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Erläuterungen verschiedener Pegelbegriffe

Letzte Änderung: 10.08.2010

Schalldruckpegel

Das Empfangsorgan für Schallwellen ist das Ohr. Im Ohr wird die mechanische Energie der Schallwellen umgewandelt; die Schallwellen lösen elektrische Nervenimpulse aus, die über den Hörnerv an die Großhirnrinde weitergeleitet werden; der Höreindruck entsteht. Das Hörempfinden des Menschen ist frequenzabhängig. Das menschliche Gehör ist in der Lage, Frequenzen von etwa 16 Hz bis 16 kHz wahrzunehmen. Das Ohr ist bei mittleren Frequenzen am empfindlichsten. Der niedrigste Schalldruck, der z. B. bei einem 1000 Hz-Ton gerade wahrgenommen wird, beträgt 2*10-5 Pascal. Höhere und tiefere Frequenzen benötigen einen höheren Schalldruck, um einen Höreindruck zu erzeugen. Der Schalldruck wird mit Messgeräten erfasst.

Das Messergebnis ist der Schalldruckpegel, d.h. eine Verhältnisgröße, die aus dem Bezugsschalldruck (Hörschwelle) und dem momentanen Schalldruck gebildet wird. Die Frequenzempfindlichkeit des Ohres wird in Messgeräten grob nachgebildet. Realisiert wird dies durch spezielle Bewertungsfilter. Werden bei der Geräuschmessung Bewertungsfilter verwendet, wie zum Beispiel das international gebräuchliche "A- Filter", erfolgt die Schalldruckpegelangabe in Dezibel (A), abgekürzt als "dB(A)". Es kommen auch andere Bewertungsfilter zum Einsatz, sodass - um mehr oder weniger weitreichende Fehlinterpretationen zu vermeiden - darauf geachtet werden muss, mit welcher Filtereinstellung die Geräuschmessung vorgenommen wurde. Neben dieser Frequenzbewertung gibt es noch drei unterschiedliche Zeitbewertungen, die bei Messungen gewählt werden können; es sind dies die Einstellungen: Fast; Anstiegszeit =125 ms; Abfallzeit = 125 ms, Slow; Anstiegszeit = 1,0 s; Abfallzeit = 1,0 s; Impulse, Anstiegszeit = 35 ms; Abfallzeit = 1,5 s. Die Angabe der Zeitbewertung ist besonders wichtig bei impulshaltigen und kurzdauernden Schallereignissen.

Beurteilungspegel

Zur Beschreibung und Beurteilung von Immissionssituationen wird häufig auf den Mittelungspegel, der über einen definierten Bezugszeitraum aus den frequenz- und zeitbewerteten Einzelpegeln durch energetische Mittelung gebildet wird, zurückgegriffen. Um die Beurteilung unterschiedlicher Situationen zu erleichtern, wurde im Laufe der Zeit der Mittelungspegel durch zusätzliche Korrektursummanden, wie etwa Zuschläge für Ton- oder Impulshaltigkeit, ergänzt. In diesen Fällen spricht man von sogenannten Beurteilungspegeln, die das Ziel verfolgen, wirkungsrelevante Geräuscheigenschaften besser abzubilden.

Schallleistungspegel

Schallleistungspegel kennzeichnen die Geräuschentwicklung, die z.B. durch ein Produkt unter spezifischen Betriebsbedingungen hervorgerufen wird. Die abgestrahlte Schallleistung einer Geräuschquelle kann durch die Messung des Schalldrucks an mehreren Stellen einer geschlossenen Hüllfläche bestimmt werden. Während der Schalldruckpegel die Größe des Schalldruckes eines Schallfeldes für einen bestimmten Ort beschreibt, gibt der Schallleistungspegel die Geräuschemission einer Quelle an. Sind die Schalldruckpegel in einem bestimmten Abstand von der Quelle bekannt, kann hieraus die Schallleistung einer Quelle berechnet werden.

 

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