Letzte Änderung: 11.05.2012
Im Umweltbundesamt werden vielfältige Aspekte des globalen Klimawandels bearbeitet. Die Themenseite Klimaschutz behandelt Klimaänderungen und deren Folgen in den verschiedenen Systemen und Sektoren sowie die internationale Klimapolitik mit der Weiterentwicklung des internationalen Vertragswerkes zum Klimaschutz (Klimarahmenkonvention, Kyoto-Protokoll).
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In Deutschland werden von 2013 bis 2020 etwa 1,4 Mrd. Emissionszertifikate kostenlos zugeteilt. Diese sind für 1.814 Anlagen vorgesehen. Die anlagenspezifischen Zuteilungsmengen sind zurzeit vorläufig. Sie werden noch von der Europäischen Kommission geprüft und gegebenenfalls um einen Korrekturfaktor gekürzt. Für die Stromproduktion ab 2013 erhalten Kraftwerksbetreiber keine kostenlosen Zertifikate mehr.
…sagt Jochen Flasbarth, Präsident des UBA. 2011 hat Deutschland mit etwa 917 Millionen Tonnen weniger Treibhausgase freigesetzt als im Jahr zuvor. Die aktuellen Berechnungen des UBA zeigen auch, dass sich der verstärkte Einsatz erneuerbarer Energien positiv auswirkte, insbesondere auf die CO2- und Methanemissionen. Der Anteil fluorierter Gase blieb weitgehend konstant, der von Lachgas nahm zu, unter anderem durch einen stärkeren Düngemittelabsatz.
Im Jahr 2011 haben die rund 1.640 emissionshandelspflichtigen Anlagen in Deutschland 450 Millionen Tonnen CO2 ausgestoßen. Das sind rund ein Prozent weniger als 2010. Trotz sehr starker Konjunktur und dem Atomausstieg setzt sich damit die Emissionsminderung seit 2008 weiter fort. Insbesondere der Energiesektor konnte CO2 einsparen.
Die Strahlung der Sonne ist der Motor des Klimas auf der Erde. Änderungen der Sonnenstrahlung können daher Klimaänderungen bewirken. Aber auch andere Faktoren beeinflussen das Klima. Für die globale Erwärmung seit der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts sind vor allem die zunehmenden Treibhausgase in der Atmosphäre verantwortlich. Das belegt eine Vielzahl wissenschaftlicher Studien. Ein neues UBA-Hintergrundpapier fasst die Diskussion zusammen.
Der Klimawandel ist bereits spürbar – auch in Deutschland. Wie wirkt aber ein verändertes Klima auf Mensch und Umwelt? Und was können wir tun, um uns darauf einzustellen? Das UBA stellt in Themenblättern das Wissen zu Risiken des Klimawandels zusammen und zeigt mögliche Maßnahmen zur Anpassung auf.
Deutschland hat sich das Ziel gesetzt, seine Klimagase bis zum Jahr 2020 um 40 % gegenüber 1990 zu reduzieren. Auch die meisten Bundesländer haben Minderungsziele verabschiedet. Eine vom UBA betreute Masterarbeit untersuchte diese Länderziele und analysierte, inwieweit sie ausreichend sind, um dem Klimaziel der Bundesregierung gerecht zu werden.
Im Jahr 2009 ging der Ausstoß an Treibhausgasen in Deutschland weiter zurück: um 6,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der stärkste Rückgang in der Geschichte der Bundesrepublik. Hauptgrund war die wirtschaftliche Krise. Verglichen mit 1990 sind die Treibhausgasemissionen sogar um 26,3 Prozent zurückgegangen. 2010 ist der Ausstoß nach ersten Berechnungen zwar wieder um 4,3 Prozent gegenüber 2009 gestiegen, mit einer Gesamtemission von 960 Millionen Tonnen blieb Deutschland aber nach wie vor unter dem Kyoto-Zielwert.
