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Letzte Änderung: 11.10.2009
Mit dem Inkrafttreten des Kyoto-Protokolls ist ein erster Schritt zum Schutz des globalen Klimas getan. Doch bei der Fortentwicklung der internationalen Klimaschutzbemühungen stehen noch viele Fragen offen. Wie können verbindliche Reduktionsziele nach 2012 aussehen? In welcher Weise können Schwellen- und Entwicklungsländer in die globalen Anstrengungen zur Minderung von Treibhausgasemissionen einbezogen werden?
Einen ersten wegweisenden Beitrag zur Beantwortung dieser Fragen erarbeitete die Staatengemeinschaft während der Klimakonferenz auf Bali im Dezember 2007. Der Bali-Aktionsplan stellt zentrale Weichen für die Verhandlungen eines Klimaregimes für die Zeit nach 2012. Er unterstreicht den Willen aller Vertragsparteien, entsprechend ihrer gemeinsamen aber differenzierten Verantwortung und Kapazitäten zu einem gemeinsamen Klimaregime beizutragen und legt fest, dass alle Staaten über ihre mess- und überprüfbaren Aktivitäten berichten müssen.
Auch Schwellenländer können langfristig wirksamen Klimaschutz leisten. Dies beweist die Studie „Proposals for contributions of emerging economies to the climate regime under the UNFCCC post 2012” des UBA, welche 2008 veröffentlicht wurde.
Ohne wirtschaftliche Einbußen könnten auch Länder wie Brasilien, China, Indien, Mexiko, Südafrika und Südkorea einen Beitrag zu den weltweiten Klimaschutzzielen leisten und dabei sogar Arbeitsplätze schaffen. Industrieländer können helfen, die großen Emissionsminderungspotentiale dieser Länder auszuschöpfen.
Das Umweltbundesamt stellt in dieser Veröffentlichung seine Konzeption für eine langfristige Klimaschutzpolitik vor, die sich an den beobachteten und zu erwartenden Klimaänderungen orientiert. Die Veröffentlichung zeigt die Auswirkungen der Klimaänderungen global und in Deutschland auf und benennt Anpassungsempfehlungen. Sie beschreibt, zum Beispiel für die Bereiche Verkehr und Energieerzeugung, die Maßnahmen und Instrumente zur Treibhausgasminderung, die notwendig sind, um eine gefährliche Störung des Klimasystems zu verhindern.
Diese Plattform wurde mit der Unterstützung des Umweltbundesamtes und der Generaldirektion Umwelt der Europäischen Kommission von der Firma Ecofys entwickelt. Ziel dieser Internetseite ist die Bereitstellung einer interaktiven Diskussionsplattform über zukünftige internationale Maßnahmen gegen den Klimawandel.
Die im Jahr 2005 erschienene Studie „Options for the second commitment period of the Kyoto Protocol” des UBA stellt ein Modell vor, wie alle Staaten an der Verringerung des Ausstoßes von klimaschädlichen Treibhausgasen beteiligt werden können. Eine kurze Zusammenfassung finden Sie in Form der Presse-Information vor.
Neben der weiteren Ausgestaltung der Verpflichtungen zum Schutz des Klimas greift die Studie „Evolution of commitments under the UNFCCC: Involving newly industrialized economies and developing countries” aus dem Jahr 2003 den Aspekt der Erweiterung des Adressatenkreises auf. Optionen hierfür wurden in dieser Studie im Auftrag des UBA von ECOFYS/Köln untersucht. Hierin wurde insbesondere darauf eingegangen, wie Schwellen- und Entwicklungsländer mit in das Verpflichtungsregime einbezogen werden können. Informationen über die Identifizierung, Bewertung und Weiterentwicklung bereits existierender Ansätze zur Einbeziehung dieser Länder erhalten Sie in dieser Studie.