwirtschaft auf Boden, Wasser, Luft, das Klima und die biologische Vielfalt aus?“ In der Broschüre „Umwelt und Landwirtschaft“ aus der Reihe „Daten zur Umwelt“ finden Sie in den wichtigsten Zahlen und Fakten Antworten. Grafiken, Karten und Tabellen bilden die Zusammenhänge verständlich ab und sind Diskussionsgrundlage über mehr Umweltschutz in der Landwirtschaft.