Bis 2020 will Deutschland 40 Prozent weniger Klimagase als 1990 ausstoßen. Damit das klappt, muss vor allem mehr Energie gespart werden, ergab eine neue UBA-Studie. Die Chancen stehen gut, denn allein beim Stromverbrauch ließen sich rund 25 bis 30 Millionen Tonnen Kohlendioxid zusätzlich einsparen. Aber auch Gebäude und Fahrzeuge können laut UBA effizienter werden.
Die meisten Industriestaaten und einige Entwicklungsländer haben 2009 im Rahmen der Kopenhagen-Vereinbarung Ziele zur Treibhausgasminderung bis 2020 eingereicht. Eine Studie des Umweltbundesamtes zeigt unter anderem: Die EU kann bei vernachlässigbaren Kosten ihr 30 %-Minderungsziel bis 2020 im Alleingang erreichen.
BBK, THW, DWD und UBA erwarten in einigen Jahrzehnten ganzjährig mehr Starkniederschläge in Deutschland. „Dies erhöht den Handlungsdruck, die Vorsorge gegenüber den Folgen des unvermeidbaren Klimawandels zu verstärken”, erklärt Jochen Flasbarth, Präsident des UBA. Um Schäden und damit Kosten zu deren Beseitigung zu vermeiden, empfiehlt das UBA Ländern und Kommunen infrastrukturelle Vorsorgemaßnahmen zu Anpassung an den Klimawandel.
Obwohl im Dezember 2009 auf dem UN-Klimagipfel in Kopenhagen kein internationales Abkommen beschlossen wurde, haben die Mehrheit der Industriestaaten und einige Entwicklungsländer Ziele zur Minderung von Treibhausgasen unter der Kopenhagen-Vereinbarung vorgelegt. Die Analyse zeigt: Diese Minderungsziele reichen noch nicht aus, um eine Begrenzung der Erderwärmung auf 2 Grad Celsius gegenüber vorindustriellem Niveau sicherzustellen.
Welche politischen Weichenstellungen sind wichtig für den nationalen und internationalen Klimaschutz? Und wie kann sich Deutschland besser an den Klimawandel anpassen? Antworten gibt das Umweltbundesamt in seiner Klimapolitik-Konzeption.
Auch in diesem Jahr suchen das Bundesumweltministerium und die „Servicestelle: Kommunaler Klimaschutz“ wieder Kommunen und Regionen, die vorbildliche Klimaschutzprojekte umgesetzt haben. Die Gewinner können sich über jeweils bis zu 40.000 Euro für Klimaschutzaktivitäten und über Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit freuen. Bewerbungsschluss ist der 25. Mai 2012. Das UBA sitzt mit in der Jury.
Das alte Pförtnerhäuschen der Wetterstation liegt verlassen am Waldrand. Alex hatte entdeckt, dass die Tür nicht abgeschlossen ist. Seitdem trifft er sich hier oft mit Pia. Heute wollen die beiden für ihr Klimaprojekt in der Schule malen und basteln. Noch ahnen sie nicht, dass sie sich bald Hals über Kopf in ein unglaubliches Abenteuer stürzen werden … In dieser spannenden Geschichte für Kinder ab 8 Jahre geht es um den Klimawandel und was wir dagegen tun können.
„Deutschland zeigt, dass die Kyoto-Verpflichtungen umsetzbar sind. Ich bin zuversichtlich, dass wir den Weg der Treibhausgasminderung erfolgreich weiter gehen können, wenn wir Energieeffizienz und Erneuerbare Energien beherzt voranbringen“, sagt Jochen Flasbarth, Präsident des UBA. Aus dem neuen Nationalen Inventarbericht geht hervor, dass seit 1990 pro Jahr durchschnittlich 295 Millionen Tonnen Kohlendioxid nicht in die Atmosphäre gelangt sind. Das entspricht einem Rückgang um fast 25 Prozent gegenüber dem Basisjahr 1990.
