Letzte Änderung: 02.09.2010
Im Umweltbundesamt werden vielfältige Aspekte des globalen Klimawandels bearbeitet. Die Themenseite Klimaschutz behandelt Klimaänderungen und deren Folgen in den verschiedenen Systemen und Sektoren sowie die internationale Klimapolitik mit der Weiterentwicklung des internationalen Vertragswerkes zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll).
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Für die Umsetzung der Deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS) ist die Information der Öffentlichkeit über Anpassungsmöglichkeiten wichtig. Die aktive Einbindung aller gesellschaftlichen Gruppen in den Prozess der Strategieentwicklung ist auch ein wichtiges Anliegen der Bundesregierung. Der vorliegende Forschungsbericht fasst Anforderungen und Erwartungen an die DAS zusammen und empfiehlt Möglichkeiten zur Dialog- und Kommunikationsgestaltung, z.B. via Internet.
Die UN-Klimaverhandlungen im Dezember in Kopenhagen haben nicht zum erhofften Erfolg geführt. Aber zumindest wurden einzelne Fortschritte erreicht, die dabei helfen können, ein rechtsverbindliches Abkommens zu erzielen. Die vorliegende Analyse untersucht die Verhandlungsergebnisse sowie das Verhandlungsgeschehen in Kopenhagen. Es wird aufgezeigt, was daraus gelernt werden kann und wie weiter vorzugehen ist, um einen Abkommen in Cancún im Dezember zu erzielen.
Am 2./3. September veranstaltet das UBA gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst die zweite Forschungskonferenz zur Klimaanpassung. Sie gewährt Einblick in die vielfältige Forschung des Bundes zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels. Thematische Schwerpunkte dabei sind die Veränderungen der Verteilung von Extremwetterereignissen und die daraus resultierenden Risiken und Anpassungsoptionen.
Treibhausgasemissionen in großer Höhe sind besonders klimaschädlich. Am besten für das Klima ist es daher, auf Flugreisen zu verzichten. Wenn dies nicht möglich ist, empfiehlt das UBA eine freiwillige Ausgleichszahlung. Die damit finanzierten Klimaschutzprojekte sparen soviel Emissionen ein, wie die Flüge verursachen. Angebote für die freiwillige Ausgleichszahlung gibt es bei Fluggesellschaften und im Internet. Bei der Auswahl sollte man aber kritisch sein: Nicht alle Anbieter berechnen die Klimawirkung von Flügen realistisch. Hilfestellung bietet das UBA mit seinem
Deutschland hat 2008 sein Klimaschutzziel gemäß Kyoto-Protokoll erfüllt und bleibt international Vorreiter im Klimaschutz. Die Treibhausgasemissionen sind 2008 gegenüber dem Jahr 1990 um 22,2 Prozent zurückgegangen. Das entspricht einem Rückgang von nahezu 280 Millionen Tonnen Treibhausgasen.
Die deutschen Inventare von 1990 bis 2008 entsprechend der Klimarahmenkonvention (UNFCCC) wurden im April 2010 an die internationalen Gremien übermittelt und veröffentlicht. Die Inventartabellen belegen die Höhe und Entwicklung der Emissionen. Der Inventarbericht beschreibt Trends, die verwendeten Daten, deren Quellen und die Berechnungsverfahren.
Eine neue Studie des UBA untersucht, wie die Treibhausgas-Emissionen des Schiffsverkehrs in den EU-Emissionshandel einbezogen werden können. Die Gremien der Internationalen Seeschifffahrtsorganisation (IMO) erzielten bisher keine Einigung über substantielle Klimaschutzmaßnahmen im Schiffsverkehr. Bei ausbleibendem Fortschritt auf IMO-Ebene könnte die Einbeziehung des Schiffsverkehrs in den EU-Emissionshandel ein erster Schritt auf dem Weg zu einer globalen Lösung sein.
Im Jahr 2009 haben die emissionshandelspflichtigen Anlagen im Vergleich zum Vorjahr 9,4 Prozent weniger Kohlendioxid ausgestoßen. Mit diesem niedrigsten Stand seit Einführung des Klimaschutzinstruments bestätigt auch der Emissionshandelssektor den bereits im März vom Umweltbundesamt veröffentlichten Gesamttrend für Deutschland. Der größte Teil der Minderung beruht allerdings auf Produktionsrückgängen infolge des konjunkturellen Abschwungs.
