Letzte Änderung: 22.08.2012
Im Forschungsprojekt wurden die Eintragspfade von Schwermetallen in 20
Tierproduktionsbetrieben erfasst, die Schwermetallströme bilanziert
und Möglichkeiten zur Minderung der Schwermetallgehalte in Wirtschaftsdüngern
(Gülle, Mist, Jauche) aufgezeigt.
Der Forschungsbericht "Erfassung von Schwermetallströmen in landwirtschaftlichen Tierproduktionsbetrieben und Erarbeitung einer Konzeption zur Verringerung der Schwermetalleinträge durch Wirtschaftsdünger tierischer Herkunft in Agrarökosysteme" ist in der Reihe TEXTE des Umweltbundesamtes Nr. 06/04 erschienen. Aus Gründen des vorsorgenden Bodenschutzes stehen dabei vor allem die Kupfer- und Zinkgehalte im Vordergrund.
Zur Vermeidung von Schwermetalleinträgen wird der Fütterung die größte Bedeutung beigemessen. Zur Identifizierung von möglichen Maßnahmen und zur Quantifizierung der Auswirkungen einzelner Minderungsmaßnahmen wurde innerhalb des o.g. Forschungsprojektes ein Workshop durchgeführt, der sich speziell mit dieser Thematik befasst.
Im Vordergrund der Diskussionen standen dabei die essentiellen Elemente, wie Kupfer und Zink und deren Minderungsmöglichkeiten durch Änderungen bei der Futtermittelsupplementierung (die beiden Elemente werden dem Futter künstlich zugesetzt). Auf dem Workshop wurde der aktuelle Wissensstand zum Spurenelementbedarf landwirtschaftlicher Nutztiere, zu Spurenelement-/Schwermetallgehalten in Futtermitteln und Wirtschaftsdüngern erarbeitet.
Die Ergebnisse sind in der KTBL-Schrift 410 dokumentiert.
Die EU-Kommission hat per Verordnung (1334/2003/EG) vom 25. Juli 2003 die Bedingungen für die Zulassung einer Reihe von Spurenelementen als Futtermittelzusatzstoffe geändert. Dabei wurden die aus Bodenschutz-Sicht kritischen Kupfergehalte in Futtermitteln für Ferkel und Schweine zwar gesenkt (für Ferkel bis zu 12 Wochen: 170 mg/kg insgesamt; für sonstige Schweine 25 mg/kg insgesamt), allerdings aus deutscher Sicht nicht in ausreichendem Maße. Deutschland hat daher dieser Regelung nicht zugestimmt.