Die Städte Stuttgart, Arnsberg und Wuppertal sowie die Münchener Wohnungsbaugenossenschaft WOGENO sind Gewinner des „Blauen Kompass 2011“. Der Preis prämiert die besten Ideen zur Anpassung an den Klimawandel in Deutschland. Er wurde am 12. Dezember 2011 erstmals von Bundesumweltministerium und Umweltbundesamt verliehen. Am Wettbewerb nahmen 59 Kommunen, Unternehmen und Verbände teil.
Seit Januar 2012 nimmt der Luftverkehr am europäischen Emissionshandel teil. Fluggesellschaften und Firmen mit Privatjets müssen dann für jede ausgestoßene Tonne Kohlendioxid eine Emissionsberechtigung abgeben. Die Deutschland zugeordneten Airlines haben im Dezember erstmals einen Bescheid über ihre CO2-Zertifikate erhalten. Damit erfahren die Unternehmen, welche Menge an Zertifikaten ihnen für den europäischen Emissionshandel bis 2020 kostenlos zusteht.
Erwartungsgemäß bestätigte der Europäische Gerichtshof am 21.12.2011, dass auch internationale Airlines zum Emissionshandel verpflichtet sind.
Bewusste, zielgerichtete, großtechnische Eingriffe in das Klimasystem, die die globale anthropogene Erwärmung verringern sollen, werden als Geo-Engineering bezeichnet. Bekannte Beispiele dieser Art sind die Ausbringung von Schwefelaerosolen in die Atmosphäre und die Ozeandüngung. Wie tragfähig sind solche Vorschläge? Das UBA informiert über Risiken, mögliche Kriterien zur Bewertung, rechtlichen Rahmen und gibt erste Empfehlungen für den Umgang mit dem Thema. Die neue Studie des BMBF bewertet den Einsatz von Geo-Engineering und zeigt, dass jeder Einsatz dieser Technologien potenziell globale Auswirkungen haben könnte.
Der kostenlose Klimalotse ist der erste Leitfaden, der bei der Anpassung an den Klimawandel unterstützt. In fünf Schritten können Risiken und Chancen des Klimawandels erkannt und möglichen Maßnahmen entwickelt werden. Der Lotse richtet sich vor allem an kleine und mittlere Unternehmen sowie Kommunen.
In zahlreichen Ländern und Regionen der Welt existieren oder entstehen Emissionshandelssysteme, um den Ausstoß klimaschädlicher Treibhausgase zu begrenzen.
Diese enthalten meist Vorkehrungen zum Schutz der Wettbewerbsfähigkeit der heimischen Industrie gegenüber Ländern mit geringeren Klimaschutzauflagen. Eine UBA-Kurzstudie hat die verschiedenen Ansätze untersucht und verglichen. Ein Ziel war, frühzeitig mögliche Hindernisse für die Verknüpfung von Emissionshandelssystemen zu einem globalen Kohlenstoffmarkt zu identifizieren.
Der globale Klimawandel ist längst auch in Deutschland real. Wie das Umwelt- und Planungsrecht darauf reagieren muss, beantwortet eine neue UBA-Studie. Sie zeigt: Einige Rechtsgebiete, wie das Gewässerschutzrecht, sind schon auf einem guten Weg. Andere, wie das Raum- und Fachplanungsrecht, müssen noch angepasst werden, damit bei der Zulassung von Infrastrukturprojekten die Folgen des Klimawandels, wie eine Zunahme von Extremwetterereignissen, stärker berücksichtigt werden.
Das Verbrennen von Kohle und Erdöl, großflächige Entwaldung und Land- und Viehwirtschaft verursachen einen zusätzlichen - anthropogenen -Treibhauseffekt: Die globale Mitteltemperatur der Luft steigt an – das Klima erwärmt sich. Die Broschüre fasst die wichtigsten Erkenntnisse aus dem 4. Sachstandsbericht des Zwischenstaatlichen Ausschusses für Klimaänderungen (IPCC) zusammen.