Ein im UBA durchgeführter Workshop evaluierte Stand, Qualität und Verbesserungsmöglichkeiten der deutschen Treibhausgasemissionsberichterstattung für drei ausgewählte Quellgruppen:
- N2O-Emissionen aus der Produktverwendung
- CO2-Emissionen aus nichtenergetischen
Umwandlungsverlusten in der chemischen Industrie
- Fluorierte Treibhausgase in der Photovoltaik-Produktion
Seit dem 01.01.2010 werden 10 Prozent des Zertifikate-Budgets, die bisher verkauft wurden, auf Grundlage der Emissionshandels-Versteigerungsverordnung versteigert. Die DEHSt im Umweltbundesamt hat die KfW damit beauftragt, die Emissionsberechtigungen an der Leipziger Strombörse anzubieten. 90 Prozent der Zertifikate werden den Anlagenbetreibern wie bisher kostenlos zugeteilt.
Ernstgemeinte Klimaschutzanstrengungen würden die jährliche Weltwirtschaftsleistung in diesem Jahrhundert lediglich um etwa 1,5 Prozent verringern. Das Ziel, die Erderwärmung auf maximal zwei Grad Celsius zu begrenzen, lässt sich also zu moderaten Kosten erreichen. Diese Studie zeigt, dass Energieeinsparungen und die Nutzung erneuerbarer Energieträger eine kostengünstige Alternative zur Nutzung der Kernenergie darstellen.
Die weltweiten Emissionen an fluorierten Treibhausgasen (F-Gasen) werden auf etwa 4 Gigatonnen CO2-Äquivalente bis 2050 steigen, falls keine Minderungsmaßnahmen ergriffen werden. Der Beitrag der F-Gase zum Treibhauseffekt wird von 1,3% (2004) auf 7,9% bezogen auf die globalen direkten CO2 -Emissionen steigen. Das ist das Ergebnis einer Studie, die einmal mehr die Notwendigkeit weiterer Maßnahmen zur Senkung der F-Gas-Emissionen unterstreicht.
In der vom UBA beauftragten Studie „Politikszenarien V – auf dem Weg zum Strukturwandel; Treibhausgas-Emissionsszenarien bis zum Jahr 2030” kommt ein Forschungskonsortium um das Ökoinstitut zu dem Ergebnis, dass Deutschland 43 % seiner Treibhausgasemissionen bis 2020 im Vergleich zu 1990 einsparen kann. Bis 2030 kann sogar fast 60% Minderung erreicht werden. Zugpferd wäre vor allem der Stromsektor, in dem zwischen 2005 und 2030 eine Einsparung von ca. 250 Millionen Tonnen CO2 erreicht werden kann.
In der laufenden Handelsperiode im Emissionshandel werden in Deutschland jährlich knapp 10 % des Budgets (mehr als 40 Mio. Emissionsberechtigungen) im Auftrag des Bundes am Markt veräußert. Ab 2010 muss diese Menge versteigert werden. EU-weit wird die Versteigerung ab 2013 dann zur maßgeblichen Zuteilungsform. Die Studie behandelt methodische und institutionelle Fragen zur Ausgestaltung einer Versteigerung in Deutschland.
Extremwetterereignisse, wie Starkniederschläge oder Hitzeperioden, haben in den letzten Jahrzehnten messbar zugenommen. Diesen Trend bestätigen die Untersuchungen von DWD und UBA. Aller Voraussicht nach wird ihre Anzahl und Intensität sogar noch weiter ansteigen. Überschwemmungen und Hitzewellen verdeutlichen die Notwendigkeit zur Anpassung an den Klimawandel.
Die Klimaschutzziele der weltweit wichtigsten CO2-Emittenten reichen noch nicht aus, um die Erderwärmung auf maximal 2° Celsius zu begrenzen. Größere Anstrengungen sind jedoch nicht zwangsläufig mit höheren Kosten verbunden. Eine neue UBA-Studie zeigt, dass die Einbußen im Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP) bei weltweitem Handel mit Emissionsrechten höchstens 0,25 Prozent im Vergleich zum Referenzwert in 2020 betragen. Reduziert die EU ihre Emissionen bis 2020 gegenüber 1990 um 30 Prozent (statt um 20 Prozent), führt dies nur zu einer marginalen Abschwächung des BIP-Wachstums.
