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Letzte Änderung: 10.02.2011
Wissenschaftliche Erkenntnisse im Zusammenhang mit der Natur des Treibhauseffektes gibt es schon recht lange.
Bereits 1824 erläuterte Jean-Baptiste Fourier, wie Spurengase in der Atmosphäre das Klima erwärmen. Der schwedische Nobelpreisträger Svante Arrhenius berechnete im Jahre 1896 erstmals, dass eine Verdopplung des Kohlendioxidgehaltes der Atmosphäre zu einer Temperaturerhöhung um 4 bis 6 Grad Celsius führen würde (Rahmstorf und Schellnhuber 2007). Im Jahre 1933 beschrieb der amerikanische Meteorologe Kincer in der Zeitschrift Monthly Weather Review (Kincer 1933) ungewöhnliche Erwärmungstrends. Der britische Ingenieur Callendar vermutete, dass diese Trends mit einer erhöhten Kohlendioxidkonzentration in der Atmosphäre in Verbindung stünden (Callendar 1938).
In Deutschland gehörte der Meteorologe Hermann Flohn zu den Pionieren dieses Forschungszweiges. Er diskutierte schon 1941 die globale Klimawirkung von durch den Menschen verursachten erhöhten CO2-Konzentrationen in der Atmosphäre (Flohn 1941).
Bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts gab es jedoch noch keinen Beleg dafür, dass die CO2-Konzentration der Atmosphäre wirklich steigt. Diese Feststellung gelang den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern erst während des internationalen geophysikalischen Jahres 1957/1958 (Rahmstorf, Schellnhuber 2007). 1958 initiierte der Chemiker Charles Keeling den Beginn der kontinuierlichen Messungen der atmosphärischen CO2-Konzentration auf dem Mauna Loa auf Hawaii, die bis in die Gegenwart fortgeführt werden.
1965 warnte der wissenschaftliche Beirat des Präsidenten der USA vor einer möglichen, vom Menschen verursachten Klimaänderung und deren möglichen, bedeutenden Folgen (Agrawala 1998).
1979 fand die erste Weltklimakonferenz statt, der in den Jahren 1980, 1983 und 1985 Arbeitstreffen in Villach, Österreich folgten. In Villach 1985 kam eine internationale Gruppe von Wissenschaftlern zu dem Schluss, dass in der ersten Hälfte des folgenden Jahrhunderts ein Anstieg der globalen Mitteltemperatur auftreten würde, der beispiellos in der Geschichte der Menschheit wäre. Diese Expertengruppe empfahl zugleich eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Politikern zur Ausarbeitung von Maßnahmen gegen die drohende Klimaänderung (Agrawala 1998).
Seit dem Expertentreffen in Villach 1985 war die Problematik der durch den Menschen verursachten Klimaänderung auf der internationalen politischen Agenda verankert.
| 1827 | Jean-Baptiste Fourier erläutert, wie Spurengase in der Atmosphäre das Klima erwärmen. |
| 1860 | Der Physiker John Tyndall untersucht die Wirkung verschiedener Treibhausgase in der Atmosphäre. |
| 1896 | Der schwedische Nobelpreisträger Svante Arrhenius berechnet den Effekt einer Verdopplung des CO2-Gehaltes der Atmosphäre. |
| 1938 | Guy Stewart Callendar interpretiert die zur damaligen Zeit beobachtete Klimaerwärmung als Folge einer erhöhten CO2-Konzentration der Atmosphäre. |
| 1941 | Der deutsche Klimatologe Hermann Flohn weist auf eine – durch die Tätigkeit des Menschen bedingte – globale Klimaänderung hin. |
| 1965 | Der wissenschaftliche Beirat des Präsidenten der USA warnt vor einer möglichen, vom Menschen verursachten Klimaänderung und deren bedeutenden Folgen. |
| 1979 | Erste Weltklimakonferenz in Genf. |
| 1985 | Während des Expertentreffens in Villach (Österreich) projizieren die Wissenschaftler einen Anstieg der globalen Mitteltemperatur für die erste Hälfte des kommenden Jahrhunderts und empfehlen eine enge Zusammenarbeit von Wissenschaftlern und Politikern zur Ausarbeitung von Maßnahmen gegen die drohende Klimaänderung |