Obwohl im Dezember 2009 auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen kein internationales Abkommen beschlossen wurde, haben die Mehrheit der Industriestaaten und einige Entwicklungsländer Ziele zur Minderung von Treibhausgasen unter der Kopenhagen-Vereinbarung vorgelegt. Eine neue Studie im Auftrag des UBA zeigt unter anderem: Diese Minderungsziele reichen noch nicht aus, um eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau sicherzustellen.
Welche politischen Weichenstellungen sind jetzt wichtig für den nationalen und internationalen Klimaschutz? Und wie kann sich Deutschland besser an den Klimawandel anpassen? Antworten gibt das Umweltbundesamt in seiner gerade fertig gestellten Klimapolitik-Konzeption.
Städte, Gemeinden und Landkreise können ab sofort auf einer neuen Website erfahren, wo ihre Stärken und Schwächen bei der Senkung klimaschädlicher Treibhausgase liegen. Nach Eingabe der wichtigsten Eckdaten zu Energie, Mobilität und Abfall berechnet die Website in Sekunden und völlig kostenlos das Ergebnis und gibt praktische Tipps für die nächsten Schritte. Damit bietet sie nicht nur eine Hilfe für mehr Klimaschutz vor Ort, sondern auch für eine Entlastung der öffentlichen Haushalte um vermeidbare Energiekosten.
Die Forschung des UBA zu Risiken des Klimawandels und zur Anpassung an dessen Folgen – derzeit fördert das UBA noch ca. 30 Projekte - trug wesentlich zur Ausgestaltung der Deutschen Anpassungsstrategie (DAS) und des Aktionsplanes Anpassung (Veröffentlichung April 2011) bei. Die Statuskonferenz sollte einen Einblick in die Vielfalt der Forschung vermitteln und die laufenden Arbeitsprozesse zwischen BMU und UBA bei der Politikgestaltung zur Anpassung an den Klimawandel offenlegen.
Der Klimawandel ist längst Realität: Grönlands Eismassen schmelzen, die Arktis erwärmt sich und der Meeresspiegel steigt. Aber wann führt der globale Temperaturanstieg zu abrupten Änderungen im Klimasystem? Und welche Gefahren drohen Mensch und Umwelt dadurch? Ein neues Papier des UBA fasst den aktuellen Kenntnisstand zusammen.
Am 17. November 2007 verabschiedet das Intergovernmental Panel on Climate Change (IPCC) die Zusammenfassung seines 4. Weltklimaberichts. Etwa 3.000 Expertinnen und Experten aus 130 Ländern legten 2007 drei Teilberichte vor. Einen Überblick über zentrale Aussagen des IPCC gibt ein neues Hintergrundpapier des UBA. Zwei Dinge sind klar: Der Treibhausgasausstoß muss weltweit deutlich sinken und die Menschheit muss sich schneller an den Klimawandel anpassen. Die ausführlichen Berichte sind in englischer Sprache von der Internetseite des IPCC abrufbar. Die deutsche IPCC-Koordinierungsstelle hält eine Kurzzusammenfassung auch auf Deutscher Sprache bereit.
Das Verbrennen von Kohle und Erdöl, großflächige Entwaldung und Land- und Viehwirtschaft verursachen einen zusätzlichen - anthropogenen -Treibhauseffekt: Die globale Mitteltemperatur der Luft in Bodennähe steigt an – das Klima erwärmt sich. Die neue Broschüre fasst in leicht verständlicher Form die wichtigsten Erkenntnisse des Weltklimarates zur gegenwärtigen sowie künftig erwarteten Klimaänderung zusammen und zeigt Maßnahmen zur Minderung der Klimaerwärmung und deren Auswirkungen auf.
Die Alpen als überregionaler Wasserversorger Europas sind besonders stark vom Klimawandel betroffen. Einige inneralpine Regionen führen schon jetzt Anpassungsmaßnahmen an die veränderte Wasserverfügbarkeit durch. Das UBA hat im Auftrag der EEA und in Zusammenarbeit mit anderen in- und ausländischen renommierten Institutionen analysiert, welche Maßnahmen möglich sind, welche Schlüsselfaktoren dabei zum Erfolg führen und welche Barrieren überwunden werden müssen.
Ziel der CCS-Technik ist die Minderung der CO2-Emissionen in die Atmosphäre. Das UBA stellt in einem Hintergrundpapier Anforderungen an CCS, um CO2 sicher und umweltgerecht abzuscheiden, zu transportieren und im Untergrund zu deponieren.